Eiffelturm in Paris in der Abenddämmerung über dem Marsfeld

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Paris

Guide 16 Abschnitte

Der teuerste Fehler bei einem Paris-Urlaub passiert vor der Abreise: Wer Eiffelturm, Louvre oder Versailles nicht vorab bucht, steht vor ausverkauften Zeitfenstern oder in stundenlangen Schlangen. Paris belohnt Planung wie kaum eine andere Stadt Europas. Seit 2026 zahlen Besucher von außerhalb der EU an vielen Monumenten mehr, die Kurtaxe hat sich durch einen Nahverkehrsaufschlag praktisch verdreifacht und das Papierticket der Metro verschwindet im Dezember. In diesem Guide findest du die Viertel, in denen sich das Wohnen lohnt, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit aktuellen Preisen und ein realistisches Tagesbudget für deine Städtereise nach Paris.

Land / RegionFrankreich, Île-de-France
Einwohnerzahlrund 2,1 Millionen (Stadt), über 12 Millionen in der Metropolregion
SpracheFranzösisch
WährungEuro
ZeitzoneUTC+1 (Sommerzeit UTC+2), keine Zeitverschiebung zu Deutschland
Beste ReisezeitApril bis Juni, September und Oktober
FlughafenParis-Charles-de-Gaulle (CDG), Paris-Orly (ORY), Beauvais (BVA)

Urlaub in Paris: Das musst du wissen

Paris ist eine Stadt, die du zu Fuß erleben solltest. Innerhalb des Autobahnrings Périphérique liegen auf nur 105 Quadratkilometern 20 Arrondissements, die sich wie ein Schneckenhaus im Uhrzeigersinn um die Seine-Insel Île de la Cité drehen. Fast alle großen Sehenswürdigkeiten befinden sich in den ersten acht Bezirken. Zwischen Louvre, Notre-Dame und Eiffelturm liegen jeweils nur 30 bis 45 Minuten Fußweg entlang des Flusses.

Die Geschichte der Stadt beginnt vor über 2.000 Jahren mit einer keltischen Siedlung auf der Île de la Cité, die die Römer Lutetia nannten. Im Mittelalter wurde Paris zur Hauptstadt der französischen Könige, die Revolution von 1789 machte es zum Symbol für Bürgerrechte. Das heutige Stadtbild verdankst du vor allem Baron Haussmann: Er ließ ab 1853 ganze Viertel abreißen und breite Boulevards mit den typischen cremefarbenen Wohnhäusern anlegen. Die Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts brachten schließlich den Eiffelturm, der 1889 eigentlich nur als vorübergehendes Bauwerk gedacht war.

Für die Einreise brauchst du als deutsche, österreichische oder schweizerische Staatsangehörige keinen Reisepass. Der Personalausweis reicht aus. Laut Auswärtigem Amt dürfen Personalausweis und Reisepass bei Deutschen sogar seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein, ein gültiges Dokument ist trotzdem die sicherere Wahl. Kinder unter 15 Jahren sollten eine beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern dabeihaben, wenn sie nicht mit beiden Elternteilen reisen.

Frankreich gilt derzeit unter dem Sicherheitsplan Vigipirate mit der höchsten Terrorwarnstufe. Im Alltag bemerkst du das an Militärpatrouillen an großen Plätzen und Bahnhöfen sowie an Taschenkontrollen vor Museen. Häufiger als Anschläge sind Taschendiebstähle, vor allem in der Metro und an den Touristenmagneten. Außerdem kommt es in Frankreich regelmäßig zu Streiks im Nahverkehr und zu Demonstrationen, die du meiden solltest.

Das Auswärtige Amt rät, an belebten Orten aufmerksam zu sein, Demonstrationen zu meiden und bei Streiks die Reisepläne anzupassen. Gepäckaufbewahrung gibt es an vielen Pariser Bahnhöfen nicht mehr (Stand: Oktober 2026, vor Reiseantritt auf auswaertiges-amt.de prüfen).

Paris-Tipps: Tickets, Touristenfallen und Etikette

Die wichtigste Regel für Paris lautet: Zeitfenster-Tickets online buchen. Eiffelturm, Louvre, Versailles, Sainte-Chapelle und die Katakomben arbeiten mit festen Einlasszeiten. Für die Katakomben ist die Reservierung Pflicht, für den Eiffelturm werden Aufzugstickets bis zu 60 Tage im Voraus verkauft. In der Hochsaison sind die beliebten Vormittagsslots oft Wochen vorher weg.

Seit dem 14. Januar 2026 gibt es an mehreren großen Kulturstätten Doppelpreise. Der Louvre kostet für Bürger und Einwohner des Europäischen Wirtschaftsraums 22 Euro, alle anderen zahlen 32 Euro. Auch Versailles, die Sainte-Chapelle und die Opéra Garnier verlangen von Nicht-EWR-Besuchern mehr. Wichtig für Reisende aus der Schweiz: Die Schweiz gehört nicht zum EWR, deshalb gilt für Schweizer der höhere Tarif. Junge EU-Bürger unter 26 Jahren haben dagegen in vielen staatlichen Museen freien Eintritt.

Bei den Touristenfallen sind ein paar Maschen seit Jahren dieselben. Beim Goldring-Trick „findet“ jemand vor dir einen Ring auf dem Boden und will ihn dir für ein paar Euro überlassen. Am Montmartre und vor dem Louvre sammeln Gruppen Unterschriften für angebliche Hilfsorganisationen, während Komplizen Taschen leeren. Rund um den Eiffelturm verkaufen fliegende Händler gefälschte Tickets. Kaufe Eintrittskarten deshalb nur über die offiziellen Websites oder an den Kassen.

