Wetter & Klima in Spanien – Beste Reisezeit und Klimatabelle

Guide

Spanien ist eines der klimatisch vielfältigsten Länder Europas. Auf der Iberischen Halbinsel treffen atlantische Westwinde auf mediterrane Wärme, und das Hochplateau im Innern entwickelt im Sommer eine Hitze, die selbst hart gesottene Sonnenanbeter in den Schatten treibt.

Wer die beste Reisezeit für Spanien sucht, stößt dabei auf eine wichtige Erkenntnis: Das Wetter in Spanien hängt weniger vom Monat ab als davon, in welche Region du reist. Dieser Beitrag gibt dir einen vollständigen Überblick über das Klima in Spanien, erklärt alle zwölf Monate, zeigt die regionalen Unterschiede und hilft dir dabei, deinen Urlaub optimal zu planen.

Klima in Spanien – Ein Überblick

Spanien erstreckt sich über rund 505.000 Quadratkilometer und liegt geografisch zwischen dem Atlantik im Westen, dem Mittelmeer im Osten sowie dem afrikanischen Kontinent im Süden. Diese Lage sorgt für eine bemerkenswerte Klimavielfalt, die in Europa ihresgleichen sucht.

Grob lassen sich vier Klimazonen unterscheiden. An der Nordküste (Galicien, Asturien, Baskenland) herrscht atlantisches Klima mit gemäßigten Temperaturen und deutlich mehr Regen als im Rest des Landes. Das zentrale Hochplateau (Meseta) rund um Madrid und Kastilien ist kontinental geprägt: bitterkalte Winter mit Frost und Schnee, heiße und trockene Sommer mit Temperaturen weit über 35 °C. An der Mittelmeerküste (Barcelona, Valencia, Costa del Sol) und auf den Balearen gilt das klassische mediterrane Klima mit milden Wintern und heißen, nahezu regenfreien Sommern. Eine absolute Sonderstellung nehmen die Kanarischen Inseln ein: Ihr subtropisches Klima sorgt ganzjährig für angenehme Temperaturen zwischen 18 und 28 °C.

Das Wetter in Spanien im Urlaub wird für die meisten Reisenden durch die Mittelmeerküste und die Inseln definiert. Genau das verbinden viele mit Spanien: viel Sonne, trockene Sommer und milde Winter. Doch das Land hat weitaus mehr zu bieten.

Spanien zählt zu den sonnigsten Ländern Europas. Im Landesdurchschnitt kommen viele Regionen auf 2.600 bis 3.300 Sonnenstunden pro Jahr – der Golf von Cádiz gehört zu den sonnenreichsten Flecken des gesamten Kontinents.

Klimatabelle Spanien – Temperaturen und Niederschlag nach Monaten

Die folgende Tabelle zeigt langjährige Durchschnittswerte für die spanische Mittelmeerküste – das typische Klima an Zielen wie Barcelona, Valencia oder der Costa del Sol. Beachte, dass im Norden Spaniens erheblich mehr Regen fällt und die Temperaturen kühler sind, während das Inland (Madrid, Kastilien) noch heißere Sommer und deutlich kältere Winter kennt. Auf den Kanaren sind die Temperaturen das gesamte Jahr über gleichmäßiger und ausgeglichener.

Monat Max. Temp. (°C) Min. Temp. (°C) Niederschlag (mm) Sonnenstunden/Tag Meerestemperatur (°C)
Januar 15 7 55 5 15
Februar 16 8 45 6 14
März 19 10 45 7 15
April 21 12 45 8 16
Mai 25 15 35 9 18
Juni 29 19 15 10 22
Juli 33 22 5 12 25
August 33 22 10 11 26
September 28 19 30 9 24
Oktober 23 15 65 7 22
November 18 11 70 5 19
Dezember 15 8 60 5 16

Alle Angaben sind langjährige Mittelwerte für die spanische Mittelmeerküste (Stand: Juni 2026). Regionale Abweichungen können erheblich sein – vor Reiseantritt aktuelle Klimadaten für dein Ziel prüfen.

