Freiheitsstatue auf Liberty Island vor der Skyline von Manhattan

New York

Flagge USA

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Der ausgeschriebene Preis ist in New York fast nie der Preis, den du am Ende zahlst. Auf jede Restaurantrechnung kommen 8,875 Prozent Sales Tax plus 15 bis 20 Prozent Trinkgeld, auf jede Hotelnacht 14,75 Prozent Steuer plus Pauschalgebühren. Wer einen New York Urlaub plant und dabei mit den ausgezeichneten Preisen kalkuliert, liegt am Ende gut ein Viertel daneben. Dazu kommt die Größe der Stadt: Manhattan misst rund 21 Kilometer von der Südspitze bis nach Inwood, weshalb sich die Liste aus dem Reiseführer selten an einem Tag abarbeiten lässt. In diesem Beitrag liest du, was ein Tag in New York realistisch kostet, in welchem Stadtteil du für deinen Reisetyp am besten wohnst und welche der großen Aussichtsplattformen sich wirklich lohnt.

Land / RegionUSA, Bundesstaat New York
Einwohnerzahlrund 8,3 Millionen in den fünf Stadtbezirken
SpracheEnglisch
WährungUS-Dollar (1 Euro entspricht rund 1,16 USD, Stand: September 2026)
ZeitzoneUTC-5 im Winter, UTC-4 im Sommer, jeweils 6 Stunden hinter Deutschland
Beste ReisezeitMai, Juni, September und Oktober
FlughafenJohn F. Kennedy (JFK), Newark (EWR), LaGuardia (LGA)

Urlaub in New York: Das musst du wissen

New York ist keine Stadt, die sich für Besucher hübsch macht. Sie ist laut, schnell, teuer und vollkommen unbeeindruckt davon, dass du zum ersten Mal da bist. Genau das macht den Reiz aus. Zwischen den Hochhausschluchten von Midtown, den Backsteinhäusern im West Village und den alten Lagerhallen in Brooklyn wechselt die Atmosphäre alle paar Blocks komplett.

Die Stadt besteht aus fünf Boroughs: Manhattan, Brooklyn, Queens, die Bronx und Staten Island. Als Reisender verbringst du den Großteil der Zeit in Manhattan und Brooklyn, doch Queens ist kulinarisch der spannendste Bezirk der ganzen Stadt. Rund 200 Sprachen werden in New York gesprochen, was sich an jeder Straßenecke bemerkbar macht.

Ein kurzer Blick zurück hilft beim Verständnis. 1624 gründeten niederländische Händler auf der Südspitze Manhattans den Handelsposten Nieuw Amsterdam. 1664 übernahmen die Engländer und benannten ihn nach dem Herzog von York. Der eigentliche Wandel begann 1892 mit der Eröffnung von Ellis Island. Rund zwölf Millionen Einwanderer passierten die Station in den folgenden Jahrzehnten. Viele von ihnen blieben zunächst in der Stadt. Deshalb liegen Little Italy, Chinatown und ein irisch geprägtes Viertel heute wenige Gehminuten auseinander.

Für deine Planung heißt das vor allem eines: Rechne mit Distanzen. Nördlich der 14th Street ist Manhattan als Raster angelegt, zwanzig Blocks entsprechen etwa einer Meile. Zu Fuß sind das rund 20 Minuten. Wer sich vier Sehenswürdigkeiten quer über die Insel in einen Tag legt, verbringt am Ende mehr Zeit in der Subway als vor Ort.

New York gilt heute als eine der sichersten Großstädte der USA. In den Touristenvierteln reicht normale Großstadtvorsicht aus, nachts solltest du in Parks trotzdem nicht allein unterwegs sein.

Einreise in die USA: ESTA, Reisepass und was sich 2026 geändert hat

Für einen Urlaub in New York brauchst du als deutscher, österreichischer oder Schweizer Staatsbürger kein Visum, solange der Aufenthalt 90 Tage nicht überschreitet. Nötig sind zwei Dinge: ein gültiger biometrischer Reisepass und eine genehmigte ESTA-Reisegenehmigung. Der Personalausweis reicht nicht aus, ein vorläufiger Reisepass ebenfalls nicht.

Beim ESTA hat sich der wichtigste Punkt verändert. Die oft zitierten 21 US-Dollar stimmen nicht mehr. Seit Ende September 2025 verlangt die US-Zollbehörde CBP 40,27 US-Dollar, umgerechnet rund 35 Euro (Stand: September 2026, vor Reiseantritt aktuell prüfen). Beantrage die Genehmigung ausschließlich über die offizielle CBP-Seite. Zahlreiche private Portale sehen der Originalseite täuschend ähnlich, verlangen aber das Doppelte bis Dreifache für denselben Antrag.

Eine genehmigte ESTA gilt zwei Jahre oder bis zum Ablauf deines Reisepasses. In dieser Zeit darfst du beliebig oft einreisen, jeweils für maximal 90 Tage am Stück. Stelle den Antrag mindestens 72 Stunden vor Abflug, auch wenn die Bestätigung meist innerhalb weniger Minuten kommt.

Zwei Ausschlussgründe solltest du kennen. Wer sich am oder nach dem 12. Januar 2021 in Kuba aufgehalten hat, kann nicht mit ESTA einreisen und braucht ein reguläres Visum. Seit dem 18. Mai 2026 gilt zusätzlich eine Sperre für Reisende, die sich in den 21 Tagen vor der Einreise in der Demokratischen Republik Kongo, in Uganda oder im Südsudan aufgehalten haben.

Führe deinen Reisepass oder eine Kopie mit Einreisestempel während des gesamten Aufenthalts mit dir. In einzelnen Bundesstaaten ist das Pflicht. Die jeweils aktuellen Bestimmungen stehen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de.

