Eine schmale, malerische Gasse auf der griechischen Insel Milos. Weiße Häuser mit blauen Türen und Fenstern säumen den Weg aus unregelmäßigem Kopfsteinpflaster. Über den Tischen eines kleinen Cafés im Freien blühen üppige, pinkfarbene Bougainvillea-Blumen.

Griechenland Reise planen – Preise, Reiseziele und wichtige Tipps

Guide

Griechenland gehört zu den ältesten Reisezielen Europas und zieht Jahr für Jahr Millionen Besucher an. Antike Tempel, traumhafte Inseln, tiefblaues Wasser und eine Küche, die sich in der Einfachheit ihrer Zutaten entfaltet: Das Land im Südosten Europas bietet eine Kombination, die kaum ein anderes Reiseziel so leicht erreicht.

Steckbrief Griechenland

Hauptstadt Athen
Fläche ca. 131.957 km²
Einwohnerzahl ca. 10,4 Millionen (2024)
Landessprache Griechisch
Währung Euro (€)
Zeitzone EET (UTC+2) / EEST (UTC+3) – ganzjährig 1 Stunde vor Deutschland
Staatsform Parlamentarische Republik
Stromspannung 230 V / 50 Hz, Typ F (Schuko)

Griechenland als Reiseziel – Was macht das Land besonders?

Reisen in Griechenland bedeutet, Geschichte buchstäblich unter den Füßen zu spüren. Das Land war die Wiege der westlichen Zivilisation, und dieser Ursprung ist überall spürbar: in den Ruinen der Akropolis, in den Tempeln auf dem Peloponnes, in den orthodoxen Klöstern, die auf Felsen thronen.

Gleichzeitig wartet Griechenland mit einer Vielfalt auf, die weit über das Klischee der weißgetünchten Inselarchitektur hinausgeht.

Drei Dinge stechen besonders hervor: Erstens die Dichte an Geschichte und Kultur, die kein anderes europäisches Land in dieser Form bietet. Zweitens die Inselwelt mit über 220 bewohnten Inseln, von denen jede ihr eigenes Tempo und ihren eigenen Charakter hat. Drittens die Kulinarik, die auf frischen, regionalen Zutaten basiert und selbst einfache Gerichte zu einem Erlebnis macht. Dass Griechenland innerhalb der Eurozone liegt, erleichtert die Reiseplanung zusätzlich.

Kultur in Griechenland

Die griechische Kultur ist tief verwurzelt in Gastfreundschaft, religiösen Traditionen und einer ausgeprägten Verbundenheit zur Familie. Der Begriff Philoxenia, die Freundlichkeit gegenüber Fremden, ist kein Werbeversprechen, sondern eine gelebte Haltung. Besucher werden in kleinen Dörfern noch immer spontan zum Kaffee eingeladen.

Die griechisch-orthodoxe Kirche prägt das öffentliche Leben stark. Feiertage, Festumzüge und Gottesdienste sind fester Bestandteil des Alltags. Wer Kirchen oder Klöster besichtigt, sollte auf angemessene Kleidung achten: Schultern und Knie sollten bedeckt sein.

Englisch wird in touristischen Gebieten, Städten und auf den Hauptinseln gut gesprochen. Auf dem Land oder abseits der Touristenpfade sind Englischkenntnisse seltener. Einfache griechische Begriffe wie „Efcharistó“ (Danke) oder „Kalimera“ (Guten Morgen) kommen immer gut an.

Besonderheiten & kulturelle Highlights

Griechenland bietet eine Reihe von Erfahrungen, die sich nirgendwo sonst so erleben lassen. Viele davon sind an die Jahreszeiten gebunden, andere das ganze Jahr über zugänglich.

Das größte religiöse Fest des Landes ist Ostern (Pascha). In Griechenland wird Ostern mit einer Inbrunst gefeiert, die Weihnachten in den Schatten stellt. Die Mitternachtsmesse, das gemeinsame Osterlamm und die beleuchteten Straßen schaffen eine Atmosphäre, die schwer zu beschreiben ist. Wer Ostern in Griechenland erlebt, erlebt das Land von einer ganz anderen Seite.

Ebenso beeindruckend sind die sommerlichen Panegyria, lokale Dorffeste rund um den Namenstag des Schutzpatrons einer Gemeinde. Mit Live-Musik, Tanz und Festessen gehören sie zu den authentischsten Erfahrungen abseits der Touristenrouten.