Höflichkeit öffnet in Paris Türen. Beginne jedes Gespräch in Geschäften, Bäckereien oder Cafés mit einem „Bonjour“, abends mit „Bonsoir“. Wer ohne Gruß direkt bestellt, wirkt unhöflich und wird oft auch so behandelt. Ein Kaffee kostet am Tresen weniger als am Tisch, auf der Terrasse ist er am teuersten. Im August schließen viele kleine Restaurants und Läden für mehrere Wochen, ein Schild mit „Fermeture annuelle“ weist darauf hin.

Für Reisende aus der Schweiz lohnt sich beim Shopping die Mehrwertsteuer-Rückerstattung. Sie greift ab einem Einkaufswert von 100,01 Euro pro Geschäft und Tag. Für Reisende aus Deutschland und Österreich gilt sie als EU-Bürger nicht.

Wie viele Tage solltest du in Paris bleiben?

Für einen ersten Besuch sind drei bis vier volle Tage ideal. Damit schaffst du Eiffelturm, Louvre, Notre-Dame mit Sainte-Chapelle, das Musée d’Orsay, Montmartre und einen Abend an der Seine, ohne von Termin zu Termin zu hetzen. Plane pro Tag zwei große Programmpunkte ein und lass Zeit zum Flanieren. Genau das macht Paris aus.

Reiseplaner

Dein Reiseplan für Paris

Dein Urlaub, fertig durchgeplant: Unser Reiseplaner erstellt dir einen Tagesplan für deinen gesamten Urlaub. Er kombiniert Sehenswürdigkeiten, die nah beieinander liegen, und berücksichtigt dabei Öffnungszeiten sowie das Wetter. Du kannst alles anpassen und den Plan speichern oder als PDF mitnehmen. Planer öffnenPlaner schließen
Anreise
Abreise

Mehr musst du nicht eingeben, der Plan unten passt sich sofort an. Alles Weitere kannst du optional anpassen, auch direkt im Plan.

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An- und Abreiseort

Großzügig gerechnet: am Flughafen 2,5 Stunden vor Abflug (innerhalb des Schengen-Raums, z. B. nach Spanien), sonst 3,5 Stunden, am Bahnhof 75 Minuten vorher. Ohne Angabe rechnet der Planer wie bei einem Flug.

Hotel
Tagesablauf

Entspannt lässt mehr Luft und plant höchstens zwei große Programmpunkte pro Tag.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Vorausgewählt sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die Dauer kannst du bei jedem Eintrag ändern. Passt nicht alles, fällt zuerst weg, was weiter unten steht. Was du selbst hinzufügst, hat Vorrang.

Sehenswürdigkeiten

    Abends und nachts

      Essen und Märkte

        Tagesausflüge

          Bitte beachten

          • Öffnungszeiten ohne Gewähr (Stand: Oktober 2026). Feiertage sind berücksichtigt, kurzfristige Sonderschließungen nicht. Wegzeiten sind Schätzungen.
          • Der Plan ist ein Vorschlag. Prüfe Öffnungszeiten, Preise und Zeitfenster vor dem Besuch auf den offiziellen Websites, vor allem bei Streiks, Veranstaltungen und in der Hochsaison.
          • Wegzeiten sind grob geschätzt, ohne Staus, Bauarbeiten oder Störungen im Nahverkehr. Plane bei festen Terminen zusätzlich Zeit ein.
          • Wetter: Deutscher Wetterdienst (DWD), Lizenz CC BY 4.0, abgerufen über Bright Sky. Vorhersage für die nächsten 7 Tage, Tageszeitwerte aus Stundenwerten berechnet. Vorhersagen können sich ändern.
          • Deine Eingaben bleiben in deinem Browser und im Link, den du teilen kannst. Sie werden nicht an uns übertragen.

          Mit fünf Tagen passt ein Tagesausflug nach Versailles dazu, das allein einen ganzen Tag beansprucht. Eine Woche lohnt sich, wenn du Museen intensiv besuchen, ruhigere Viertel wie Belleville oder die Butte-aux-Cailles entdecken und Ausflüge nach Giverny oder zum Disneyland Paris einbauen möchtest. Wer nur ein Wochenende hat, konzentriert sich am besten auf das Zentrum zwischen Louvre, Marais und Saint-Germain.

          Paris lässt sich gut mit anderen Zielen kombinieren. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug erreichst du Brüssel in rund 1 Stunde 20 Minuten und London in gut 2 Stunden 15 Minuten. Auch die Loire-Schlösser und die Normandie mit dem Mont-Saint-Michel liegen in Reichweite eines verlängerten Wochenendes. Für einen Badeurlaub im Anschluss bietet sich die Côte d’Azur an, die du mit dem TGV in knapp sechs Stunden erreichst.

          Wetter & beste Reisezeit für Paris

          Paris hat ein gemäßigtes Klima mit milden Sommern und kühlen, grauen Wintern. Regen fällt über das ganze Jahr verteilt, meist als Schauer statt als Dauerregen. Die angenehmsten Monate für einen Städtetrip sind April bis Juni sowie September und Oktober.

          Aktuelles Wetter in Paris und 7-Tage-Vorhersage

          Die Sonne geht heute in Paris um 07:31 Uhr auf und um 17:38 Uhr unter.

          Mehr zum Wetter und Klima in ganz Frankreich erfährst du in unserem Beitrag Wetter und Klima in Frankreich.