Geheimtipps für New York, die nicht in jedem Reiseführer stehen

Die Staten Island Ferry fährt rund um die Uhr, kostet nichts und zieht an der Freiheitsstatue vorbei. Wer nur ein Foto von Skyline und Statue möchte, spart sich damit das Ticket für die Rundfahrt. Stell dich bei der Hinfahrt auf die rechte Seite des Schiffs, dort liegt Liberty Island.

Der Blick von der Brooklyn Heights Promenade ist der schönste auf die Skyline von Lower Manhattan und ebenfalls kostenlos. Zwei Straßen weiter beginnt einer der ruhigsten Wohnbezirke der Stadt, was nach einem Tag in Midtown erstaunlich erholsam wirkt.

Zum Thema Touristenfallen: Der Times Square ist als Ort einmal sehenswert, als Aufenthaltsort aber weitgehend wertlos. Die Restaurants dort verlangen deutlich mehr für deutlich weniger, die Kostümfiguren fordern nach jedem Foto energisch Trinkgeld. Die Ticketverkäufer auf der Straße bieten selten echte Schnäppchen. Zwei Blocks weiter westlich in Hell’s Kitchen isst du besser und günstiger.

Ein praktischer Hinweis zum Alltag: Die Subway fährt am Wochenende häufig nach geändertem Fahrplan, einzelne Linien werden umgeleitet oder enden früher. Die aktuellen Änderungen hängen an jedem Bahnsteig auf gelben Schildern. Lies sie, bevor du einsteigst.

Öffentliche Toiletten sind in New York knapp. Bewährt haben sich große Kaufhäuser, Hotellobbys und Filialen der großen Kaffeeketten. Auch Bibliotheken wie die New York Public Library an der 42nd Street sind eine zuverlässige Adresse.

Leitungswasser ist in New York trinkbar und stammt aus Reservoirs in den Catskill Mountains. Nimm eine leere Flasche mit, in vielen Parks und Museen gibt es Auffüllstationen.

Wie lange solltest du in New York bleiben?

Für einen ersten Besuch solltest du mindestens fünf volle Tage einplanen, besser sieben. Der Anreisetag zählt dabei kaum. Nach rund acht Stunden Flug und sechs Stunden Zeitverschiebung reicht die Energie meist noch für einen Spaziergang, nicht für ein Museum.

Mit drei Tagen schaffst du die Kernstrecke: eine Aussichtsplattform, den Central Park, Lower Manhattan mit dem 9/11 Memorial, die Brooklyn Bridge und einen Abend am Broadway. Das funktioniert, fühlt sich aber nach Abarbeiten an.

Bei fünf bis sieben Tagen kommen zwei Museen dazu, ein ganzer Tag in Brooklyn, die Fahrt zur Freiheitsstatue und genug Leerlauf, um einfach durch ein Viertel zu laufen. Diese Leerlaufstunden sind erfahrungsgemäß das, woran sich Reisende hinterher am stärksten erinnern.

Wer zehn Tage oder länger bleibt, kann New York gut mit Ausflügen verbinden. Washington D.C. ist mit dem Zug in gut drei Stunden erreichbar, Boston in vier bis fünf Stunden. Die Niagarafälle liegen rund acht Stunden entfernt und eignen sich eher für eine eigene Etappe als für einen Tagesausflug.

Wetter und beste Reisezeit für New York

New York liegt im feuchten Kontinentalklima, was vier klar getrennte Jahreszeiten mit deutlichen Extremen bedeutet. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei rund 12 Grad, die Niederschlagsmenge bei etwa 1.270 Millimetern im Jahr. Regen fällt gleichmäßig über alle Monate verteilt, der feuchteste Monat ist mit rund 103 Millimetern der September, der trockenste mit knapp 52 Millimetern der Februar.

Frühling in New York: die beste Zeit für einen Städtetrip

April, Mai und Juni sind für die meisten Reisenden die angenehmste Zeit. Die Temperaturen klettern von rund 16 Grad im April auf gut 26 Grad im Juni, die Luftfeuchtigkeit bleibt erträglich. Dazu stehen die Parks in voller Blüte. Ende April blühen die Kirschbäume im Brooklyn Botanic Garden, was viele Einheimische anzieht.

Der Nachteil: Der Frühling ist bekannt und entsprechend gefragt. Hotelpreise ziehen ab Mai spürbar an, Warteschlangen an den Aussichtsplattformen werden länger. Wer flexibel ist, legt seinen Besuch auf die zweite Aprilhälfte, wenn es bereits mild und noch vergleichsweise ruhig ist.

Sommer in New York: heiß, schwül und voll

Der Juli ist mit einem Monatsmittel von 24,2 Grad der wärmste Monat. Tagsüber werden regelmäßig 29 bis 32 Grad erreicht, nachts kühlt es kaum unter 21 Grad ab. Entscheidend ist weniger die Temperatur als die Luftfeuchtigkeit: Zwischen aufgeheizten Gebäuden und Asphalt fühlen sich 30 Grad in New York deutlich anstrengender an als am Mittelmeer.

Dafür läuft im Sommer das gesamte Freiluftprogramm. Open-Air-Konzerte im Central Park, Filmabende auf Dachterrassen, Straßenfeste in fast jedem Viertel. Familien mit schulpflichtigen Kindern haben ohnehin selten eine Wahl, sollten aber wissen, dass Juli und August die vollste und schwülste Zeit sind.

Herbst in New York: Indian Summer im Central Park

September und Oktober sind die zweite ideale Reisezeit. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 18 und 25 Grad, die Schwüle des Sommers ist verschwunden. Ab Mitte Oktober färbt sich das Laub im Central Park und im Prospect Park. Für Fotografen ist das die schönste Zeit des Jahres.

Preislich ist der Herbst allerdings keine Nebensaison. New York ist im September auch Messe- und Kongressstadt, entsprechend hoch liegen die Hotelraten. Rechne mit ähnlichen Preisen wie im Mai.

