Wetter & Klima in Italien – Beste Reisezeit

Guide

Italien gehört zu den vielseitigsten Reisezielen Europas, und das hat einen Grund: Das Klima ist so abwechslungsreich wie das Land selbst. Von den schneebedeckten Gipfeln der Alpen bis zu den sonnengebadeten Küsten Siziliens erstreckt sich eine bemerkenswerte Klimavielfalt über mehrere Klimazonen, die kaum ein anderes europäisches Land so konzentriert bietet. Welches Wetter dich in welchem Monat erwartet, wann die beste Reisezeit für deinen Urlaub ist und welche regionalen Unterschiede du kennen solltest, erfährst du in diesem umfassenden Überblick.

Klima in Italien – Ein Überblick

Italien erstreckt sich auf rund 1.300 Kilometer von den Alpen bis zur Südspitze Siziliens. Diese außergewöhnliche geografische Ausdehnung sorgt für drei deutlich unterscheidbare Klimazonen, die das Wetter in Italien grundlegend prägen.

Im Norden dominiert das Alpenklima: lange, schneereiche Winter, kurze und angenehm warme Sommer. Das Trentino, Südtirol und das Aostatal gehören zu den klassischen Skidestinationen Europas. Die Po-Ebene zwischen Turin und Venedig folgt einem kontinentalen Muster mit heißen, schwülen Sommern, kalten und nebeligen Wintern sowie gleichmäßig über das Jahr verteiltem Niederschlag.

Mittel- und Süditalien sind hingegen vom mediterranen Klima geprägt: heiße, trockene Sommer mit bis zu elf Sonnenstunden täglich, milde und regnerischere Winter. Je weiter südlich du reist, desto ausgeprägter wird dieser Kontrast. Auf Sizilien und Sardinien summieren sich die Sonnenstunden auf bis zu 2.800 im Jahr, Niederschlag fällt fast ausschließlich zwischen Oktober und März.

Ein weiterer geografischer Faktor ist der Apennin: Das Gebirge, das die Halbinsel in West und Ost teilt, beeinflusst die Niederschlagsverteilung erheblich. Die westliche Tyrrhenische Küste ist im Winter etwas feuchter, die östliche Adriaküste trockener, aber anfälliger für kalte Nordostwinde.

Italien hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von rund 16 °C (Referenzstation: Rom). Im Süden liegt dieser Wert deutlich höher, im nördlichen Alpenraum deutlich darunter. Sizilien verzeichnet an der Küste bis zu 300 Sonnentage im Jahr.

Klimatabelle Italien – Temperaturen und Niederschlag nach Monaten

Die folgende Klimatabelle basiert auf den Durchschnittswerten für Rom als Referenzstation des mediterranen Zentralitaliens. Da das Klima je nach Region erheblich abweicht, solltest du bei Reisen in den Norden, nach Süditalien oder auf die Inseln die regionalen Werte separat prüfen. Die Meerestemperaturen beziehen sich auf den Tyrrhenischen Küstenbereich (Stand: Klimadurchschnitte 1991–2024 – vor Reiseantritt aktuelle Daten prüfen).

Monat Ø Höchsttemp. (°C) Ø Tiefsttemp. (°C) Niederschlag (mm) Sonnenstunden/Tag Meerestemperatur (°C)
Januar 12 3 66 4 15
Februar 13 4 63 5 14
März 16 6 58 6 14
April 19 9 81 7 16
Mai 24 13 47 9 19
Juni 29 17 24 11 23
Juli 32 20 17 11 25
August 32 20 35 10 26
September 27 16 70 8 24
Oktober 22 12 120 6 22
November 16 7 130 5 19
Dezember 13 4 96 4 16

Die beste Reisezeit für Italien

Wann du nach Italien reisen solltest, hängt vor allem davon ab, was du planst. Das Land bietet zu jeder Jahreszeit attraktive Ziele, doch die klimatischen Bedingungen variieren stark zwischen Sommer und Winter.

Beste Reisezeit für Strand & Baden

Für einen Badeurlaub an der Küste empfehlen sich die Monate Juni bis September. Die Meerestemperaturen erreichen dann 23 bis 26 °C, die Sonne scheint täglich viele Stunden, Regen fällt kaum. Juli und August sind die heißesten Monate, allerdings auch die touristisch stärksten. Wer günstigere Preise bevorzugt, ist im Juni oder September besser aufgehoben: Die Wassertemperaturen sind kaum geringer, die Strände jedoch deutlich entspannter.