          Frühling und Herbst: die beste Zeit für die Stadt

          Im April und Mai steigen die Höchstwerte auf 17 bis 20 Grad, die Kastanien an den Boulevards blühen und die Cafés öffnen ihre Terrassen. Der Mai ist mit durchschnittlich 69 Millimetern statistisch der nasseste Monat, packe also einen Schirm ein. Im September liegen die Temperaturen noch bei rund 22 Grad, die Stadt ist nach den Ferien wieder lebendig und die Hotelpreise sinken leicht. Der Oktober bringt goldenes Licht in den Parks, aber schon deutlich kürzere Tage.

          Sommer in Paris: lange Abende, Hitze und leere Bistros

          Im Juli und August liegen die Höchstwerte im Schnitt bei 26 Grad, bei Hitzewellen sind aber auch über 35 Grad möglich. Viele ältere Hotels und Wohnungen haben keine Klimaanlage. Dafür bietet der Sommer lange Abende an der Seine, Open-Air-Kino und die Stadtstrände von Paris Plages. Im August fahren viele Pariser selbst in den Urlaub, manche Restaurants schließen und die Stadt wirkt ruhiger, während sich an den großen Sehenswürdigkeiten die internationalen Gäste drängen.

          Paris im Winter: Lichter, kurze Tage, günstige Hotels

          Von Dezember bis Februar erreichen die Tageswerte nur 8 bis 9 Grad, die Sonne zeigt sich im Schnitt nur zwei bis drei Stunden am Tag. Dafür sind die Hotels günstiger und die Museen angenehm leer. Im Dezember schmücken Lichterketten die Champs-Élysées, die Kaufhäuser am Boulevard Haussmann zeigen aufwendige Schaufenster. Für einen Museumsurlaub ist der Winter eine unterschätzte Reisezeit.

          Alle Klimawerte und die Unterschiede zwischen den Regionen findest du in unserem Beitrag zum Wetter in Frankreich, Tipps zu Route und Reiseplanung im Ratgeber Frankreich Reise planen.

          Beste Reisezeit nach Aktivität

          Beste Reisezeit für Städtereise & Kultur in Paris

          Ideal: April–OktoberMöglich: November–März

          • Juli–August: Hitzewellen mit über 35 °C möglich, im August schließen viele kleine Läden
          • November–März: tagsüber nur 8–14 °C

          Hinweis: Die Einschätzung beruht auf langjährigen Klima-Mittelwerten und typischen Saisonzeiten. Das Wetter kann in einzelnen Jahren deutlich davon abweichen. Prüfe vor der Reise die aktuelle Wettervorhersage und die Bedingungen vor Ort. Alle Angaben ohne Gewähr.

          Quellen: Klimadaten: Météo-France, Mittelwerte 1991–2020 (über Wikipedia); Wassertemperaturen: NOAA OISST, Mittel 2016–2025; Saisonzeiten: eigene Recherche

          Lage: Wo liegt Paris?

          Paris liegt im Norden Frankreichs im Pariser Becken, einer weiten Ebene, durch die sich die Seine in großen Schleifen zieht. Der Fluss teilt die Stadt in die Rive Droite im Norden und die Rive Gauche im Süden. Auf der Rive Droite liegen Louvre, Marais und Montmartre, auf der Rive Gauche Quartier Latin, Saint-Germain und der Eiffelturm. Mitten im Fluss liegen die Île de la Cité mit Notre-Dame und die kleinere Île Saint-Louis.

          Die Stadt ist das Zentrum der Region Île-de-France und Knotenpunkt des französischen Bahnnetzes. Die Lage im flachen Becken sorgt dafür, dass Paris eine sehr gut zu Fuß und mit dem Rad erkundbare Stadt ist. Nur Montmartre und Belleville liegen auf Hügeln.

          Die Stadtteile von Paris: Wo du am besten wohnst

          Die Wahl des Viertels entscheidet, wie viel Zeit du in der Metro verbringst. Für den ersten Besuch lohnt sich eine zentrale Lage zwischen dem 1. und 7. Arrondissement, auch wenn die Zimmer dort kleiner und teurer sind.

          Île de la Cité & Louvre (1. Arrondissement)

          Zentraler geht es nicht. Vom 1. Arrondissement erreichst du Louvre, Tuilerien, Palais Royal und Notre-Dame zu Fuß. Abends wird es hier allerdings ruhig, weil kaum Menschen in den Prachtbauten wohnen. Das Viertel eignet sich für Erstbesucher mit kurzem Aufenthalt, die maximale Nähe zu den Sehenswürdigkeiten wollen.

          Le Marais (3. und 4. Arrondissement)

          Das Marais ist das lebendigste der zentralen Viertel. Zwischen Adelspalästen aus dem 17. Jahrhundert findest du Boutiquen, Galerien, Falafel-Imbisse und Bars. Die Place des Vosges gilt als schönster Platz der Stadt. Das Viertel ist traditionell das Zentrum der jüdischen Gemeinde und der LGBTQ-Szene. Es passt für alle, die zentral wohnen und abends ausgehen möchten.

          Quartier Latin & Saint-Germain (5. und 6. Arrondissement)

          Rund um die Sorbonne prägen Studenten, Buchhandlungen und kleine Kinos das Quartier Latin. Im benachbarten Saint-Germain-des-Prés sitzen die berühmten Literatencafés, dazu kommen elegante Modegeschäfte und der Jardin du Luxembourg. Beide Viertel eignen sich ideal für Paare und Kulturinteressierte. Die Hotelpreise in Saint-Germain gehören zu den höchsten der Stadt.