Winter in New York: Weihnachtsstimmung zum besten Preis

Der Januar ist mit einem Mittel von rund minus 0,4 Grad der kälteste Monat. Tagsüber sind es etwa 3 Grad, nachts geht es auf minus 4 Grad zurück. Wind zwischen den Hochhäusern verschärft das Gefühl deutlich, feste Schuhe und eine winddichte Jacke sind Pflicht.

Dafür ist der Januar der mit Abstand günstigste Monat: Die durchschnittliche Hotelrate fällt auf rund 196 US-Dollar pro Nacht, während sie im Dezember bei etwa 541 US-Dollar liegt (Stand: September 2026, saisonal stark schwankend). Wer die Weihnachtsdekoration sehen will, zahlt im Dezember also fast das Dreifache. Die zweite Januarhälfte bietet dasselbe Winterbild zum Bruchteil des Preises.

Wie sich das Klima in New York in die übrigen Regionen der Vereinigten Staaten einordnet, steht ausführlich im Beitrag zu Wetter und Klima in den USA. Wenn du die Städtereise mit weiteren Zielen verbinden möchtest, hilft dir der Überblick zum Planen einer USA-Reise bei Route, Budget und Mietwagenfragen.

Lage: Wo liegt New York?

New York City liegt an der Ostküste der USA, an der Mündung des Hudson River in den Atlantik. Die Stadt verteilt sich auf mehrere Inseln und ein Stück Festland. Manhattan und Staten Island sind Inseln, Brooklyn und Queens liegen auf der Westspitze von Long Island, nur die Bronx hängt am Festland.

Diese Wasserlage prägt den Aufenthalt stärker, als die meisten erwarten. Brücken und Tunnel sind die Nadelöhre der Stadt, weshalb Fähren und Subway fast immer schneller sind als ein Auto. Gleichzeitig sorgt sie für die Postkartenblicke: Von der Brooklyn Bridge, von der Staten Island Ferry oder aus Long Island City siehst du die Skyline jeweils aus einem anderen Winkel.

Innerhalb der Region sind die Entfernungen überschaubar. Philadelphia liegt rund 150 Kilometer südwestlich, Washington D.C. etwa 370 Kilometer, Boston rund 350 Kilometer nordöstlich. Die Strände von Long Island beginnen eine gute Zugstunde außerhalb der Stadt, die Wanderwege im Hudson Valley ebenfalls.

Geografisch liegt New York auf dem 40. Breitengrad, etwa auf Höhe von Neapel. Vom milden Mittelmeerklima ist trotzdem nichts zu spüren, weil kalte Luftmassen vom nordamerikanischen Kontinent im Winter ungebremst bis an die Küste vordringen.

Stadtteile in New York: Wo du am besten wohnst

Die Wahl des Viertels entscheidet stärker über deinen Aufenthalt als die Wahl des Hotels. Ein paar Blocks Unterschied bedeuten in New York einen völlig anderen Alltag, andere Preise und eine andere Anbindung.

Der Central Park als grünes Rechteck zwischen den Hochhäusern von Manhattan

Midtown Manhattan ist die klassische Wahl für den ersten Besuch. Rund um Times Square, Grand Central und das Empire State Building liegt die dichteste Hoteldichte der Stadt, fast alle Subway-Linien kreuzen sich hier. Dafür ist es laut, touristisch und abends wenig gemütlich. Geeignet für alle, die zum ersten Mal da sind und kurze Wege wollen.

Lower Manhattan und das Financial District sind unter der Woche geschäftig und am Wochenende auffallend ruhig. Hotels sind hier oft günstiger als in Midtown, die Anbindung ist hervorragend. Die Fähren zur Freiheitsstatue starten direkt vor der Tür. Ideal für Reisende, die abends lieber nach Brooklyn als an den Broadway wollen.

Greenwich Village, SoHo und das West Village bieten die schönste Straßenatmosphäre in ganz Manhattan: Backsteinhäuser, kleine Läden, Cafés mit Außenplätzen. Die Preise liegen hoch, das Hotelangebot ist begrenzt. Wer eine zweite New-York-Reise plant oder zu zweit unterwegs ist, wohnt hier am schönsten.

Upper West Side und Upper East Side flankieren den Central Park. Die Upper West Side ist familiärer und entspannter, die Upper East Side gediegener und Museumsnah. Beide sind ruhige Wohngegenden mit guten Preisen und direktem Parkzugang. Für Familien die beste Wahl in Manhattan.

Williamsburg und DUMBO in Brooklyn sind die Gegenentwürfe zu Midtown. Williamsburg lebt von unabhängigen Läden, Bars und einer jungen Gastroszene, DUMBO punktet mit dem berühmten Blick auf die Manhattan Bridge. Von beiden bist du in 15 bis 25 Minuten mit der Subway in Manhattan.

Long Island City in Queens ist der Geheimtipp für Preisbewusste. Direkt gegenüber von Midtown gelegen, mit moderneren Hotels zu spürbar niedrigeren Raten und einer Subway-Fahrt von zehn Minuten nach Manhattan. Der Skyline-Blick vom Gantry Plaza State Park gehört zu den besten der Stadt.

Harlem im Norden Manhattans ist deutlich günstiger als der Rest der Insel und kulturell eigenständig. Gospel am Sonntag, Soul Food und der Apollo Theater prägen das Viertel. Die Fahrt nach Midtown dauert rund 20 Minuten.

Ein Zimmer in Long Island City oder Harlem kostet oft 60 bis 100 Euro pro Nacht weniger als vergleichbare Häuser in Midtown. Die zusätzliche Fahrzeit beträgt meist unter 20 Minuten.

Top-Sehenswürdigkeiten in New York

Alle Preise sind Richtwerte auf Basis der regulären Onlinetarife und in Euro umgerechnet (Stand: September 2026, kann abweichen). Fast alle großen Attraktionen arbeiten mit Zeitfenstern, spontane Besuche ohne Voranmeldung sind kaum noch möglich.