Die beste Reisezeit für Spanien

Wann du nach Spanien reisen solltest, hängt weniger vom Kalender ab als davon, was du vorhast. Das Land eignet sich grundsätzlich das gesamte Jahr über als Reiseziel – aber für jeden Urlaubstyp gibt es klar bessere und weniger empfehlenswerte Monate.

Beste Reisezeit für Strand & Baden

An der Mittelmeerküste und auf den Balearen sind Mai bis Oktober die idealen Monate für Strandurlaub. Die Wassertemperaturen steigen von rund 18 °C im Mai auf wohlig warme 26 °C im August. Wer die volle Hochsaison meiden möchte, reist am besten im Mai, Juni oder September: Die Temperaturen sind angenehm, die Strände überschaubar voll, die Preise spürbar günstiger als im August.

Wer ganzjährig am Strand entspannen möchte, ist auf den Kanarischen Inseln das gesamte Jahr über richtig. Selbst im Januar liegen die Wassertemperaturen dort bei 19 bis 20 °C, und sonnige Tage sind die Regel.

Beste Reisezeit für Städtereisen & Kultur

Für Städtetrips nach Madrid, Barcelona oder Sevilla empfehlen sich März bis Mai sowie September bis November. Im Frühling blühen die Parks, die Temperaturen liegen bei angenehmen 15 bis 25 °C, und die Städte sind belebt ohne das Gedränge des Hochsommers. Im September und Oktober ist das Licht wunderschön, die Hitze lässt nach, und die Veranstaltungskalender sind prall gefüllt.

Sevilla zählt zu den heißesten Städten Europas: Im Juli werden dort regelmäßig Tageswerte von 40 °C und mehr gemessen. Für ausgedehnte Sightseeing-Touren im Hochsommer ist das eine echte Herausforderung – Frühling und Herbst sind hier die klar bessere Wahl.

Beste Reisezeit für Wandern & Natur

Wanderfreunde sind in Spanien das gesamte Jahr aktiv. In den Pyrenäen, der Sierra Nevada und auf den Kanaren warten traumhafte Routen. Auf dem Festland sind April bis Juni sowie September bis Oktober ideal: Die Natur zeigt sich in sattem Grün oder warmen Herbstfarben, die Temperaturen sind angenehm gemäßigt. Den Jakobsweg (Camino de Santiago) gehen die meisten Pilger zwischen Mai und September. Wer ruhigere Verhältnisse bevorzugt, startet besser im April oder Oktober.

Beste Reisezeit für Wintersport

Spanien ist längst kein reines Sommerziel. In den Pyrenäen und in der Sierra Nevada bei Granada dauert die Skisaison von Dezember bis März. Die Sierra Nevada ist das südlichste Skigebiet Europas und ermöglicht ein außergewöhnliches Erlebnis: morgens Skifahren auf 3.000 Metern Höhe, nachmittags an der nahen Küste Andalusiens in der Sonne sitzen.

Spanien Wetter Monat für Monat

Alle zwölf Monate auf einen Blick – mit konkreten Temperaturangaben, Wettercharakter und Empfehlungen, für wen welcher Monat geeignet ist.

Wetter in Spanien im Januar

Der Januar ist der kälteste Monat auf dem Festland. In Madrid können die Nächte auf bis zu -5 °C abkühlen, tagsüber werden durchschnittlich nur 9 °C erreicht. An der Mittelmeerküste zeigt sich das Wetter in Spanien im Januar deutlich freundlicher: In Barcelona liegen die Höchstwerte bei 13 °C, in Valencia bei 15 °C, in Málaga sogar bei 17 °C. Die Kanarischen Inseln sind im Januar eine ausgezeichnete Wahl: Auf Teneriffa und Gran Canaria werden 20 bis 22 °C erreicht, bei wenig Regen und ordentlich Sonne. Für Städtereisen ins Inland ist der Januar die günstigste und ruhigste Zeit des Jahres.