          Eiffelturm & 7. Arrondissement

          Das 7. Arrondissement ist ruhig, bürgerlich und gepflegt. Hier liegen Eiffelturm, Musée d’Orsay, Invalidendom und Musée Rodin. Die Rue Cler ist eine Marktstraße mit Käsehändlern und Bäckereien. Familien schätzen die Grünflächen am Champ de Mars, Nachtschwärmer finden hier dagegen wenig.

          Montmartre (18. Arrondissement)

          Auf dem Hügel rund um die Basilika Sacré-Cœur wirkt Paris fast dörflich, mit steilen Treppen, Weinberg und Künstlerplätzen. Unterkünfte sind hier günstiger als im Zentrum. Bedenke aber, dass die Gegend um den Boulevard de Clichy und Pigalle nachts rau sein kann. Für Romantiker mit etwas Budgetbewusstsein ist Montmartre trotzdem eine gute Wahl.

          Canal Saint-Martin & Belleville (10., 11. und 20. Arrondissement)

          Im Osten zeigt sich das junge, multikulturelle Paris. Am Canal Saint-Martin sitzen die Menschen abends mit Wein auf den Kaimauern, rund um die Rue Oberkampf reihen sich Bars aneinander. Belleville bietet Street Art, chinesische und nordafrikanische Küche sowie einen weiten Blick über die Stadt. Die Hotels sind spürbar günstiger, die Wege ins Zentrum mit der Metro kurz.

          Top-Sehenswürdigkeiten in Paris

          Paris hat mehr Sehenswürdigkeiten, als in einen einzigen Urlaub passen. Die folgende Auswahl deckt die Orte ab, die bei einem ersten Besuch nicht fehlen sollten. Alle Preise gelten für Erwachsene (Stand: Oktober 2026, vor dem Besuch auf der offiziellen Website prüfen).

          Eiffelturm: Der Eiffelturm wurde für die Weltausstellung 1889 errichtet und sollte nach 20 Jahren wieder abgebaut werden. Gerettet hat ihn seine Funktion als Funkmast. Mit Antenne misst er heute über 320 Meter. Die Konstruktion besteht aus 18.038 Metallteilen, die von rund 2,5 Millionen Nieten zusammengehalten werden, für einen kompletten Anstrich sind rund 60 Tonnen Farbe nötig. Vom Gipfel reicht der Blick bei klarem Wetter weit über die Stadtgrenzen. Das Ticket mit Aufzug bis zur Spitze kostet 36,10 Euro, mit Aufzug bis zur zweiten Etage 23,10 Euro, über die Treppen bis zur zweiten Etage 14,50 Euro. Wer gut zu Fuß ist, spart über die Treppen Geld und oft auch Wartezeit. Für Fotos lohnt sich der Trocadéro auf der anderen Seine-Seite, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, wenn der Turm beleuchtet ist.

          Louvre: Das meistbesuchte Kunstmuseum der Welt war jahrhundertelang Königspalast, bevor es 1793 als Museum öffnete. Die Glaspyramide von I. M. Pei kam erst 1989 hinzu und war damals heftig umstritten. Hier findest du die Mona Lisa, die Venus von Milo, die Nike von Samothrake und riesige Sammlungen ägyptischer und orientalischer Kunst. Der Eintritt kostet 22 Euro für EWR-Bürger und 32 Euro für alle anderen. Dienstags ist geschlossen. Plane mindestens drei Stunden ein und lege vorher fest, welche Abteilungen du sehen willst. Der Eingang an der Porte des Lions ist meist weniger überlaufen als die Pyramide.

          Notre-Dame & Sainte-Chapelle: Nach dem Brand im April 2019 wurde die gotische Kathedrale in nur fünf Jahren restauriert und im Dezember 2024 wiedereröffnet. Heute leuchtet der helle Kalkstein im Inneren wie zur Bauzeit im 12. und 13. Jahrhundert, der neue Dachstuhl wurde wieder aus Eichenholz gebaut. Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos. Ein kostenloses Zeitfenster über die offizielle Website erspart dir in der Hochsaison Wartezeiten von bis zu drei Stunden. Die Türme kosten 16 Euro und sind nur online buchbar. Fünf Gehminuten entfernt liegt die Sainte-Chapelle, deren Oberkapelle fast vollständig aus Glasfenstern besteht. An einem sonnigen Vormittag wirkt sie wie ein Kaleidoskop. Der Eintritt kostet für EU-Bürger 16 Euro, für Besucher von außerhalb des EWR mehr.

          Musée d’Orsay: Das Museum liegt in einem ehemaligen Bahnhof, der zur Weltausstellung 1900 gebaut wurde. Die große Bahnhofshalle mit ihrer gewölbten Glasdecke und der vergoldeten Uhr ist schon allein einen Besuch wert. Hier hängt die bedeutendste Sammlung impressionistischer Malerei der Welt, von Monet und Renoir bis van Gogh und Cézanne. Der Eintritt kostet rund 16 Euro. Montags ist geschlossen, donnerstags kannst du bis in den späten Abend bleiben. Hinter der großen Uhr im fünften Stock liegt ein Café mit Blick über die Seine bis Montmartre.

          Arc de Triomphe & Champs-Élysées: Napoleon ließ den Triumphbogen ab 1806 zu Ehren seiner Armee errichten, fertig wurde er erst 1836. Unter dem Bogen liegt das Grabmal des unbekannten Soldaten, dessen Flamme jeden Abend um 18:30 Uhr neu entzündet wird. Über 284 Stufen erreichst du die Dachterrasse, von der zwölf Avenuen sternförmig abgehen. Der Eintritt kostet rund 16 Euro. Den Bogen erreichst du nur durch eine Unterführung, nie über den Kreisverkehr. Die Champs-Élysées führen von hier zur Place de la Concorde.