Freiheitsstatue und Ellis Island gehören zusammen und brauchen zusammen einen halben bis ganzen Tag. Die 1886 eingeweihte Statue war ein Geschenk Frankreichs zum hundertsten Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung, der innere Stahlskelettbau stammt von Gustave Eiffel. Die Fähre startet am Battery Park, hält zuerst auf Liberty Island und danach auf Ellis Island. Auf Liberty Island kannst du zwischen Zugang zum Gelände, zum Sockel und zur Krone wählen, für die Krone brauchst du eine Reservierung Monate im Voraus und musst 162 Stufen steigen. Das Einwanderungsmuseum auf Ellis Island ist der eigentlich bewegendere Teil: Original erhaltene Registrierungshallen, Gepäckstücke und Familiengeschichten der zwölf Millionen Menschen, die hier ankamen. Das Fährticket kostet rund 22 Euro und enthält beide Inseln. Nimm die erste Fähre am Morgen, die Schlange am Sicherheitscheck wächst ab 10 Uhr deutlich.

Das Empire State Building ist mit 381 Metern bis zum Dach das bekannteste Hochhaus der Welt. Es entstand 1930 in nur 410 Tagen Bauzeit und war bis 1970 das höchste Gebäude überhaupt. Sehenswert ist nicht nur die Aussicht, sondern auch die vollständig restaurierte Art-déco-Lobby mit ihrem Aluminiumrelief. Die Hauptplattform liegt im 86. Stock und ist offen, das Deck im 102. Stock ist verglast und kostet extra. Der große Vorteil gegenüber allen anderen Plattformen: Von hier siehst du die Skyline von Midtown, was von den neueren Türmen aus fehlt, weil das Empire State Building dort selbst im Bild steht. Der Eintritt liegt bei rund 37 Euro für das 86. Stockwerk. Am wenigsten los ist früh morgens ab 9 Uhr oder nach 22 Uhr.

SUMMIT One Vanderbilt neben Grand Central ist die jüngste und ungewöhnlichste der Plattformen. Statt einer klassischen Aussichtsterrasse erwartet dich eine begehbare Spiegelinstallation über mehrere Etagen, in der Boden, Wände und Decke die Skyline vervielfachen. Dazu kommen zwei gläserne Aufzüge an der Außenfassade und ein Glasboden in 320 Metern Höhe. Die Anlage ist bewusst als Erlebnis inszeniert und polarisiert entsprechend: Wer nüchterne Aussicht sucht, ist im Empire State Building besser aufgehoben, wer Fotos will, findet hier die spektakulärsten Motive der Stadt. Tickets starten bei rund 38 Euro, Zeitfenster zum Sonnenuntergang kosten deutlich mehr. Trage keinen Rock und keine kurzen Kleider, der Boden spiegelt.

Top of the Rock im Rockefeller Center liegt auf 260 Metern und bietet den vollständigsten Blick der Stadt. Nach Süden siehst du das Empire State Building mitten im Bild, nach Norden den kompletten Central Park von der Südkante bis zum Nordende. Diese Kombination schafft keine andere Plattform. Die Terrassen sind auf drei Ebenen verteilt, die oberste ist ohne störende Glasscheiben. Seit einigen Jahren gibt es zusätzlich die Attraktion „The Beam“, bei der du auf einem nachgebauten Stahlträger Platz nimmst und über der Stadt schwebst. Der Eintritt beginnt bei rund 39 Euro. Wenn du dich für nur eine Plattform entscheiden musst, ist das hier die beste Wahl.

Der Central Park erstreckt sich über 341 Hektar mitten in Manhattan und wurde ab 1858 komplett künstlich angelegt. Jeder Hügel, jeder Teich und jede Felsformation ist geplant, das gesamte Gelände wurde umgegraben und mit Erde aus New Jersey aufgeschüttet. Für Reisende relevant: Der Park ist über fünf Kilometer lang, ein Durchlaufen von Süd nach Nord dauert gut eine Stunde. Die bekanntesten Punkte liegen im südlichen Drittel, darunter die Bethesda Terrace mit ihrem Brunnen, die Bow Bridge und die Gedenkstätte Strawberry Fields für John Lennon. Der nördliche Teil rund um den Harlem Meer ist deutlich ruhiger und wirkt fast wie ein Waldstück. Der Eintritt ist frei, Fahrradverleih kostet ab rund 20 Euro für zwei Stunden.

9/11 Memorial und Museum stehen an der Stelle der eingestürzten Zwillingstürme. Die beiden quadratischen Wasserbecken markieren exakt die Grundrisse der Türme, in die Bronzeeinfassungen sind die Namen aller 2.983 Opfer eingraviert. Das Memorial im Freien ist frei zugänglich. Das unterirdische Museum darunter reicht bis auf das Fundament des ursprünglichen World Trade Center und zeigt Originalteile der Stahlstruktur, ein zerstörtes Feuerwehrfahrzeug und Tonaufnahmen der letzten Telefonate. Es ist ein bedrückender Ort und braucht Zeit, plane mindestens zwei Stunden ein. Der Eintritt kostet rund 31 Euro. Kinder unter zehn Jahren sind mit dem Ausstellungsteil meist überfordert.

Die Brooklyn Bridge wurde 1883 nach 14 Jahren Bauzeit eröffnet und war damals die längste Hängebrücke der Welt. Ihre neugotischen Pfeiler aus Naturstein sind bis heute das Wahrzeichen der Stadt. Der Fußweg verläuft auf einer eigenen Ebene über dem Autoverkehr, die Strecke misst rund 1,8 Kilometer und dauert zu Fuß etwa 30 Minuten. Wichtig für gute Fotos: Laufe von Brooklyn nach Manhattan, dann hast du die Skyline vor dir statt im Rücken. Starte dafür an der Station High Street und beende den Weg am Rathaus. Früh morgens vor 8 Uhr ist die Brücke fast leer, ab dem späten Vormittag drängen sich Fußgänger und Radfahrer.