Beste Reisezeit für Städtereisen & Kultur

Für einen Städtetrip nach Rom, Florenz oder Venedig sind April, Mai, September und Oktober ideal. Die Temperaturen sind angenehm warm, ohne die erschöpfende Extremhitze des Hochsommers, die Besucherzahlen halten sich in Grenzen. Im Juli und August wird es in den Innenstädten bei über 35 °C schnell unangenehm. Im Winter bieten sich die Städte ebenfalls an: Museen sind kaum besucht, Preise günstiger.

Beste Reisezeit für Wandern & Natur

Wanderbegeisterte zieht es in die Dolomiten, den Nationalpark Gran Paradiso oder die toskanische Hügellandschaft. Für Touren in höheren Lagen eignet sich der Sommer zwischen Juli und September am besten, wenn die Bergpfade schneefrei und die Berghütten geöffnet sind. In der Toskana und in Umbrien sind Frühling und Herbst traumhaft schön: Die Landschaft erblüht üppig oder erstrahlt in warmen Herbstfarben.

Beste Reisezeit für Wintersport & Skiurlaub

Italiens Skigebiete in den Alpen und Dolomiten öffnen in der Regel von Dezember bis April. Januar und Februar bieten die zuverlässigsten Schneebedingungen. Südtirol, das Trentino, das Aostatal sowie bekannte Gebiete wie Cortina d’Ampezzo oder Sestriere sind international renommiert. Seit dem 1. November 2025 gilt auf allen italienischen Skipisten eine Helmpflicht für Ski-, Snowboard- und Schlittenfahrer (CE-zertifiziert); bei Missachtung drohen empfindliche Bußgelder.

Hochsaison in Italien ist Juli und August. Preise für Unterkünfte und Flüge sind dann am höchsten, Strände und Sehenswürdigkeiten gut gefüllt. Wer in den deutschen Schulferien reist, sollte Unterkünfte und Tickets frühzeitig reservieren.

Italien Wetter Monat für Monat

Jeder Monat in Italien hat seinen eigenen Charakter. Die folgenden Abschnitte bieten dir einen kompakten Überblick über typisches Wetter, besondere Ereignisse und die Eignung für verschiedene Reisetypen.

Wetter in Italien im Januar

Der Januar ist der kälteste Monat des Jahres. In Rom liegen die Temperaturen tagsüber bei rund 12 °C, nachts kühlt es auf etwa 3 °C ab. In der Po-Ebene können Werte unter den Gefrierpunkt fallen, häufig begleitet von dichtem Nebel. In den Alpen und Dolomiten herrscht echter Winterbetrieb mit zuverlässigem Schnee: Januar ist die Kernzeit für Skifahrer. Für Städtereisen nach Florenz, Rom oder Palermo bietet der Monat eine ruhige Atmosphäre bei vergleichsweise günstigen Preisen. Der Süden und Sizilien sind im Januar mild bis kühl.

Wetter in Italien im Februar

Der Februar ähnelt klimatisch dem Januar, bietet aber ein kulturelles Highlight: den Karneval. Venedigs Carnevale verwandelt die traumhafte Lagunenstadt in ein farbenfrohes Spektakel aus Masken und historischen Kostümen. Auch in Viareggio in der Toskana findet einer der beeindruckendsten Karnevalszüge Italiens statt. Das Wetter bleibt kühl, in Rom sind Tagestemperaturen von bis zu 13 °C möglich. Im tiefen Süden und auf Sizilien beginnen die ersten Mandelbäume zu blühen, manchmal schon in voller Pracht.

Wetter in Italien im März

Der März markiert den Beginn des italienischen Frühlings. Die Temperaturen steigen auf 16 bis 20 °C in Mittelitalien, der Regen lässt allmählich nach. In der Toskana und Umbrien erwacht die Landschaft mit wunderschönen Mandel- und Kirschblüten sowie sattem Grün auf den Hügeln. Das Wetter kann im März noch wechselhaft sein, sonnige Tage wechseln sich mit Schauern ab. Für Städtereisen ist dieser Monat bereits sehr attraktiv. Fällt Ostern in den März, strömen viele Pilger nach Rom.