Wetter in Spanien im Februar

Im Februar hält der Winter weiter an, doch erste Frühlingsboten zeigen sich. In Andalusien blühen die Mandelbäume in atemberaubendem Weiß, besonders in der Region um Granada. Der Karneval fällt meist in den Februar und wird in Cádiz sowie auf Teneriffa mit spektakulärer Ausgelassenheit gefeiert. Das Wetter in Spanien im Februar bleibt an der Küste mild und sonnig, während Madrid oft bewölkt und frisch ist. Reisende, die Festivalatmosphäre bei erträglichen Temperaturen suchen, sind im Süden und auf den Kanaren im Februar sehr gut aufgehoben.

Wetter in Spanien im März

Der März markiert den offiziellen Frühlingsstart. Die Temperaturen steigen merklich: An der Mittelmeerküste werden 17 bis 19 °C erreicht, die Sonnenstunden nehmen spürbar zu. Andalusien erblüht buchstäblich, wenn die Orangenbäume duften und die Landschaft frisches Grün trägt. Die Semana Santa (Karwoche) fällt gelegentlich in den März und zieht Hunderttausende nach Sevilla, Málaga und Granada. Wer Spanien im März bereist, findet gemäßigte Touristenzahlen und angenehme Bedingungen für Kulturreisen. Im Norden ist das Wetter noch unbeständig; Regen in Galicien und dem Baskenland ist normal.

Wetter in Spanien im April

Im April dreht das Wetter endgültig auf Frühling. Tageshöchstwerte von 20 bis 22 °C an der Küste machen erste Strandbesuche möglich, auch wenn das Wasser mit 15 bis 16 °C noch frisch ist. Madrid und das Inland genießen jetzt angenehm milde Tage um 18 °C. Gelegentliche Regenschauer sind im April typisch, besonders im Norden. Ostern (Semana Santa) liegt häufig im April, dann steigen Hotelpreise in beliebten Städten spürbar. Wer diese Ferienwoche umgeht, findet im April ruhige, erschwingliche Reisebedingungen und ein Spanien in voller Frühlingsblüte.

Wetter in Spanien im Mai

Der Mai gilt vielen Spanien-Kennern als einer der besten Reisemonate überhaupt. Die Temperaturen an der Küste erreichen 24 bis 25 °C, das Wasser wärmt sich auf 18 °C auf – angenehm genug für erste Badeausflüge. Das Land zeigt sich in wunderschönem Frühlingsglanz, die Touristenmassen des Sommers sind noch nicht angekommen. In Madrid begeht die Stadt die Fiestas de San Isidro, ihr größtes Volksfest. Für Strand, Kultur und Natur zugleich gibt es im Mai kaum einen besseren Zeitpunkt für eine Spanienreise.

Wetter in Spanien im Juni

Der Juni läutet den Hochsommer ein. An der Küste klettert das Thermometer auf 28 bis 30 °C, das Meer wärmt sich auf 21 bis 22 °C. In Madrid und Sevilla beginnt die Hitze bereits intensiv zu werden, mit Tageswerten zwischen 33 und 37 °C. Die Sonnenstunden erreichen mit durchschnittlich zehn Stunden täglich einen Höchststand. Große Volksfeste wie die Johannisnacht (Noche de San Juan) an vielen Küstenorten machen den Juni lebendig und farbenfroh. Die Touristensaison läuft auf Hochtouren, Hotels in beliebten Orten sind gut ausgebucht.