          Montmartre & Sacré-Cœur: Die weiße Basilika entstand nach dem Krieg von 1870/71 und wurde 1919 geweiht. Ihr Stein gibt bei Regen Kalzit ab, deshalb bleibt sie so hell. Der Eintritt in die Basilika ist kostenlos, die Kuppel kannst du gegen Gebühr besteigen. Von der Treppe davor genießt du einen der besten Blicke über Paris. Abseits der Place du Tertre mit ihren Porträtmalern findest du ruhige Gassen, den Weinberg Clos Montmartre und die Moulin de la Galette. Komm am frühen Morgen, bevor die Reisebusse eintreffen.

          Katakomben: Unter dem Süden der Stadt ruhen die Gebeine von rund sechs Millionen Menschen. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die überfüllten Friedhöfe aufgelöst und die Knochen in ehemalige Steinbrüche gebracht, wo sie kunstvoll aufgeschichtet wurden. Nach einer Renovierung sind die Katakomben seit dem 8. April 2026 wieder geöffnet, mit neuer Beleuchtung und einem immersiven Audiokopfhörer. Das Ticket kostet 31 Euro, die Online-Reservierung ist Pflicht. Höchstens 200 Personen dürfen gleichzeitig in die Gänge, deshalb sind die Zeitfenster schnell vergeben. Die Temperatur liegt unten konstant bei etwa 14 Grad.

          Seine-Ufer & Jardin du Luxembourg: Die Ufer der Seine zwischen Pont de Sully und Pont d’Iéna gehören zum UNESCO-Welterbe. Seit einigen Jahren sind große Teile autofrei und laden zum Spazieren ein. Entlang der Kaimauern verkaufen die Bouquinistes in ihren grünen Kästen alte Bücher und Drucke. Der Jardin du Luxembourg am Rand des Quartier Latin ist der Lieblingspark vieler Pariser, mit grünen Metallstühlen rund um das große Bassin. Beides kostet nichts und ist ideal für eine Pause zwischen zwei Museen.

          Paris Museum Pass: Lohnt er sich?

          Der Paris Museum Pass gilt für über 50 Museen und Monumente, darunter Louvre, Orsay, Arc de Triomphe, Sainte-Chapelle und Versailles. Er kostet für zwei Tage 85 Euro, für vier Tage 105 Euro und für sechs Tage 125 Euro. Er lohnt sich, wenn du an zwei Tagen mindestens fünf bis sechs zahlungspflichtige Orte besuchst. Ein Zeitfenster musst du bei Louvre und Sainte-Chapelle trotzdem buchen. Für EU-Bürger unter 26 Jahren lohnt er sich meist nicht, weil viele staatliche Museen für sie ohnehin kostenlos sind. Eiffelturm und Katakomben sind nicht enthalten.

          Das Centre Pompidou ist wegen Renovierung bis voraussichtlich 2030 geschlossen. Wer moderne Kunst sucht, weicht auf das Musée d’Art Moderne de Paris oder die Fondation Louis Vuitton aus.

          Ausflüge und Aktivitäten rund um Paris

          Schloss Versailles

          Ludwig XIV. baute das Jagdschloss seines Vaters ab 1661 zur prunkvollsten Residenz Europas aus. Höhepunkte sind der Spiegelsaal, die Gemächer des Königs und der riesige Park mit Kanälen und Brunnen. Hinzu kommen die Trianon-Schlösser und das Dörfchen von Marie Antoinette. Das Passeport-Ticket für das gesamte Anwesen kostet in der Hochsaison 32 Euro für EWR-Bürger und 35 Euro für alle anderen, in der Nebensaison 22 beziehungsweise 25 Euro. Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei, ebenso für EU-Bürger unter 26 Jahren. Mit dem RER C bist du in rund 40 Minuten dort. Montags ist das Schloss geschlossen, dienstags ist es besonders voll.

          Plane für Versailles einen ganzen Tag ein und starte früh: Wer zur Öffnung um 9 Uhr im Spiegelsaal steht, erlebt ihn ohne Gedränge. Den Park besuchst du am besten danach, wenn sich die Gruppen im Schloss stauen.

          Bootsfahrt auf der Seine

          Eine Rundfahrt auf der Seine zeigt dir in gut einer Stunde Eiffelturm, Louvre, Notre-Dame und die Brücken der Stadt aus einer neuen Perspektive. Die meisten Boote starten am Eiffelturm, am Pont Neuf oder am Pont de l’Alma. Eine klassische Rundfahrt kostet 2026 rund 19 bis 20 Euro. Am schönsten ist die Fahrt zur blauen Stunde, wenn die Brücken beleuchtet werden. Dinner-Fahrten kosten deutlich mehr und lohnen sich eher wegen der Aussicht als wegen des Essens.

          Giverny: Monets Garten

          Im Dorf Giverny lebte Claude Monet über 40 Jahre lang. Sein Haus mit der gelben Küche und der Garten mit dem Seerosenteich und der japanischen Brücke sind vom 1. April bis 1. November geöffnet. Der Eintritt kostet 13,50 Euro. 2026 jährt sich Monets Todestag zum hundertsten Mal, deshalb ist der Andrang besonders groß und die Online-Buchung dringend empfohlen. Von der Gare Saint-Lazare fährst du mit dem Zug nach Vernon, von dort geht es mit Shuttlebus oder Fahrrad weiter.

          Disneyland Paris

          Rund 30 Kilometer östlich der Stadt liegt Europas meistbesuchter Freizeitpark mit zwei Themenparks. Der RER A bringt dich in etwa 40 Minuten vom Zentrum bis zur Station Marne-la-Vallée Chessy direkt vor dem Eingang. Die Ticketpreise schwanken stark je nach Datum. Online vorab gekaufte Tickets für Wochentage außerhalb der Schulferien sind am günstigsten. Für beide Parks brauchst du mindestens zwei Tage.