Wetter in Italien im April

April gilt als einer der schönsten Reisemonate für Italien-Reisende. Die Temperaturen liegen in Mittelitalien zwischen 10 und 20 °C, im Süden oft schon darüber. Die Vegetation ist auf dem Höhepunkt: Blühende Obstgärten, saftige Olivenhaine und bunte Wildblumenfelder prägen das Landschaftsbild. Rund um Ostern (Pasqua) herrscht in Rom besonders viel Andrang, während die übrigen Regionen noch ruhig zu bereisen sind. April ist für Kulturreisende, Frühlingswanderer in der Toskana oder Radfahrer im Piemont eine ausgezeichnete Wahl.

Wetter in Italien im Mai

Der Mai zählt zu den beliebtesten Reisemonaten. Die Temperaturen klettern auf 20 bis 25 °C, die Sonne scheint deutlich länger, der Regen lässt weiter nach. An der Küste beginnt die Vorsaison, die Meerestemperatur erreicht angenehme 19 °C. Städte wie Florenz, Siena oder Neapel strahlen im Frühlingslicht besonders beeindruckend. Die Hauptsaison hat noch nicht begonnen, Preise sind moderater. Wer angenehmes Wetter ohne Extremhitze und trotzdem volle Urlaubsstimmung sucht, trifft im Mai auf ideale Bedingungen.

Wetter in Italien im Juni

Mit dem Juni beginnt offiziell der Hochsommer. In Rom steigen die Temperaturen auf 28 bis 30 °C, im Süden oft noch darüber. Strände und Küstenorte füllen sich, der Badekalender läuft auf Hochtouren. Regen ist selten, elf Sonnenstunden täglich sind die Norm. Für Wanderungen in den Alpen eignet sich der Juni hervorragend: genug Sonne, noch moderate Temperaturen in der Höhe, noch keine Hochsaisonpreise. Stadtzentren können an heißen Mittagsstunden bereits anstrengend sein; frühe Morgen- oder Abendstunden sind dann die bessere Wahl für Besichtigungen.

Wetter in Italien im Juli

Juli ist der heißeste Monat in weiten Teilen Italiens. In Rom werden regelmäßig 32 °C oder mehr gemessen, in Sizilien und Teilen Apuliens kann das Thermometer bei Hitzewellen auf über 40 °C klettern. Der heiße Saharawind Scirocco kann die Temperaturen zusätzlich in die Höhe treiben. Die Küsten sind ausgebucht, Sehenswürdigkeiten in den historischen Innenstädten stark frequentiert. Wer die Hitze gut verträgt, erlebt ein lebhaftes, farbenfrohes Italien voller Strandleben und Sommerfeste. Für ausgedehnte Fußmärsche durch überdachungslose Altstädte ist der Juli allerdings kaum geeignet.

Wetter in Italien im August

Der August ist Italiens touristischster Monat. Ferragosto am 15. August ist ein nationaler Feiertag, an dem nahezu das gesamte Land Urlaub macht. Strände, Campingplätze und Küstenresorts sind bis auf den letzten Platz belegt. Temperaturen entsprechen denen des Julis, das Meer erreicht seine höchste Temperatur von rund 26 °C. Wer hingegen Ruhe sucht, findet sie paradoxerweise in den Großstädten: Viele Römer, Mailänder und Florentiner sind ans Meer geflüchtet, die Innenstädte sind entsprechend leerer. Frühzeitiges Buchen ist im August essenziell, die Preise liegen auf Jahreshöchststand.

Wetter in Italien im September

September gilt vielen Kennern als der ideale Reisemonat für Italien. Die Hochsommerhitze lässt nach, die Temperaturen bewegen sich angenehm zwischen 22 und 27 °C. Die Touristenmassen haben sich gelichtet, die Preise sinken spürbar. Das Meer bleibt mit 24 °C herrlich warm. Dazu kommt die Erntezeit: In der Toskana, im Piemont und in Apulien beginnt die Weinlese, zahlreiche Weinfeste finden statt. Für Genussreisende, Kulturliebhaber und Strandmuffel gleichermaßen ist der September eine überzeugende Wahl.

Wetter in Italien im Oktober

Im Oktober zeigt sich Italien in wunderschönen Herbstfarben. Die Temperaturen in Mittelitalien liegen bei 18 bis 22 °C, im Süden noch wärmer. Regen kommt häufiger vor, bleibt aber meist moderat. Für Feinschmecker ist Oktober ein Paradies: Im Piemont rund um Alba sowie in der Toskana beginnt die berühmte Trüffel- und Weinsaison mit zahlreichen Märkten und Festivals. Das Meer kühlt langsam auf rund 22 °C ab, Baden ist aber noch möglich. Oktober ist ein hervorragender Monat für alle, die Menschenmassen meiden möchten.