Wetter in Spanien im Juli

Der Juli ist neben dem August der heißeste Monat des Jahres. Auf dem zentralen Hochplateau werden regelmäßig 38 bis 40 °C gemessen, in Andalusien können Werte von über 42 °C auftreten. An der Küste ist es mit 31 bis 33 °C ebenfalls heiß, doch das Meer bietet mit 24 bis 25 °C traumhafte Abkühlung. Die Strände sind in der Hauptsaison voll, besonders an der Costa del Sol, Costa Brava und auf Mallorca. Das Wetter in Spanien im Juli ist verlässlich sonnig – im gesamten Monat fällt an der Küste kaum Regen. Für Wanderungen im Inland ist der Juli wegen der extremen Hitze wenig empfehlenswert; im Hochgebirge bleibt es hingegen angenehm kühl.

Wetter in Spanien im August

Der August ist der Haupturlaubsmonat der Spanier und vieler Europäer. Temperaturen, Touristenzahlen und Preise befinden sich auf ihrem Jahreshöchststand. Das Wetter in Spanien im August ähnelt dem Juli: heiß, trocken und tagelang sonnig. Die Wassertemperaturen erreichen ihr Maximum von 25 bis 26 °C – das Meer ist herrlich warm. Wer es ruhiger mag, weicht in den Norden Spaniens aus: Galicien und das Baskenland sind im August grün, kühler und deutlich weniger überfüllt. Zu den besonderen Veranstaltungen des Augusts zählt La Tomatina in Buñol (Provinz Valencia), eines der skurrilsten Volksfeste Europas.

Mai und September gelten aus klimatischer Sicht als die besten Kompromissmonate für Spanien: angenehme Temperaturen, wenig Regen, überschaubare Touristenzahlen – und Preise, die spürbar unter dem August-Niveau liegen.

Wetter in Spanien im September

Der September ist für viele Reisende der goldene Monat. Die Temperaturen sind mit 27 bis 29 °C an der Küste noch hochsommerlich, das Meer mit 23 bis 24 °C wunderbar warm. Die Hochsaison klingt ab, Hotels werden wieder erschwinglicher, die Strände leeren sich. Im Inland kühlt sich die Luft nach dem Hochsommer angenehm ab. Wichtig zu wissen: Der September markiert den Beginn der DANA-Saison. Das sind isolierte Höhenkaltluftlagen, die vor allem an der Ostküste zu heftigen, lokalen Unwettern führen können. In den meisten Jahren bleibt der September jedoch herrlich sonnig und stabil.

Wetter in Spanien im Oktober

Im Oktober kühlt Spanien spürbar ab. Tagestemperaturen an der Küste liegen bei 22 bis 24 °C, das Meerwasser hat noch 21 bis 22 °C. Im Inland wird es herbstlich, Madrid erlebt typische Tage mit 18 bis 20 °C. Der Niederschlag nimmt zu, besonders an der Mittelmeerküste. Die Gefahr durch DANA-Ereignisse ist im Oktober am höchsten: Die Hochwasserkatastrophe in der Region Valencia im Oktober 2024 hat gezeigt, wie verheerend diese Wetterlagen sein können. Im Durchschnitt bleibt der Oktober aber ein freundlicher Herbstmonat, der sich gut für Kulturreisen und Wanderungen eignet.

Herbstwarnung: DANA-Ereignisse können im September und Oktober zu extremen Niederschlägen und gefährlichen Sturzfluten an der spanischen Ostküste führen. Verfolge Wetterberichte der spanischen Behörde AEMET (aemet.es) und halte dich von trockenen Flussbetten (Ramblas) fern.

Wetter in Spanien im November

Der November bringt den Herbst ins ganze Land. Die Temperaturen sinken auf 15 bis 18 °C an der Küste; im Inland kann es nachts bereits Frost geben. Der Norden ist jetzt häufig grau und verregnet. Im Süden und auf den Kanaren bleibt das Wetter in Spanien im November aber noch angenehm mild. Mallorca zum Beispiel empfängt Besucher mit 17 °C und wenig Betrieb – ideal für Radfahrer und Wanderer. Wer in der Nebensaison reist, profitiert von deutlich günstigeren Preisen und viel Ruhe an eigentlich überfüllten Orten.