Kulturell besonders lohnend sind:

  • Besuch einer orthodoxen Klosteranlage, etwa in Meteora oder auf dem Berg Athos (für Männer zugänglich).
  • Traditionelle Bouzouki-Abende in Tavernas, wo Rembetiko-Musik gespielt wird – die griechische Entsprechung des Blues.
  • Archäologische Museen wie das Nationalmuseum in Athen, das zu den bedeutendsten der Welt zählt.
  • Karneval (Apokries) in Patras, einer der größten Karnevalsveranstaltungen Europas.

Wichtig: Beim Besuch von Kirchen und Klöstern sind bedeckte Schultern und Knie Pflicht. Viele Einrichtungen haben Leihtücher vor Ort, aber es empfiehlt sich, ein leichtes Tuch einzupacken.

Die beste Reisezeit für Griechenland

Griechenland hat ein mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern im Süden. Die optimale Reisezeit hängt davon ab, was auf dem Programm steht.

Frühling (April bis Mitte Juni) ist für viele Reisende die schönste Jahreszeit. Die Temperaturen sind angenehm, die Natur blüht, und die touristischen Hochburgen sind noch nicht überfüllt. Wandern, Sightseeing in Athen und Ausflüge auf die Inseln sind in dieser Zeit besonders empfehlenswert.

Sommer (Juli und August) ist Hochsaison. Temperaturen von 35 bis über 40 Grad, volle Strände auf Santorini und Mykonos sowie deutlich höhere Preise prägen diese Zeit. Wer die Inseln im Sommer besucht, sollte frühzeitig buchen. Der Meltemi, ein kräftiger Nordwind, der im Sommer über die Ägäis fegt, bringt zwar etwas Abkühlung, kann aber Fährenverbindungen verzögern oder streichen.

Herbst (September bis Oktober) ist neben dem Frühling die beste Reisezeit. Das Meer ist noch warm, die Temperaturen fallen auf angenehme 25 bis 30 Grad, die Menschenmassen lösen sich auf. Viele Inseln und Restaurants sind noch geöffnet.

Winter (November bis März) ist ruhig, günstig und für Städtereisen nach Athen oder Thessaloniki gut geeignet. Auf den meisten Inseln schließen Hotels und Restaurants in dieser Zeit, das Leben zieht sich in den Alltag der Einheimischen zurück. Für Wanderungen im Zentralmassiv oder auf Kreta bietet der Winter milde Bedingungen.

Tipp zur Reisezeit: Wer Santorini oder Mykonos ohne Gedränge erleben möchte, sollte Mai oder September wählen. Die Preise sind dann deutlich günstiger, das Erlebnis mindestens genauso schön.

Die Regionen Griechenlands im Überblick

Griechenland gliedert sich in das griechische Festland, die Halbinsel Peloponnes sowie mehrere große Inselgruppen. Für die Reiseplanung lohnt ein kurzer Überblick:

  • Athen & Attika – Die Hauptstadt ist Pflichtprogramm: Akropolis, Altstadt Plaka, Nationalmuseum. Als Basis für Ausflüge in den Süden ideal.
  • Peloponnes – Antike Stätten wie Mykene, Epidauros und Olympia, dazu malerische Küstenstädte wie Nafplio. Weniger überlaufen als die Inseln.
  • Kykladen (Santorini, Mykonos, Naxos, Paros) – Das Herzstück der griechischen Inselwelt. Ikonische Architektur, kristallklares Wasser, lebhaftes Nachtleben auf Mykonos.
  • Kreta – Größte griechische Insel mit eigenem Charakter, beeindruckenden Schluchten, minoischen Ausgrabungsstätten und einer eigenständigen Küche.
  • Dodekanes (Rhodos, Kos, Patmos) – Inseln mit starkem historischen Erbe, von der Johanniterburg auf Rhodos bis zur Offenbarungsgrotte auf Patmos.
  • Ionische Inseln (Korfu, Kefalonia, Zakynthos) – Im Westen Griechenlands, grüner und feuchter als die Ägäis. Korfu mit venezianischem Altstadtflair, Zakynthos mit der berühmten Navagio-Bucht.
  • Thessaloniki & Nordgriechenland – Die zweitgrößte Stadt des Landes gilt als Geheimtipp: lebendige Gastronomie, byzantinisches Erbe, entspannte Atmosphäre.
  • Zentralgriechenland (Meteora, Delphi) – Meteora mit seinen Felsenklöstern und Delphi mit dem Orakel-Heiligtum gehören zu den beeindruckendsten Stätten des Landes.