High Line und Grand Central Terminal zeigen zwei Arten, wie New York mit alter Infrastruktur umgeht. Die High Line ist eine stillgelegte Güterzugtrasse, die ab 2009 in einen 2,3 Kilometer langen Park in sieben Metern Höhe umgebaut wurde. Sie führt von der Gansevoort Street bis zu den Hudson Yards, dauert zu Fuß rund 45 Minuten und ist kostenlos. Grand Central Terminal wiederum ist kein Museum, sondern ein funktionierender Bahnhof mit 44 Bahnsteigen. Die Haupthalle von 1913 misst 84 Meter in der Länge, das Deckengemälde zeigt den Sternenhimmel spiegelverkehrt, was bis heute ungeklärt ist. Beide Orte kosten nichts und lassen sich gut zwischen andere Programmpunkte schieben.

Für Empire State Building, SUMMIT und Top of the Rock gilt: Buche ein Zeitfenster rund 60 Minuten vor Sonnenuntergang. Dann erlebst du Tageslicht, Dämmerung und die beleuchtete Stadt mit einem einzigen Ticket.

City-Pässe und Tickets: Was sich wirklich lohnt

New York hat mehrere konkurrierende Attraktionspässe, die alle nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren: Du zahlst einen Pauschalpreis und bekommst dafür Eintritt in eine bestimmte Zahl von Sehenswürdigkeiten. Ob sich das rechnet, hängt allein davon ab, wie viele kostenpflichtige Attraktionen du tatsächlich besuchst.

Der CityPASS enthält fünf große Attraktionen, zwei davon fest gesetzt und drei zur Auswahl, gültig über neun Tage. Er kostet rund 141 Euro, was einem Preis von etwa 28 Euro pro Attraktion entspricht. Für Erstbesucher, die ohnehin Empire State Building, Museum und Fähre auf dem Zettel haben, ist das die einfachste Rechnung.

Der Explorer Pass arbeitet nach demselben Prinzip, lässt dich aber aus über hundert Attraktionen wählen und ist in Stufen von zwei bis zehn Einträgen buchbar. Er startet bei rund 77 Euro für zwei Attraktionen. Das lohnt sich für Reisende, die gezielt wenige, dafür teure Programmpunkte ansteuern.

Der All-Inclusive-Pass gilt für einen bis zehn Tage mit unbegrenzter Attraktionszahl und kostet zwischen rund 146 Euro für einen Tag und etwa 490 Euro für zehn Tage. Er rechnet sich nur bei einem sehr dichten Programm von drei oder mehr kostenpflichtigen Attraktionen pro Tag.

Rechne vor dem Kauf ehrlich nach. Viele der schönsten Erlebnisse in New York kosten nichts: Central Park, High Line, Brooklyn Bridge, Staten Island Ferry, Grand Central, das 9/11 Memorial im Freien und die meisten Viertelspaziergänge. Wer sein Programm daraus baut und nur zwei Plattformen besucht, fährt ohne Pass günstiger.

Museen mit freiem Eintritt nach Spende gibt es weiterhin, allerdings meist nur für Einwohner des Bundesstaats New York. Als Reisender aus Europa zahlst du im Metropolitan Museum den regulären Preis von rund 26 Euro.

Aktivitäten und Ausflüge in New York

Eine Broadway-Show am Abend

Rund 40 Theater im Bereich um den Times Square tragen offiziell das Prädikat Broadway. Gespielt werden große Musicals, aber auch Schauspiel mit bekannten Darstellern. Sprachlich sind Musicals leichter zu folgen als Sprechstücke, weil die Handlung über Musik und Bild getragen wird.

Der reguläre Durchschnittspreis liegt bei rund 117 Euro pro Ticket, für gefragte Produktionen auch deutlich darüber. Es geht günstiger: Am TKTS-Stand am Times Square gibt es Karten für den selben Tag mit 20 bis 50 Prozent Rabatt, viele Shows verlosen zudem täglich digital ein Kontingent für 26 bis 52 Euro. Auch sogenannte Rush-Tickets an der Theaterkasse am Vorstellungstag liegen in dieser Spanne. Eine Vorstellung dauert meist zweieinhalb bis drei Stunden inklusive Pause.

Staten Island Ferry und die Skyline vom Wasser

Die Fähre nach Staten Island verkehrt rund um die Uhr im 20- bis 30-Minuten-Takt und ist kostenlos. Die Überfahrt dauert 25 Minuten und führt an der Freiheitsstatue und Governors Island vorbei. Auf Staten Island steigst du im Terminal aus, gehst durch die Sperre und nimmst direkt die nächste Fähre zurück.

Für das beste Licht fährst du am späten Nachmittag hin und in der Dämmerung zurück, dann liegt die beleuchtete Skyline vor dir. Der ganze Ausflug kostet nichts und dauert inklusive Wartezeit rund 90 Minuten.

Food-Tour durch Queens oder Brooklyn

Queens gilt als der kulinarisch vielfältigste Bezirk der USA. In Flushing findest du eine der größten Chinatowns Nordamerikas, in Jackson Heights indische, nepalesische und kolumbianische Küche auf wenigen hundert Metern, in Astoria griechische und ägyptische Lokale. Ein Essen kostet dort meist 8 bis 15 Euro.

Geführte Touren dauern drei bis vier Stunden und kosten rund 70 bis 100 Euro inklusive Verkostungen. Du kannst die Strecke aber problemlos selbst laufen. Die Subway-Linie 7 verbindet Flushing, Jackson Heights und Long Island City direkt mit Manhattan und wird deshalb auch International Express genannt.

Tagesausflug nach Washington D.C. oder ins Hudson Valley

Washington D.C. erreichst du von Penn Station in gut drei Stunden mit dem Schnellzug, einfache Fahrt ab etwa 60 Euro bei früher Buchung. Ein Tagesausflug ist sportlich, aber machbar, wenn du den ersten Zug um kurz nach 5 Uhr nimmst. Die großen Museen der Smithsonian Institution kosten keinen Eintritt.