          Märkte und kulinarische Touren

          Die Märkte sind ein guter Einstieg in den Pariser Alltag. Der Marché des Enfants Rouges im Marais ist der älteste überdachte Markt der Stadt und eignet sich für ein Mittagessen. Am Marché d’Aligre im 12. Arrondissement kaufen die Pariser günstig Obst und Gemüse. Geführte Food-Touren durch Saint-Germain oder Montmartre führen zu Käsehändlern, Chocolatiers und Bäckereien und dauern meist zwei bis drei Stunden.

          Kosten & Budget in Paris

          Paris gehört zu den teuersten Städten Europas, vor allem bei Unterkunft und Getränken. Wie viel du ausgibst, hängt stark von Reisezeit, Lage des Hotels und deinem Restaurantstil ab. Mit ein paar Kniffen bleibt eine Paris-Reise aber bezahlbar (alle Preise Stand: Oktober 2026, vor Reiseantritt aktuell prüfen).

          Unterkunft

          Laut einem Preisvergleich für 2026 kostet eine Nacht im Durchschnitt rund 125 Euro im Zwei-Sterne- und rund 140 Euro im Drei-Sterne-Hotel. In zentraler Lage, in der Hochsaison und zu Messen liegen die Preise deutlich höher. Am günstigsten schläfst du in Hostels. Dazu kommt die Kurtaxe, die inzwischen einen Aufschlag von 200 Prozent für den regionalen Nahverkehr enthält. In einem Drei-Sterne-Hotel zahlst du 5,53 Euro pro Person und Nacht, in einem Vier-Sterne-Hotel 8,45 Euro. Bei Ferienwohnungen ohne Klassifizierung kann die Abgabe deutlich höher ausfallen.

          Essen & Trinken

          Ein Espresso am Tresen kostet 2,50 bis 3,50 Euro, auf einer Terrasse in Touristenlage bis zu 5 Euro. Für ein Bier vom Fass zahlst du im Schnitt rund 7 Euro, während der Happy Hour etwa 5 Euro. Mittags bieten viele Bistros eine Formule aus Vor- und Hauptspeise oder Haupt- und Nachspeise an. Außerhalb der Touristenviertel kostet sie oft 14 bis 18 Euro, in klassischen Bistros 20 bis 32 Euro. Gebäck aus der Bäckerei bekommst du meist für 1 bis 3 Euro.

          Transport vor Ort

          Eine Einzelfahrt mit Metro, RER oder Vorortzug kostet innerhalb der Region einheitlich 2,55 Euro, Bus und Tram 2,05 Euro. Das Navigo-Semaine-Wochenticket für alle Zonen inklusive Flughäfen kostet 32,40 Euro und gilt von Montag bis Sonntag. Ein Vélib‘-Leihrad kostet als 24-Stunden-Pass 5 Euro, mit Elektrorädern 10 Euro. Taxis zum Flughafen fahren zu Festpreisen, die im Abschnitt zur Anreise stehen.

          Zahlen kannst du fast überall mit Kreditkarte, auch kleine Beträge in Bäckereien. Debitkarten von Visa und Mastercard funktionieren in der Regel ebenso. Eine reine Girocard ohne Visa- oder Mastercard-Funktion wird dagegen häufig abgelehnt. Prüfe vor der Reise, ob deine Bank Auslandseinsatzgebühren berechnet.

          Tagesbudget-Übersicht

          Die folgende Tabelle ist eine grobe Schätzung pro Person und Tag ohne Anreise.

          Posten pro Person und Tag Budget Mittelklasse Komfort
          Unterkunft (Doppelzimmer anteilig bzw. Hostel)40 bis 60 €80 bis 125 €ab 175 €
          Essen und Getränke30 bis 40 €60 bis 80 €ab 120 €
          Nahverkehr5 bis 8 €8 bis 12 €15 bis 30 € (auch Taxi)
          Eintritte0 bis 20 €25 bis 40 €40 bis 70 €
          Gesamt75 bis 130 €175 bis 255 €ab 350 €

          Das Leitungswasser in Paris ist trinkbar. Im Restaurant bekommst du auf Nachfrage kostenlos eine „carafe d’eau“, in der ganzen Stadt gibt es zudem rund 1.200 öffentliche Trinkwasserstellen.

          Essen & Trinken in Paris

          Essen gehört in Paris zur Kultur wie die Museen. Der Tag beginnt mit einem Croissant oder einem Pain au chocolat aus der Boulangerie, mittags folgt eine Formule im Bistro, abends ein ausgedehntes Essen. Klassiker der Bistroküche sind Steak frites, Bœuf bourguignon, Croque-monsieur und Soupe à l’oignon. Zum Nachtisch gibt es Crème brûlée, Mousse au chocolat oder eine Tarte Tatin.

          Die Restaurantzeiten sind fester als in Deutschland. Mittagessen gibt es meist von 12 bis 14:30 Uhr, abends öffnen die Küchen selten vor 19 Uhr. Dazwischen bleiben viele Restaurants geschlossen, Brasserien und Cafés servieren dagegen durchgehend. Für beliebte Bistros lohnt sich am Abend eine Reservierung. Das Trinkgeld ist im Preis enthalten, für guten Service rundest du um einige Euro auf.