Wetter in Italien im November

November ist einer der regenreichsten Monate des Jahres. In Rom fallen durchschnittlich 130 mm Niederschlag, die Temperaturen liegen zwischen 7 und 16 °C. In Venedig steigt die Gefahr für Acqua Alta, das regelmäßige Hochwasser, das Teile der Altstadt überflutet. Seit Inbetriebnahme des MOSE-Schutzsystems konnte das Problem erheblich entschärft werden, ist aber nicht vollständig beseitigt. Wer im November reist, profitiert von sehr niedrigen Besucherzahlen, unverstellten Blicken auf Sehenswürdigkeiten und deutlich günstigeren Preisen als im Sommer.

Wetter in Italien im Dezember

Im Dezember kühlt Italien spürbar ab. In Norditalien fällt manchmal Schnee bis in die Ebenen, in den Alpen und Dolomiten läuft die Skisaison an. Sizilien und der tiefe Süden bleiben vergleichsweise mild mit Temperaturen um 14 bis 16 °C. Die Städte erstrahlen im festlichen Weihnachtsschmuck: Weihnachtsmärkte in Bozen, Trient und Mailand, Krippenausstellungen in neapolitanischer Tradition sowie weihnachtliche Stimmung in den Altstädten machen den Dezember zu einem lohnenden Reisemonat für Städtereisende. Touristenmassen sind dabei kaum ein Thema.

September und Oktober sind für viele Reisende der ideale Kompromiss: Das Meer ist noch warm, die drückende Hitze hat nachgelassen, Touristen sind weniger, Preise günstiger. Gleichzeitig findet die Wein- und Trüffelernte statt, was besondere kulinarische Erlebnisse ermöglicht.

Regionale Klimaunterschiede in Italien

Italien ist klimatisch alles andere als ein einheitliches Reiseland. Je nach Region erwartet dich ein grundlegend anderes Wetter. Für eine gut geplante Reise lohnt ein Blick auf die regionalen Besonderheiten.

Norditalien und die Alpen (Südtirol, Trentino, Aostatal, Dolomiten): Hier herrscht ein ausgeprägtes Hochgebirgsklima mit langen, schnee- und frostigen Wintern sowie angenehm kühlen Sommern. Die Skisaison dauert von Dezember bis April. Wanderungen in höheren Lagen sind von Juli bis September möglich. Südtirol hat dabei eine Besonderheit: Das trockene Klima im inneralpinen Bereich bringt viel Sonne auch im Winter.

Po-Ebene (Piemont, Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna): Das kontinentale Klima der Poebene zeigt sich in extremen Kontrasten. Sommer sind heiß (bis 35 °C), schwül und teils gewittrig, Winter kalt mit Temperaturen nahe null und dichtem Nebel, dem sogenannten Nebbia. Mailand, Bologna oder Venedig sind am angenehmsten von März bis Juni sowie im September und Oktober zu bereisen.

Mittelitalien (Toskana, Umbrien, Lazio): Das klassische mediterrane Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden, etwas regnerischeren Wintern ist hier zu Hause. Die wunderschöne toskanische Hügellandschaft zeigt sich im Frühling und Herbst von ihrer attraktivsten Seite. Die Sommerhitze ist intensiv, aber weniger schwül als im Norden.

Süditalien und die Inseln (Apulien, Kalabrien, Sizilien, Sardinien): Hier herrscht ein semi-arides Mittelmeerklima. Sommer sind lang, trocken und sehr heiß, der Regen fällt fast ausschließlich zwischen Oktober und März. Palermo empfängt im Juli im Schnitt weniger als 5 mm Niederschlag. Badeurlaub ist von Mai bis Oktober möglich. Für Frühjahrs- und Herbstreisen bietet der Süden besonders angenehme Bedingungen.

Adriaküste (Marken, Abruzzen, Apulien): Die östliche Küste Italiens hat im Vergleich zur Tyrrhenischen Seite etwas kältere Winter. Im Winter weht manchmal die eisige Bora, ein Fallwind aus Nordosten, der besonders Triest und den nördlichen Adriaraum beeinflusst. Sommer sind warm, trockener und sonniger als im Norden des Landes.