Entspannter ist das Hudson Valley. Von Grand Central fahren Züge entlang des Flusses nach Norden, nach Cold Spring dauert es etwa 80 Minuten und kostet rund 25 Euro für Hin- und Rückfahrt. Dort beginnen direkt am Bahnhof Wanderwege mit Blick auf den Hudson. Im Oktober ist die Laubfärbung dort spektakulärer als in jedem Stadtpark.

Für Zugfahrten ab New York gilt: Je früher du buchst, desto günstiger. Dieselbe Strecke nach Washington kann am Reisetag das Drei- bis Vierfache des Frühbucherpreises kosten.

Kosten und Budget für New York

New York gehört zu den teuersten Reisezielen weltweit, die Spanne ist aber größer als der Ruf vermuten lässt. Entscheidend sind Reisezeit, Stadtteil und die Frage, wie viele kostenpflichtige Attraktionen du besuchst. Alle Angaben sind Richtwerte in Euro (Stand: September 2026, kann abweichen).

Unterkunft

Die durchschnittliche Hotelrate in New York liegt bei rund 290 Euro pro Nacht, in Manhattan bei etwa 323 Euro. Saisonal schwankt das massiv: Im Januar sind es im Mittel rund 169 Euro, im Dezember etwa 466 Euro. Hostels und einfache Häuser in Queens oder Harlem beginnen bei 70 bis 110 Euro, Mittelklassehotels außerhalb von Midtown liegen bei 160 bis 240 Euro.

Zum Zimmerpreis kommen 14,75 Prozent Steuer sowie feste Gebühren von rund 3 Euro pro Nacht. Viele Häuser erheben zusätzlich eine sogenannte Facility Fee oder Destination Fee zwischen 20 und 40 Euro pro Nacht, die bei der Onlinebuchung oft erst im letzten Schritt auftaucht. Prüfe den Endpreis, bevor du buchst.

Essen und Trinken

Ein Bagel mit Frischkäse kostet 4 bis 6 Euro, eine Pizzascheibe 3 bis 5 Euro, ein Deli-Sandwich 10 bis 14 Euro. Ein einfaches Mittagessen im Restaurant liegt bei 18 bis 25 Euro, ein Abendessen mit Getränk bei 40 bis 60 Euro pro Person. Ein Bier in einer Bar kostet 8 bis 11 Euro, ein Cocktail 14 bis 20 Euro.

Auf all diese Beträge kommen noch Sales Tax und Trinkgeld. Ein Abendessen mit ausgewiesenen 50 Euro landet real bei rund 63 Euro.

Transport vor Ort

Eine einzelne Subway- oder Busfahrt kostet seit Januar 2026 3 US-Dollar, umgerechnet rund 2,60 Euro. Der automatische Wochendeckel begrenzt die Kosten: Nach zwölf bezahlten Fahrten innerhalb von sieben Tagen sind alle weiteren Fahrten frei, maximal zahlst du also 35 US-Dollar oder rund 30 Euro pro Woche. Eine Taxifahrt über zwanzig Blocks kostet je nach Verkehr 15 bis 25 Euro.

Tagesbudget im Überblick

Budgetca. 120 bis 170 Euro pro Person und Tag: Hostel oder einfaches Hotel außerhalb Manhattans, Streetfood und Deli, Subway, überwiegend kostenlose Sehenswürdigkeiten
Mittelklasseca. 220 bis 320 Euro pro Person und Tag: Mittelklassehotel, ein Restaurantbesuch täglich, eine kostenpflichtige Attraktion, Subway und gelegentlich Taxi
Komfortab 450 Euro pro Person und Tag: Hotel in guter Lage in Manhattan, gehobene Restaurants, Broadway-Ticket, Taxi statt Subway

Die Werte verstehen sich ohne Flug und ohne die ESTA-Gebühr. Sie schwanken erheblich mit der Reisezeit: Dieselbe Reise kostet Ende Januar oft ein Drittel weniger als in der ersten Dezemberhälfte.

Trinkgeld, Sales Tax und Bezahlen in New York

Der wichtigste Unterschied zu Deutschland: Ausgezeichnete Preise sind in den USA fast immer Nettopreise. Die Sales Tax von 8,875 Prozent wird in New York City erst an der Kasse aufgeschlagen. Das gilt für Restaurants, Elektronik, Souvenirs und die meisten Dienstleistungen.

Eine für Reisende erfreuliche Ausnahme betrifft Kleidung und Schuhe: Einzelstücke unter 110 US-Dollar sind in New York City komplett steuerfrei. Die Grenze gilt pro Artikel, nicht pro Einkauf. Drei Pullover zu je 90 Dollar bleiben also steuerfrei, ein einzelner Mantel für 120 Dollar nicht.

Trinkgeld ist in den USA kein Bonus, sondern Teil des Einkommens. Üblich sind 18 bis 20 Prozent im Restaurant, 1 bis 2 Dollar pro Getränk an der Bar, 15 bis 20 Prozent im Taxi und 1 bis 2 Dollar pro Gepäckstück für den Hotelpagen. Viele Kartenterminals schlagen beim Bezahlen Prozentsätze vor, die auf dem Bruttobetrag inklusive Steuer basieren. Du darfst den Betrag jederzeit manuell anpassen.

Achte außerdem auf die Zeile „Gratuity included“ auf der Rechnung. Bei Gruppen ab etwa sechs Personen berechnen viele Lokale das Trinkgeld automatisch. Dann musst du nichts zusätzlich geben.

Beim Bezahlen selbst brauchst du eine echte Kreditkarte. Debitkarten aus Europa werden längst nicht überall akzeptiert, besonders bei Hotels, Mietwagen und Kautionen. Kontaktloses Zahlen ist Standard, Bargeld brauchst du praktisch nur für Trinkgeld und kleine Imbisse. Achte bei Abhebungen und Zahlungen auf die Option, in US-Dollar statt in Euro abzurechnen, die angebotene Sofortumrechnung ist regelmäßig teurer.