          Paris ist auch eine Stadt der Spezialitätenläden. Bei einem Fromager bekommst du Käse wie Comté, Brie de Meaux oder Roquefort, bei Pâtisserien Macarons, Éclairs und Paris-Brest. Die Baguette-Qualität ist hoch, jedes Jahr kürt die Stadt die beste Baguette von Paris. Das Streetfood ist international geprägt: Falafel im Marais, Crêpes an jeder Ecke und vietnamesische Küche im 13. Arrondissement.

          Vegetarier und Veganer haben es heute deutlich leichter als noch vor einigen Jahren. Vor allem im Marais, am Canal Saint-Martin und in Pigalle gibt es zahlreiche rein vegetarische Restaurants. In klassischen Bistros ist die Auswahl dagegen oft auf ein einziges Gericht beschränkt. Zum Essen gehört ein Glas Wein, ein Pichet Hauswein ist meist günstig. Als Aperitif trinken die Pariser gern einen Kir oder einen Pastis.

          Anreise nach Paris

          Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichst du Paris bequem per Flugzeug oder Bahn. Direktflüge gibt es von allen großen Flughäfen im deutschsprachigen Raum. Die reine Flugzeit liegt je nach Abflughafen bei gut einer bis zwei Stunden.

          Der Hauptflughafen Charles-de-Gaulle liegt rund 25 Kilometer nordöstlich des Zentrums. Mit dem RER B erreichst du in 25 bis 30 Minuten die Gare du Nord und Châtelet. Dafür brauchst du das Flughafenticket für 14 Euro, das normale Metroticket gilt nicht. Der Flughafen Orly liegt südlich der Stadt und ist seit 2024 direkt an die Metrolinie 14 angeschlossen, die dich in rund 25 Minuten nach Châtelet bringt. Auch hier gilt das Flughafenticket. Der Flughafen Beauvais, den vor allem Billigflieger nutzen, liegt weit nördlich der Stadt. Ein Shuttlebus fährt je nach Verkehr in rund 75 Minuten zur Porte Maillot.

          Taxis fahren zu Festpreisen in die Stadt. Von Charles-de-Gaulle zahlst du 56 Euro zur Rive Droite und 65 Euro zur Rive Gauche, von Orly 45 Euro zur Rive Droite und 36 Euro zur Rive Gauche (Stand: 2026). Steig nur an den offiziellen Taxiständen ein und meide Fahrer, die dich in der Ankunftshalle ansprechen.

          Die Bahn ist eine gute Alternative zum Flug. Von Frankfurt fährst du mit ICE oder TGV in knapp vier Stunden zur Gare de l’Est, von Stuttgart dauert es mit dem TGV gut drei Stunden. Aus München bist du sechs Stunden und länger unterwegs. Aus der Schweiz verbindet der TGV Lyria Basel, Zürich, Bern, Genf und Lausanne mit der Gare de Lyon. Günstige Sparpreise gibt es bei früher Buchung. Fernbusse sind preiswerter, brauchen aber deutlich länger.

          Unterwegs in Paris: Metro, Bus und Rad

          Die Metro ist mit 16 Linien und 308 Stationen das schnellste Verkehrsmittel der Stadt. Die Züge fahren etwa von 5:30 Uhr bis 1:15 Uhr, freitags, samstags und vor Feiertagen bis 2:15 Uhr. Kein Ort im Zentrum liegt weiter als ein paar hundert Meter von einer Station entfernt. Ergänzt wird sie durch die RER-Linien, die auch die Vororte und Flughäfen anbinden, sowie durch Busse und Tram.

          Das Ticketsystem befindet sich im Umbruch. Das klassische Papierticket wird in Bussen und Trams schon nicht mehr akzeptiert, in Metro und RER endet es am 15. Dezember 2026. Statt des Papiertickets kaufst du am Automaten die wiederaufladbare Navigo-Easy-Karte für 2 Euro und lädst darauf Einzelfahrten oder Tagestickets. Alternativ funktioniert die offizielle App des Verkehrsverbunds auf vielen Smartphones als Ticket. Das kontaktlose Bezahlen mit der Bankkarte direkt an der Sperre gibt es bisher nur auf der Linie 14 ab dem Flughafen Orly, eine Fahrt kostet dort 3,35 Euro. Auf weiteren Linien soll es schrittweise bis 2030 folgen.

          Bleibst du von Montag bis Sonntag in Paris, ist das Navigo-Semaine-Ticket für 32,40 Euro fast immer die günstigste Wahl. Es deckt alle Zonen inklusive Flughäfen, Versailles und Disneyland ab, benötigt aber eine Navigo-Découverte-Karte für 5 Euro mit Passfoto.

          Paris hat sein Radwegenetz in den letzten Jahren massiv ausgebaut, viele Uferstraßen und Hauptachsen haben breite, getrennte Fahrstreifen. Die Leihräder von Vélib‘ stehen an Stationen in der ganzen Stadt. Ein Einzelticket mit 45 Minuten kostet 3 Euro. E-Scooter zum Ausleihen gibt es in Paris dagegen nicht mehr, die Stadt hat sie 2023 verboten.

          Einen Mietwagen brauchst du in Paris nicht. Der Verkehr ist dicht, Parkplätze sind knapp und teuer, für viele Straßen im Zentrum gelten Umweltzonen mit französischer Vignette. Für Ausflüge in die Normandie oder an die Loire mietest du ein Auto besser am Stadtrand oder am Flughafen. Taxis und Fahrdienste sind für späte Heimwege nach Betriebsschluss der Metro eine gute Ergänzung.

          Nachtleben in Paris

          Das Pariser Nachtleben beginnt mit dem Apéro. Ab etwa 18 Uhr füllen sich die Terrassen, viele Bars bieten bis 20 oder 21 Uhr eine Happy Hour mit günstigeren Getränken an. Danach geht es zum Essen, erst gegen 23 Uhr beginnt der Abend in Bars und Clubs richtig.