Was kostet eine Reise nach Griechenland?

Griechenland gilt im europäischen Vergleich als mittelpreisiges Reiseziel. Die Kosten variieren je nach Reisestil, Insel und Jahreszeit erheblich. Auf Santorini und Mykonos in der Hochsaison sind Preise auf westeuropäischem Niveau keine Seltenheit, während die nordgriechischen Regionen oder weniger bekannte Inseln deutlich günstiger sind.

Unterkunft

Einfache Pensionen und Hostels sind bereits ab 25 bis 45 Euro pro Nacht verfügbar. Mittelklasse-Hotels und Apartments kosten in der Regel zwischen 70 und 130 Euro, je nach Lage und Saison. Wer in einem der bekannten Höhlenhäuser auf Santorini mit Caldera-Blick übernachten möchte, sollte in der Hochsaison mit 250 bis über 500 Euro pro Nacht rechnen. Auf Kreta oder dem Peloponnes ist die Preisspanne deutlich entspannter.

Zu den Übernachtungspreisen kommt seit 2024 eine Klimasteuer hinzu, die pro Nacht und Zimmer erhoben wird und nicht immer im Buchungspreis enthalten ist. Die Höhe richtet sich nach Unterkunftskategorie und Reisezeitraum: In der Hauptsaison von April bis Oktober zahlen Gäste in Zwei-Sterne-Hotels 2 Euro pro Nacht, in Drei-Sterne-Hotels 5 Euro und in Fünf-Sterne-Häusern bis zu 15 Euro. Bei Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb können bis zu 8 Euro pro Nacht fällig werden. Die Steuer wird meist direkt vor Ort in bar entrichtet.

Essen & Trinken

Günstig essen geht in Griechenland sehr gut. Ein Souvlaki oder Gyros vom Stand kostet 2 bis 4 Euro. Ein Mittagessen in einer einfachen Taverna liegt bei 10 bis 20 Euro pro Person. Abendessen mit Vorspeisen, Hauptgang und einem Glas Wein bewegen sich im mittleren Segment zwischen 25 und 45 Euro. Auf den Touristeninseln in Strandlage können die Preise für dieselbe Qualität doppelt so hoch sein.

Transport

Inlandsflüge zwischen Athen und den Inseln sind oft erschwinglich und sparen viel Zeit. Fähren sind die romantischere, aber langsamere Option und je nach Strecke sehr günstig (ab ca. 15 bis 40 Euro) oder deutlich teurer bei schnellen Highspeed-Verbindungen. Die U-Bahn in Athen kostet 1,20 Euro pro Fahrt; das Ticket gilt 90 Minuten und ist auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt gültig, also auch für Bus und Straßenbahn. Ein Mietwagen auf Kreta oder anderen großen Inseln ist oft sinnvoll und ab ca. 30 bis 50 Euro pro Tag erhältlich.

Aktivitäten & Eintrittspreise

Die Akropolis kostet 30 Euro Eintritt; eine Kombikarte für sieben antike Stätten ist für 36 Euro erhältlich. EU-Bürger unter 25 Jahren zahlen keinen Eintritt, für Personen über 65 Jahren gilt außerhalb der Hochsaison ein ermäßigter Preis. Archäologische Stätten wie Delphi oder Olympia liegen bei 12 bis 15 Euro. Bootstouren und Ausflüge beginnen bei etwa 25 bis 40 Euro. Viele Strände sind kostenlos, manche populären Strände auf den Inseln erheben jedoch Gebühren für Liegestühle und Sonnenschirme.

Tagesbudget-Übersicht (2026)

Reisestil Unterkunft Essen Transport & Aktivitäten Gesamt pro Tag
Budget 25–45 € 15–25 € 10–20 € ca. 50–90 €
Mittelklasse 70–130 € 30–50 € 20–40 € ca. 120–220 €
Komfort 150–400 € 60–100 € 50–100 € ca. 260–600 €

Top-Sehenswürdigkeiten in Griechenland

Griechenland hat mehr bedeutende Stätten und Orte, als sich in einer einzigen Reise erkunden lassen. Hier sind die Highlights, die bei einer ersten Reise auf der Liste stehen sollten.