Trockene Sommer, nasse Winter – das mediterrane Niederschlagsmuster

Eine klassische tropische Regenzeit gibt es in Italien nicht. Dennoch zeigt besonders der Süden ein sehr klares saisonales Niederschlagsmuster, das für die Reiseplanung relevant ist.

In Süditalien und auf den Inseln fällt der Niederschlag fast ausschließlich im Winterhalbjahr von Oktober bis April. Die Sommermonate von Juni bis August sind ausgesprochen trocken: In Palermo kommen im Juli keine 5 mm Regen zusammen, in Reggio Calabria sieht es ähnlich aus. Das Ergebnis ist eine ausgedörrte, braun-goldene Landschaft, die zum Sommerbild Süditaliens gehört wie das Meer selbst.

Trotz der sommerlichen Trockenheit lohnt ein Besuch im Süden durchaus: Das Wetter ist stabil, zuverlässig und für Badegäste nahezu perfekt. Kühle Meeresbrisen und schattiger Aufenthalt in historischen Altstädten machen die Hitze erträglicher. In Norditalien fällt Niederschlag ganzjährig gleichmäßiger, mit einem leichten Schwerpunkt im Herbst und Frühling. Gebirgsregionen können dabei erheblich mehr Regen abbekommen als die Ebenen.

Extreme Wetterereignisse & Risiken in Italien

Italien gehört zu den europäischen Ländern, die am stärksten von klimabedingten Extremereignissen betroffen sind. Laut der Jahresbilanz des Umweltschutzverbands Legambiente wurden 2025 landesweit 376 extreme Wetterereignisse registriert – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Reisende sollten folgende Risiken kennen.

Hitzewellen: Im Hochsommer treten vor allem im Süden intensive Hitzewellen auf. Der heiße Saharawind Scirocco kann die Temperaturen in Sizilien oder Apulien auf über 45 °C treiben. Juli und August sind am stärksten betroffen. Ältere Reisende, Kinder und körperlich aktive Personen sollten die Mittagshitze meiden, ausreichend trinken und konsequent auf Sonnenschutz setzen.

Überschwemmungen und Starkregen: Vor allem in der Po-Ebene und der Toskana kam es in den vergangenen Jahren wiederholt zu schweren Hochwasserereignissen. Im Herbst können intensive Gewitter in kurzer Zeit Erdrutsche und Sturzfluten auslösen. Reisende sollten bei Herbsttripps aktuelle Wetterwarnungen verfolgen.

Waldbrände: Von Frühling bis Herbst sind Waldbrände in weiten Teilen Italiens ein ernstes Risiko. Am stärksten betroffen sind Süditalien sowie die Inseln Sizilien und Sardinien, besonders zwischen Juli und September. Mit Verkehrsbehinderungen und Evakuierungen ist bei größeren Bränden zu rechnen. Aktuelle Informationen liefert das Europäische Waldbrandinformationssystem EFFIS.

Acqua Alta in Venedig: Das Hochwasserereignis Acqua Alta tritt in Venedig vor allem zwischen Oktober und April auf, mit einem Häufungspunkt im November. Seit Inbetriebnahme des MOSE-Flutschutzsystems konnte das Problem erheblich reduziert werden, ist aber nicht vollständig beseitigt. Wer im Herbst nach Venedig reist, sollte wetterbedingte Einschränkungen einplanen.

Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise für Italien, inklusive Wetterwarnungen, findest du beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de (Stand: Juni 2026 – bitte vor Reiseantritt prüfen).

Was anziehen? – Kleidungstipps für einen Italienurlaub

Die richtige Kleidung für Italien hängt stark von der Reisezeit und der Region ab. Drei grundlegende Szenarien lassen sich unterscheiden.

Sommer & Hochsaison (Juni bis August)

Im Hochsommer brauchst du leichte, luftige Kleidung aus atmungsaktiven Materialien wie Leinen oder Baumwolle. Für Stadtbesichtigungen sind bequeme, feste Schuhe wichtig, da du viel auf Kopfsteinpflaster läufst. In Kirchen und religiösen Stätten gilt eine Kleiderordnung: Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Ein leichter Schal oder ein dünner Sarong als Bedeckung für Kirchenbesuche ist schnell verstaut. Unverzichtbar sind außerdem ein hoher Lichtschutzfaktor, eine Sonnenschutzmütze sowie ausreichend Trinkwasser für Ausflüge.