Rechne im Kopf pauschal 30 Prozent auf jeden Restaurantpreis auf. Steuer und Trinkgeld zusammen machen diesen Aufschlag nahezu exakt aus.

Essen und Trinken in New York

New York hat keine eigene Küche im engeren Sinn, sondern die Küchen von zweihundert Herkunftsländern auf engem Raum. Genau das macht das Essen hier besser als in fast jeder anderen Stadt der Welt.

Drei Dinge solltest du probiert haben. Ein Bagel mit Frischkäse und Räucherlachs, idealerweise an einem Laden, der ihn noch selbst kocht und backt. Eine New York Slice, also ein einzelnes großes Pizzastück, das im Stehen gegessen und zum Essen einmal längs gefaltet wird. Und ein Pastrami on Rye in einem der alten jüdischen Delis, ein Sandwich mit so viel gepökeltem Rindfleisch, dass es sich kaum halten lässt.

Die Streetfood-Szene reicht vom Hotdog-Stand bis zu den Foodtrucks mit Halal-Gerichten, die abends an fast jeder größeren Kreuzung in Midtown stehen. Ein Teller Chicken over Rice kostet dort rund 9 bis 12 Euro und sättigt zwei Mahlzeiten lang. Markthallen wie die Chelsea Market oder das Time Out Market in Brooklyn bündeln viele kleine Stände unter einem Dach und eignen sich gut, wenn eure Gruppe unterschiedliche Wünsche hat.

Vegetarier und Veganer haben in New York keine Probleme. Praktisch jede Karte weist fleischlose Gerichte aus, rein vegane Restaurants gibt es besonders im East Village und in Brooklyn zahlreich. Auch die indische und die nahöstliche Küche in Queens bietet reichlich Auswahl ohne Fleisch.

Zu trinken gibt es außer dem Leitungswasser vor allem eine lebendige Bierszene. In Brooklyn und Queens produzieren dutzende kleine Brauereien, viele mit angeschlossenem Ausschank. Wein kommt häufig aus dem Bundesstaat New York selbst, die Anbaugebiete auf Long Island und am Finger-Lakes-Gebiet liefern ordentliche Weißweine.

Alkohol wird in New York nur mit Ausweiskontrolle verkauft, unabhängig vom Alter. Nimm deinen Reisepass mit, wenn du abends ausgehst. Ein deutscher Führerschein wird oft nicht akzeptiert.

Anreise und Flughäfen: JFK, Newark oder LaGuardia

New York wird von drei Flughäfen bedient. Aus dem deutschsprachigen Raum landen Direktflüge in der Regel in John F. Kennedy (JFK) oder in Newark (EWR). LaGuardia (LGA) bedient fast ausschließlich Inlandsflüge und ist für Europäer nur bei Anschlussverbindungen relevant.

Direktflüge gibt es ab Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin, Wien und Zürich. Die Flugzeit nach Westen beträgt rund acht bis neun Stunden, auf dem Rückweg wegen des Jetstreams nur etwa sieben bis acht Stunden. Ab Frankfurt und München ist die Auswahl am größten, ab kleineren Flughäfen fliegst du meist über ein Drehkreuz.

Vom JFK bringt dich der AirTrain für 8,75 US-Dollar zu den Subway-Stationen Jamaica oder Howard Beach, von dort geht es für 3 US-Dollar weiter nach Manhattan. Gesamtdauer rund 60 bis 75 Minuten. Ein Taxi kostet zur Pauschale von etwa 70 US-Dollar plus Maut und Trinkgeld, realistisch also rund 80 bis 90 Euro. Je nach Verkehr brauchst du 45 bis 90 Minuten.

Von Newark fährt der AirTrain zum Bahnhof Newark Liberty International Airport, von dort weiter mit dem Nahverkehrszug nach Penn Station. Zusammen rund 16 US-Dollar und etwa 45 Minuten. Das ist die schnellste Verbindung der drei Flughäfen nach Midtown. Ein Taxi liegt bei 80 bis 110 Euro, weil zusätzlich die Maut für den Tunnel anfällt.

Von LaGuardia gibt es keine direkte Subway-Anbindung. Die kostenlosen Zubringerbusse Q70 und M60 verbinden den Flughafen mit Subway-Stationen in Queens, was rund 45 Minuten bis Midtown bedeutet. Taxi kostet etwa 40 bis 60 Euro.

Plane bei der Rückreise mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen ein. Die Sicherheitskontrollen an JFK und Newark gehören zu den zeitaufwendigsten in den USA.

Fortbewegung vor Ort: Subway, Bus und zu Fuß

Die Subway ist das Rückgrat der Stadt und fährt 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. 472 Stationen machen sie zum größten U-Bahn-Netz der Welt. Bezahlt wird kontaktlos: Du hältst deine Kreditkarte, dein Handy oder eine OMNY-Karte an den Leser. Die klassische MetroCard wird seit dem 1. Januar 2026 nicht mehr verkauft und läuft im Lauf des Jahres vollständig aus. Als Reisender brauchst du sie nicht mehr.

Eine Fahrt kostet 3 US-Dollar, unabhängig von der Entfernung. Nach zwölf Fahrten innerhalb von sieben Tagen fährst du kostenlos weiter, der Deckel greift automatisch. Nutze durchgehend dieselbe Karte oder dasselbe Gerät, sonst zählt das System die Fahrten getrennt.

Zwei Besonderheiten solltest du kennen. Erstens gibt es Express- und Local-Züge auf denselben Linien. Express hält nur an großen Stationen und spart viel Zeit, fährt aber an kleineren Stationen vorbei. Zweitens sind viele Stationen nach Fahrtrichtung getrennt zugänglich: Bist du am falschen Eingang, kommst du nicht ohne erneutes Bezahlen auf die andere Seite. Achte auf die Schilder „Uptown“ für Norden und „Downtown“ für Süden.