Akropolis, Athen
Das Wahrzeichen Griechenlands thront über der Stadt und ist eines der bedeutendsten archäologischen Ensembles der Welt. Der Parthenon, das Erechtheion und das Propyläen-Tor beeindrucken selbst nach jahrzehntelanger Restaurierung. Der Blick von der Felskuppe über Athen bei Sonnenuntergang ist unvergesslich. Früh morgens lohnt sich der Besuch besonders, bevor die Kreuzfahrtgruppen eintreffen.

Santorini (Thira)
Die halbmondförmige Caldera, die durch einen gewaltigen Vulkanausbruch entstand, ist eines der dramatischsten Landschaftsbilder Europas. Die Dörfer Oia und Fira mit ihren weißen Häusern und blauen Kuppeln sind ikonisch. Die Insel ist teuer und im Sommer extrem voll, bietet aber eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Wer Santorini oder Mykonos per Kreuzfahrt anläuft, sollte wissen, dass seit 2025 eine Ankunftsgebühr von 20 Euro pro Person fällig wird; bei anderen Destinationen wie Athen oder Kreta sind es 5 Euro pro Person.

Lokaler Tipp zu Santorini: Der berühmte Sonnenuntergang in Oia zieht täglich Hunderte Besucher an. Wer die gleiche Stimmung ohne Gedränge erleben möchte, weicht nach Imerovigli aus, das einen genauso wunderschönen Blick bietet.

Meteora
Auf senkrechten Felsnadeln im zentralgriechischen Thessaly stehen sechs noch aktive Klöster, die teilweise aus dem 14. Jahrhundert stammen. Die Anlage zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Morgens liegt Meteora oft im Nebel, was die Szenerie noch eindrucksvoller macht. Ein Besuch lässt sich gut mit einer Busreise von Athen oder Thessaloniki kombinieren.

Knossos & Kreta
Der minoische Palast von Knossos nahe Heraklion gilt als älteste Palastanlage Europas, rund 3.500 Jahre alt. Kreta selbst bietet weit mehr: die traumhafte Samaria-Schlucht, die schöne Altstadt von Chania, wildromantische Bergdörfer im Hinterland und Strände, die es mit der Karibik aufnehmen können.

Rhodos-Altstadt
Die mittelalterliche Altstadt von Rhodos ist vollständig von den Mauern des Johanniterordens umgeben und UNESCO-Welterbe. Der Orden herrschte von 1309 bis 1523 über die Insel und baute die Stadt in dieser Zeit zu einer eindrucksvollen Festungsanlage aus. Die Ritterstraße (Odos Ippoton) führt durch ein bemerkenswert gut erhaltenes mittelalterliches Ensemble. Wer Rhodos nur als Pauschalurlaubsziel kennt, wird von der historischen Substanz der Stadt überrascht sein.

Delphi
Das antike Orakel von Delphi liegt auf einem Bergsporn oberhalb des Korinthischen Golfes in einer der schönsten Landschaften Griechenlands. Das Apollon-Heiligtum, das Stadion und das dortige Museum mit dem berühmten Bronzewagenlenker gehören zu den eindrucksvollsten Stätten der antiken Welt. Ein Tagesausflug von Athen ist gut möglich.

Navagio-Bucht, Zakynthos
Das türkisblaue Wasser, die weißen Klippen und das verrostete Schiffswrack am Strand machen diese Bucht zu einem der meistfotografierten Orte Griechenlands. Zugänglich ist sie nur per Boot. Wer von oben schaut, findet an den Klippen einen Aussichtspunkt, der für sich allein die Reise rechtfertigt.

Nafplio & Peloponnes
Nafplio war die erste Hauptstadt des modernen Griechenlands und gilt als eine der schönsten Städte des Landes. Kopfsteinpflastergassen, venezianische Festungsanlagen und eine entspannte Atmosphäre ohne Massentourismus machen die Stadt zum idealen Ausgangspunkt für den Peloponnes. Mykene, Epidauros und Tiryns liegen alle in Tagesausflugs-Reichweite.

Essen & Trinken in Griechenland

Die griechische Küche lebt von Qualität und Einfachheit: frisches Olivenöl, aromatische Kräuter, Meeresfrüchte und saisonales Gemüse. In keinem anderen Land Europas schmeckt ein simpler Bauernsalat so gut wie hier.