Winter & Nebensaison (Dezember bis Februar)

In Norditalien erwartet dich echter Winter: warme Jacke, Winterschuhe und Kleidung in Schichten sind Pflicht. Für Mittelitalien (Rom, Florenz) reichen ein guter Mantel und feste, wasserabweisende Schuhe. Sizilien und der Süden sind selbst im Winter angenehm mild, eine leichtere Übergangsjacke genügt dort meist. Für den Skiurlaub in den Alpen oder Dolomiten nimmst du selbstverständlich vollständige Wintersportausrüstung mit oder leihst sie vor Ort aus.

Übergangszeit: Frühling & Herbst (März bis Mai / September bis November)

In der Übergangszeit ist das Zwiebelprinzip deine beste Strategie. Morgens kann es kühl sein, mittags warm bis heiß. Eine dünne Fleecejacke oder ein leichtes Longsleeve für Abende ist immer sinnvoll. Im Herbst, besonders im Oktober und November, werden Regen und Wind häufiger: Eine kompakte Regenjacke spart Nerven. Wer Wanderungen im Hochgebirge plant, sollte auch im Sommer warme Lagen dabei haben, da die Temperaturen in der Höhe schnell fallen können.

Häufige Fragen zum Wetter in Italien

Hier findest du kompakte Antworten auf die häufigsten Fragen rund ums Klima und das Wetter in Italien.

Wann ist die beste Reisezeit für Italien?

Die besten Reisemonate für Italien sind Mai, Juni, September und Oktober. Das Wetter ist angenehm warm, die Touristenmassen halten sich in Grenzen. Juli und August sind ebenfalls möglich, aber heiß und mit höheren Preisen verbunden.

Wie warm ist es in Italien im Sommer und Winter?

Im Sommer (Juli/August) erreichen die Temperaturen in Mittelitalien rund 32 °C, im Süden auch mehr. Im Winter (Januar/Februar) liegen die Werte in Rom zwischen 3 und 13 °C, in Mailand kann es kälter werden. Sizilien bleibt mit 12 bis 16 °C auch im Winter vergleichsweise mild.

Hat Italien eine Regenzeit?

Eine klassische Regenzeit wie in tropischen Ländern gibt es in Italien nicht. Im Süden und auf den Inseln ist der Sommer jedoch ausgesprochen trocken (Juni bis August), während der Regen hauptsächlich im Herbst und Winter fällt. In Norditalien ist der Niederschlag über das Jahr gleichmäßiger verteilt.

Wann ist Hochsaison in Italien?

Die Hochsaison dauert von Juli bis August. In dieser Zeit sind Preise für Unterkünfte und Flüge am höchsten, Sehenswürdigkeiten ausgelastet. Auch Ostern und Pfingsten sowie die Schulferienzeiten der deutschsprachigen Länder sorgen für stark erhöhtes Reiseaufkommen.

Welche Kleidung brauche ich für einen Italienurlaub?

Im Sommer leichte Kleidung, Sonnenschutz und feste Schuhe für Stadtbesichtigungen sowie eine Schulterbedeckung für Kirchenbesuche. In der Übergangszeit empfiehlt sich das Zwiebelprinzip mit Regenjacke. Im Winter brauchst du je nach Region einen warmen Mantel bis hin zur kompletten Skiausrüstung.

In welchem Monat ist das Wetter in Italien am schönsten?

Das ist subjektiv: Strandliebhaber würden den Juli nennen, Kulturreisende eher den Mai oder September, Genussreisende den Oktober. Klimatisch gilt der Mai als ausgewogener Monat mit angenehmen Temperaturen, üppiger Natur und wenig Regen.

Wann drohen in Italien Waldbrände?

Waldbrände sind vor allem in den Sommermonaten von Juli bis September ein Risiko, insbesondere in Süditalien sowie auf Sizilien und Sardinien. In langen Trockenphasen können Brände vereinzelt bereits ab Juni auftreten. Aktuelle Informationen liefern das Europäische Waldbrandinformationssystem (EFFIS) sowie das Auswärtige Amt.

Kann es in Italien auch schneien?

Ja. In Norditalien und in den Alpen gibt es zuverlässig reichlich Schnee von Dezember bis März oder April. In der Po-Ebene fällt gelegentlich Schnee bis in die Tieflagen. Selbst in Rom gibt es in seltenen Wintern vereinzelte Schneefälle. Im Süden und auf den Inseln ist Schnee eine absolute Ausnahme.

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