Wetter in Spanien im Dezember

Im Dezember hält der Winter Einzug. Im Landesinnern und im Norden fallen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, in den Pyrenäen liegt Schnee. An der Costa del Sol und in Andalusien sind milde Tage mit 15 bis 17 °C keine Seltenheit. Die Kanarischen Inseln erleben zwischen Weihnachten und Neujahr einen Wintertourismus-Höhepunkt: Auf Teneriffa und Gran Canaria zeigt das Thermometer 20 bis 22 °C, das Meer hat noch 19 °C. In den Skigebieten der Sierra Nevada und der Pyrenäen beginnt die Wintersportsaison – dort herrscht im Dezember reges Treiben auf den Pisten.

Regionale Klimaunterschiede in Spanien

Spanien ist klimatisch außergewöhnlich heterogen. Diese vier Regionen haben so ausgeprägte Klimacharaktere, dass sie deine Reiseentscheidung grundlegend beeinflussen.

Das Grüne Spanien: Atlantische Nordküste

Galicien, Asturien, Kantabrien und das Baskenland werden aus gutem Grund als „Grünes Spanien“ bezeichnet. Der Atlantik beschert dieser Region deutlich mehr Niederschlag als dem Rest des Landes: In Santiago de Compostela fallen rund 1.800 mm Regen im Jahr – fünfmal mehr als im trockenen Almería. Die Temperaturen sind ganzjährig gemäßigt (Sommer: 20 bis 24 °C, Winter: 8 bis 12 °C). Wer grüne Täler, dramatische Küstenklippen und den authentischen Norden ohne Massentourismus sucht, ist hier goldrichtig. Beste Reisezeit: Juni bis September, wenn die Niederschläge am geringsten sind.

Die Meseta: Kontinentales Hochplateau

Madrid, Toledo und weite Teile der beiden Kastilien liegen auf einem Hochplateau in 650 bis 800 Metern Höhe. Das Klima ist extrem kontinental: Die Sommer sind trocken und brennend heiß mit regelmäßigen Temperaturen über 35 °C, die Winter überraschend kalt mit Frost und gelegentlichem Schnee. Der Jahresniederschlag liegt in Madrid bei rund 450 mm. Die Hauptstadt ist im Frühjahr und Herbst bezaubernd schön, der Sommer zermürbend heiß. Beste Reisezeit: April bis Juni und September bis Oktober.

Mittelmeerküste und Balearen

Die Costa Brava, Costa Blanca, Costa del Sol und die Balearen sind das klassische Spanien-Bild vieler Reisender. Das mediterrane Klima garantiert heiße, nahezu regenfreie Sommer und milde, zumeist sonnige Winter. Barcelona hat im Juli durchschnittliche Höchstwerte von 29 °C, Málaga erreicht 31 °C. Die Wassertemperaturen steigen von Mai bis September auf badewannenwarme 24 bis 26 °C. Im Herbst besteht an der Ostküste ein erhöhtes Unwetterrisiko durch DANA. Beste Reisezeit für Baden: Mai bis Oktober.

Kanarische Inseln: Subtropisches Ganzjahresziel

Die Kanaren liegen westlich der afrikanischen Küste auf dem Breitengrad Marokkos. Ihr subtropisches Klima zeichnet sich durch minimale Temperaturschwankungen im Jahresverlauf aus: Im Winter 18 bis 22 °C, im Sommer 25 bis 28 °C. Der kühle Kanarenstrom verhindert drückende Schwüle. Die nordöstlichen Inseln Lanzarote und Fuerteventura sind wüstenartig trocken, der Norden von Teneriffa und La Palma ist üppig grün und neblig feucht. Die Kanaren sind das einzige ganzjährig empfehlenswerte Reiseziel in Spanien – mit einem Wintertourismus-Höhepunkt von Dezember bis Februar.

Extreme Wetterereignisse & Risiken

Spanien ist ein sicheres Reiseland, doch das Klima bringt einige Extremphänomene mit sich, über die du als Reisender informiert sein solltest.