Zu den typischen Gerichten gehören Moussaka (Auflauf mit Aubergine und Hackfleisch), Souvlaki (Fleischspieße), Spanakopita (Spinat-Käse-Gebäck), Dolmades (gefüllte Weinblätter), Saganaki (gebratener Käse) und frischer Fisch direkt vom Hafen.

Jede Region hat Eigenheiten: Kreta ist für sein Olivenöl berühmt, Thessaloniki für seine Streetfood-Kultur, die Ägäis-Inseln für Meeresfrüchte.

Streetfood ist allgegenwärtig. Eine Gyros-Pita kostet 2 bis 4 Euro, Loukoumades (frittierte Teigbällchen mit Honig) sind auf jedem Markt zu finden. Wer in der Früh griechisches Frühstück sucht, findet es im Café nebenan: starker Freddo-Espresso, Tiropita und der Blick auf die Gasse.

Griechische Küche ist für Vegetarier gut geeignet. Viele traditionelle Gerichte sind von Natur aus pflanzlich, vor allem in der orthodoxen Fastenzeit. Vegane Optionen sind in größeren Städten zunehmend vorhanden.

Leitungswasser ist in Athen und auf dem Festland trinksicher. Auf vielen Inseln, insbesondere kleineren, wird Trinkwasser importiert oder entsalzt und sollte nur abgekocht oder als Flaschenwasser konsumiert werden. Im Zweifel beim Hotel nachfragen.

Lokale Getränke, die einen Versuch wert sind: Ouzo (Anisschnaps, am besten mit Meeresfrüchten), Tsipouro (Traubentrester-Destillat), griechischer Wein aus Rebsorten wie Assyrtiko oder Xinomavro sowie der starke griechische Mokka, der in Griechenland einfach Ellinikós heißt.

Einreise für deutsche Staatsangehörige

Griechenland ist Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Deutsche Staatsangehörige benötigen kein Visum und können mit dem Personalausweis einreisen. Ein Reisepass ist nicht zwingend erforderlich, aber empfehlenswert. Die Aufenthaltsdauer ist für EU-Bürger nicht auf 90 Tage beschränkt.

Aktuelle Einreisebedingungen können sich ändern. Verbindliche Informationen liefert das Auswärtige Amt.

Währung & Geld in Griechenland

Griechenland zahlt mit dem Euro, womit Wechselkursschwankungen für Reisende aus Deutschland kein Thema sind. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die Zahlungsgewohnheiten vor Ort.

In Städten, größeren Hotels und Restaurants auf den touristischen Hauptinseln werden Kreditkarten weitgehend akzeptiert. In kleineren Tavernen, auf Märkten, bei Fähren kleinerer Gesellschaften und in Dörfern abseits der Touristenpfade ist Bargeld nach wie vor wichtig.

Geldautomaten sind in touristischen Gebieten gut verfügbar, auf kleineren Inseln kann die Auswahl eingeschränkt sein. Dabei sollte man die Abhebegebühren im Blick behalten: Deutsche Banken verlangen für Verfügungen an ausländischen Automaten häufig zwischen 4 und 10 Euro pro Transaktion, unabhängig vom abgehobenen Betrag. Wer mehrfach Bargeld abheben möchte, fährt mit einer gebührenfreien Reisekreditkarte deutlich günstiger.

Trinkgeld ist in Griechenland üblich, aber nicht verpflichtend. In Restaurants rundet es sich höflich auf den nächsten geraden Betrag auf oder gibt 5 bis 10 Prozent, wenn der Service gut war. Das Trinkgeld wird direkt an die Bedienung übergeben, nicht auf dem Kartenterminal hinterlassen.

Internet & Kommunikation

Als EU-Mitglied gilt in Griechenland das EU-Roaming. Mit einem deutschen Mobilfunkvertrag kann das heimische Datenvolumen zu gleichen Konditionen genutzt werden, sofern der Tarif EU-Roaming einschließt. Das ist für die meisten deutschen Verträge der Fall.

Die Netzabdeckung ist in Städten, auf den Hauptinseln und entlang der Küsten gut. In abgelegenen Bergregionen oder auf sehr kleinen Inseln kann das Signal schwach oder nicht vorhanden sein. WLAN ist in Hotels und Restaurants nahezu überall verfügbar.