          Die beliebtesten Ausgehviertel liegen im Osten der Stadt. Rund um die Rue Oberkampf und die Rue Jean-Pierre Timbaud im 11. Arrondissement reihen sich günstige Bars aneinander. Im Marais findest du Cocktailbars und die Szene rund um die Rue des Archives. Pigalle hat sich vom Rotlichtviertel zu einem Hotspot mit Cocktailbars und kleinen Konzertsälen entwickelt. Wer Techno mag, fährt in die Clubs am Stadtrand oder an der Seine im 13. Arrondissement.

          Ein Abend in Paris kann teuer werden, vor allem Cocktails in angesagten Bars und der Eintritt in Clubs am Wochenende. Günstiger trinkst du während der Happy Hour. Ein Klassiker zum Ausklang ist ein Spaziergang über die beleuchteten Brücken oder ein Glas Wein am Canal Saint-Martin. Die Türsteher achten in Clubs auf gepflegte Kleidung, Sportschuhe und große Gruppen haben es schwerer.

          Häufige Fragen zu Paris

          Wie viele Tage brauchst du für Paris?

          Für einen ersten Besuch reichen drei bis vier volle Tage, um Eiffelturm, Louvre, Notre-Dame, das Musée d’Orsay und Montmartre ohne Hektik zu sehen. Mit fünf Tagen passt ein Tagesausflug nach Versailles dazu. Eine Woche lohnt sich, wenn du Museen intensiv besuchen oder Ausflüge nach Giverny und ins Disneyland einplanen möchtest.

          Reicht der Personalausweis für eine Reise nach Paris?

          Ja, Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können mit einem gültigen Personalausweis nach Frankreich einreisen. Ein Reisepass ist nicht nötig. Kinder unter 15 Jahren sollten eine beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern dabeihaben, wenn sie nicht mit beiden Elternteilen reisen.

          Lohnt sich der Paris Museum Pass?

          Der Paris Museum Pass lohnt sich, wenn du an zwei Tagen mindestens fünf bis sechs zahlungspflichtige Museen oder Monumente besuchst. Für zwei Tage kostet er 85 Euro. Für EU-Bürger unter 26 Jahren lohnt er sich meist nicht, weil viele staatliche Museen für sie kostenlos sind.

          Was kostet ein Wochenende in Paris?

          Für drei Tage in Paris solltest du in der Mittelklasse mit 175 bis 255 Euro pro Person und Tag rechnen, inklusive Hotel, Essen, Nahverkehr und Eintritten. Mit Hostel, Picknick und kostenlosen Sehenswürdigkeiten kommst du mit 75 bis 130 Euro pro Tag aus. Die An- und Abreise kommen jeweils dazu.

          Wie komme ich vom Flughafen in die Pariser Innenstadt?

          Vom Flughafen Charles-de-Gaulle fährt der RER B in 25 bis 30 Minuten ins Zentrum, vom Flughafen Orly die Metrolinie 14 in rund 25 Minuten. Für beide Strecken brauchst du das Flughafenticket für 14 Euro. Taxis fahren zu Festpreisen zwischen 36 und 65 Euro, je nach Flughafen und Seine-Ufer.

          Kann ich in der Pariser Metro mit Karte zahlen?

          Kontaktloses Bezahlen mit der Bankkarte direkt an der Sperre funktioniert bisher nur auf der Metrolinie 14 ab dem Flughafen Orly. Auf den übrigen Linien brauchst du die Navigo-Easy-Karte für 2 Euro, auf die du Fahrten lädst, oder die offizielle App. Das Papierticket gilt in Metro und RER nur noch bis zum 15. Dezember 2026.

          Ist Paris für Touristen sicher?

          Paris ist für Touristen grundsätzlich sicher, Gewaltverbrechen gegen Besucher sind selten. Das größte Risiko sind Taschendiebstähle in der Metro und an Sehenswürdigkeiten. Frankreich gilt unter dem Sicherheitsplan Vigipirate mit der höchsten Terrorwarnstufe, das Auswärtige Amt rät deshalb zu Aufmerksamkeit an belebten Orten.

          Wann ist die beste Reisezeit für Paris?

          Die beste Reisezeit für Paris sind die Monate April bis Juni sowie September und Oktober. Dann liegen die Temperaturen zwischen 17 und 23 Grad, die Parks sind grün und die Warteschlangen kürzer als im Hochsommer. Der Winter eignet sich für einen günstigen Museumsurlaub mit leeren Sälen.

          Fazit: Lohnt sich Paris als Reiseziel?

          Paris lohnt sich für fast jeden Reisetyp, ob beim ersten Besuch oder beim zehnten. Kunstliebhaber finden mit Louvre und Orsay zwei der wichtigsten Museen der Welt, Genießer eine Esskultur vom Croissant bis zum Sternemenü. Paare schätzen die Abende an der Seine und in Montmartre, Familien die Parks und das Disneyland. Die Stadt ist teuer, mit früher Buchung, einem Navigo-Ticket und Mittagsmenüs bleibt sie aber bezahlbar.

          Entscheidend für einen entspannten Aufenthalt sind gute Planung und ein zentral gelegenes Hotel. Buche Zeitfenster für die großen Sehenswürdigkeiten vorab, reise im Frühling oder Frühherbst und nimm dir Zeit zum Flanieren. Wenn du Paris mit weiteren Zielen kombinieren möchtest, hilft dir unser Ratgeber, wie du deine Frankreich-Reise planst.

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