Das größte Sommerrisiko sind Hitzewellen. Regelmäßig strömt im Hochsommer heiße Saharaluft nach Spanien – Temperaturen von über 44 °C sind in Andalusien und Extremadura keine Ausnahme mehr. Die spanische Wetterbehörde AEMET verzeichnete in der Vergangenheit immer frühere und intensivere Hitzephasen. Für Reisende bedeutet das: ausreichend trinken, Mittagshitze meiden und Hochrisikogruppen (ältere Personen, Kinder) besonders schützen.

Eng damit verbunden ist das Risiko von Waldbränden. Von Juni bis September kommt es in Spanien regelmäßig zu großen Busch- und Waldbränden, die sich durch wechselnde Winde rasend schnell ausbreiten können. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass auch Tourismusgebiete betroffen sein können und kurzfristige Straßensperrungen möglich sind (Stand: Juni 2026, auswaertiges-amt.de).

Im Herbst tritt das Phänomen DANA (Depresión Aislada en Niveles Altos) auf. Dabei treffen kalte Luftmassen aus der Höhe auf das noch warme Mittelmeer. Binnen weniger Stunden können extreme Regenmengen fallen, die trockene Flussbetten (Ramblas) in reißende Ströme verwandeln. Die Flutkatastrophe in der Region Valencia im Oktober 2024 mit über 200 Todesopfern hat die Zerstörungskraft dieser Ereignisse vor Augen geführt. Besonders gefährdet sind die Regionen Valencia, Murcia und Almería.

Im Winter und Frühling kann es in Nord- und Zentralspanien zu Verkehrsbehinderungen durch Schneefall und Überschwemmungen kommen. In den Pyrenäen und auf dem kantabrischen Gebirge sind erhebliche Schneemengen keine Ausnahme.

Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise für Spanien findest du jederzeit beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de. Dort werden auch kurzfristige Warnungen bei Extremwetterereignissen veröffentlicht.

Was anziehen? – Kleidungstipps für Spanien

Die richtige Kleidung für Spanien hängt stark von Region und Reisezeit ab. Diese Empfehlungen helfen dir, gut vorbereitet anzureisen.

Sommer / Hochsaison (Juni bis August)

Im Hochsommer reicht leichte Sommerkleidung aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen. Kurze Hosen, T-Shirts und Kleider sind angemessen. Unverzichtbar sind hochwertige Sonnencreme mit LSF 50+, Sonnenbrille und ein Sonnenhut. In klimatisierten Restaurants, Bussen und Einkaufszentren kann es überraschend kühl sein – ein leichter Pullover oder Schal im Rucksack ist praktisch. Wer Kirchen, Moscheen oder andere Kulturstätten besucht, sollte Schultern und Knie bedecken können.

Winter / Nebensaison (Dezember bis Februar)

Im Winter an der Mittelmeerküste reicht tagsüber oft eine mittlere Jacke aus. Im Inland und in Nordspanien sind hingegen warme Winterkleidung, Mantel, Mütze und wasserdichte Schuhe notwendig. Auf den Kanaren genügen leichte Schichten, die sich kombinieren lassen – morgens kühler, mittags warm. In den Bergregionen Sierra Nevada und Pyrenäen gelten dieselben Ausrüstungsregeln wie für alpine Winterurlaube.

Übergangszeit (März bis Mai und September bis November)

Frühling und Herbst sind wetterlich am unberechenbarsten. Das Zwiebelprinzip ist hier das Mittel der Wahl: mehrere Schichten übereinander, die sich je nach Temperatur leicht anpassen lassen. Eine leichte, wasserfeste Jacke ist in diesen Monaten nahezu unverzichtbar. Wer in der Natur unterwegs ist, sollte auf gutes Schuhwerk setzen – nasse Böden und schlüpfrige Pfade können zur Herausforderung werden.