Sicherheit & Gesundheit

Griechenland gilt als sicheres Reiseziel. Das Auswärtige Amt hat keine Reisewarnung ausgesprochen. In touristischen Gebieten wie dem Athener Omonia-Platz oder in überfüllten Bereichen der Inseln sollte auf Taschendiebstahl geachtet werden.

Für die Einreise sind keine Pflichtimpfungen erforderlich. Der übliche Standardimpfschutz wird empfohlen. Im Sommer ist die Hitze das größte Gesundheitsrisiko: ausreichend trinken, Mittagshitze meiden und Sonnenschutz nicht vergessen. Wasserqualität und Lebensmittelhygiene sind auf einem hohen Standard.

Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) gilt in Griechenland. Damit sind Behandlungen im staatlichen Gesundheitssystem abgedeckt. Da die Kapazitäten auf kleinen Inseln begrenzt sein können, empfiehlt sich dennoch eine ergänzende Auslandskrankenversicherung, die auch einen Krankenrücktransport abdeckt.

Steckdosen in Griechenland

Griechenland verwendet den Steckertyp F, also denselben Schuko-Stecker wie in Deutschland. Ein Adapter ist nicht notwendig. Die Netzspannung beträgt 230 Volt bei 50 Hz, identisch mit dem deutschen Standard. Alle deutschen Geräte funktionieren problemlos ohne Umrüstung.

Häufige Fragen zu Griechenland

Brauche ich ein Visum für Griechenland?

Nein. Als EU-Bürger kannst du visumfrei nach Griechenland einreisen. Die Einreise ist mit dem deutschen Personalausweis möglich, ein Reisepass ist nicht erforderlich. Eine Aufenthaltsbeschränkung gibt es für EU-Staatsangehörige nicht.

Was ist die beste Reisezeit für Griechenland?

Frühling (April bis Mitte Juni) und Herbst (September bis Oktober) sind die schönsten Reisezeiten. Die Temperaturen sind angenehm, die Strände und Sehenswürdigkeiten deutlich weniger überlaufen. Wer Inseln wie Santorini im Hochsommer besucht, zahlt mehr und steht in der Schlange.

Wie viel Geld brauche ich für Griechenland?

Das hängt stark vom Reisestil und der gewählten Region ab. Budgetreisende kommen mit 50 bis 90 Euro pro Tag aus, Mittelklasse-Reisende mit 120 bis 220 Euro. Santorini und Mykonos in der Hochsaison liegen preislich deutlich darüber. Regionen wie der Peloponnes oder Thessaloniki sind spürbar günstiger.

Ist Griechenland sicher für Alleinreisende?

Ja. Griechenland ist eines der sichersten Reiseziele Europas. Die Kriminalitätsrate ist niedrig, die Bevölkerung gegenüber Reisenden ausgesprochen freundlich. Alleinreisende Frauen berichten in der Regel von unkomplizierten, positiven Erfahrungen.

Wie lange sollte eine Griechenland-Reise dauern?

Für Athen und eine oder zwei Inseln sind mindestens 8 bis 10 Tage empfehlenswert. Wer Kreta, den Peloponnes und die Kykladen kombinieren möchte, sollte zwei Wochen einplanen. Reisen über drei Wochen erlauben es, auch weniger bekannte Regionen wie die Ionischen Inseln oder Nordgriechenland zu erkunden.

Kann ich zwischen den griechischen Inseln mit der Fähre reisen?

Ja, Fähren sind das wichtigste Verkehrsmittel zwischen den Inseln. Die Verbindungen sind gut ausgebaut, besonders zwischen den Kykladen-Inseln und ab dem Hafen Piräus in Athen. Schnellboote sind teurer, aber deutlich schneller.

Im Sommer solltest du Tickets früh buchen, da beliebte Routen schnell ausverkauft sind. Beachte außerdem, dass der Meltemi-Wind im Juli und August zu Verspätungen oder Ausfällen führen kann.

Ist das Leitungswasser in Griechenland trinkbar?

Auf dem Festland und in Athen ist das Leitungswasser trinkbar. Auf vielen Inseln, vor allem kleineren, wird Wasser importiert oder entsalzt und sollte nicht direkt getrunken werden. Im Zweifel beim Hotel nachfragen oder auf Flaschenwasser zurückgreifen.

Alle Angaben nach bestem Wissen; Preise, Einreisebedingungen und Infrastruktur können sich ändern. Eine Prüfung über das Auswärtige Amt sowie offizielle griechische Behördenquellen vor Reiseantritt wird empfohlen.

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