Häufige Fragen zum Wetter in Spanien

Wann ist die beste Reisezeit für Spanien?

Die beste Reisezeit für Spanien liegt im Mai und Juni sowie im September und Oktober. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm warm, die Strände noch oder wieder nutzbar, die Touristenmassen überschaubar, und die Preise liegen deutlich unter dem Hochsaison-Niveau. Wer extreme Hitze liebt und volle Strände nicht scheut, ist im Juli und August bestens bedient. Die Kanarischen Inseln lassen sich ganzjährig bereisen.

Wie warm ist es in Spanien im Sommer?

Im Hochsommer (Juli und August) liegen die Tageshöchstwerte an der Küste bei 30 bis 33 °C. In Madrid und auf dem Zentralplateau werden 36 bis 40 °C gemessen, in Andalusien regelmäßig über 40 °C. Nächte kühlen an der Küste auf 21 bis 23 °C ab, im Inland auf 15 bis 20 °C.

Wie kalt wird es in Spanien im Winter?

Das hängt stark von der Region ab. In Madrid sinkt das Thermometer in Winternächten regelmäßig auf -2 bis -5 °C, tagsüber sind es meist 7 bis 10 °C. An der Costa del Sol sind Wintertemperaturen von 15 bis 17 °C tagsüber die Regel. Auf den Kanaren bieten Dezember und Januar 20 bis 22 °C – ideale Bedingungen für einen Winterurlaub ohne Kälte.

Hat Spanien eine Regenzeit?

Eine klassische Regenzeit wie in tropischen Ländern gibt es in Spanien nicht. Im Sommer ist der Großteil des Landes nahezu regenfrei. Der meiste Niederschlag fällt in Herbst und Winter, besonders in Nordspanien. In Galicien regnet es das gesamte Jahr über deutlich häufiger als im Süden – der Norden empfängt bis zu fünfmal so viel Niederschlag wie der Südosten.

Wann ist Hochsaison in Spanien?

Die Hochsaison an den Küsten und Inseln liegt in Juli und August. In dieser Zeit sind Hotels teurer, Strände voll und Restaurants stark ausgelastet. Auf den Kanaren gibt es eine zweite Hochsaison von Dezember bis Februar, wenn Nordeuropäer dem Winter entfliehen. Ostern (Semana Santa) sorgt jedes Jahr kurzzeitig für einen weiteren Nachfrageschub.

Welche Kleidung brauche ich für Spanien?

Im Sommer reichen leichte Sommerkleidung und guter Sonnenschutz. In der Übergangszeit empfiehlt sich das Zwiebelprinzip mit einer leichten Regenjacke. Im Winter im Inland und Norden des Landes sind warme Winterkleidung und festes Schuhwerk notwendig, während an der Mittelmeerküste eine mittlere Jacke ausreicht.

Was sind DANA-Ereignisse und wie gefährlich sind sie für Reisende?

DANA (Depresión Aislada en Niveles Altos) sind isolierte Höhenkaltluftlagen, die vor allem im Herbst an der spanischen Ostküste zu extremen Niederschlägen führen können. In kürzester Zeit fallen dabei enorme Regenmengen, die in der ausgetrockneten Landschaft nicht versickern können. Trockene Flussbetten (Ramblas) verwandeln sich in Minuten in reißende Flüsse. Reisende sollten im Herbst die Warnmeldungen der spanischen Wetterbehörde AEMET (aemet.es) im Blick behalten und Ramblas bei Niederschlag unbedingt meiden.

In welchem Monat ist das Wetter in Spanien am schönsten?

Unter Spanien-Reisenden gelten Mai und Oktober als die klimatisch ausgeglichensten Monate. Im Mai zeigt sich das Land in voller Frühlingsblüte mit perfekten Temperaturen für Kultur, Wanderungen und erste Badeausflüge. Der Oktober bietet noch Sommerwärme am Meer, goldenes Herbstlicht und deutlich weniger Gedränge als in der Hochsaison.

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