Busse ergänzen das Netz vor allem in Ost-West-Richtung, wo die Subway Lücken hat. Sie kosten dasselbe und akzeptieren dieselbe Zahlweise, sind im dichten Verkehr aber deutlich langsamer.

Ein Mietwagen ist in New York City die schlechteste aller Optionen. Parken kostet in Manhattan 40 bis 70 Euro pro Tag, für die Einfahrt nach Manhattan südlich der 60th Street wird eine Mautgebühr von bis zu 9 US-Dollar fällig. Dazu kommt zäher Verkehr. Miete dein Auto erst, wenn du die Stadt verlässt.

Taxis und Ride-Hailing-Dienste sind reichlich vorhanden. Auf jede Fahrt kommt ein Zuschlag für die Innenstadtmaut, 0,75 US-Dollar beim klassischen Taxi und 1,50 US-Dollar bei Vermittlungsdiensten. Fahrräder und E-Scooter gibt es über Leihsysteme, sinnvoll sind sie vor allem im Central Park und entlang der Uferwege am Hudson.

Zu Fuß bist du in Manhattan über kurze Strecken oft schneller als mit jedem Verkehrsmittel. Zwanzig Blocks nach Norden oder Süden entsprechen rund 20 Gehminuten, ein Block nach Osten oder Westen ist dagegen deutlich länger.

Nachtleben in New York

Das Nachtleben verteilt sich über die gesamte Stadt und ist stark nach Vierteln sortiert. In Manhattan ist das Lower East Side die dichteste Barmeile, mit kleinen Läden dicht an dicht und einem jungen Publikum. Das East Village daneben ist etwas entspannter und günstiger.

Wer lieber Cocktails in ruhiger Umgebung trinkt, ist im West Village richtig. Dort liegen auch einige der bekanntesten Jazzclubs der Stadt, der Eintritt kostet meist 25 bis 45 Euro plus Mindestverzehr. Für Live-Musik abseits des Mainstreams lohnt sich Williamsburg in Brooklyn, wo sich in ehemaligen Fabrikhallen Konzertorte und Bars angesiedelt haben.

Rooftop-Bars sind ein eigenes Kapitel. Die Aussicht ist spektakulär, die Preise entsprechend: 16 bis 22 Euro für einen Cocktail sind normal. Viele Häuser verlangen ab dem frühen Abend eine Reservierung und haben eine Kleiderordnung, Turnschuhe und kurze Hosen sind oft nicht erlaubt.

Rechne mit einem Budget von 60 bis 100 Euro für einen Abend mit vier Getränken inklusive Trinkgeld. Die Sperrstunde liegt in New York bei 4 Uhr morgens, viele Bars schließen freiwillig früher. Ausweiskontrollen am Eingang sind Standard.

Typische Fehler bei der New-York-Planung

Der häufigste Fehler ist ein zu dichter Zeitplan. Fünf Programmpunkte quer über Manhattan lassen sich auf dem Papier gut sortieren, in der Praxis bleibt zwischen Anfahrt, Warteschlange und Sicherheitskontrolle kaum Zeit. Drei feste Punkte pro Tag sind ein realistisches Maß.

Fehler zwei: nur mit den Nettopreisen kalkulieren. Wer sein Tagesbudget nach den ausgeschriebenen Beträgen plant, liegt wegen Steuer und Trinkgeld regelmäßig 25 bis 30 Prozent daneben.

Fehler drei: Tickets erst vor Ort kaufen. Aussichtsplattformen, das 9/11 Museum und die Fähre zur Freiheitsstatue arbeiten mit Zeitfenstern, beliebte Slots sind Tage im Voraus ausgebucht. Buche mindestens die großen Punkte vorab.

Fehler vier: das falsche Schuhwerk. An einem normalen Tag in New York läufst du zwischen 15 und 25 Kilometer, überwiegend auf Beton. Das merken die Füße nach dem zweiten Tag deutlich.

Fehler fünf: die Unterkunft allein nach dem Preis wählen. Ein Zimmer für 40 Euro weniger, das eine Stunde Anfahrt pro Strecke bedeutet, kostet dich in einer Woche rund vierzehn Stunden Lebenszeit. Rechne Fahrzeit immer mit ein.

Fehler sechs: die Reisekrankenversicherung vergessen. Medizinische Behandlung ist in den USA extrem teuer, ein Krankenhausbesuch kann vierstellig werden. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport kostet für zwei Wochen meist unter 30 Euro.

Häufige Fragen zu New York

Wie viel kostet eine Woche New York für zwei Personen?

Für eine Woche zu zweit solltest du ohne Flug mit 3.000 bis 4.500 Euro rechnen, wenn du in einem Mittelklassehotel wohnst, einmal täglich im Restaurant isst und zwei bis drei kostenpflichtige Attraktionen besuchst. Sparsam Reisende kommen mit rund 1.700 bis 2.400 Euro aus, wenn sie in Queens oder Harlem übernachten und vor allem kostenlose Sehenswürdigkeiten ansteuern. Die Flüge ab Deutschland kosten je nach Saison zusätzlich 450 bis 900 Euro pro Person.

Wann ist die beste Reisezeit für New York?

Die angenehmsten Monate sind Mai, Juni, September und Oktober. Dann liegen die Temperaturen tagsüber zwischen 18 und 26 Grad, die Schwüle des Hochsommers fehlt. Die Parks sind in bester Verfassung. Wer vor allem sparen will, reist in der zweiten Januarhälfte oder im Februar: Die Hotelpreise liegen dann bei etwa einem Drittel der Dezemberwerte, dafür musst du mit Temperaturen um den Gefrierpunkt rechnen.

Brauche ich für New York ein Visum?

Nein. Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger reisen im Rahmen des Visa Waiver Programms mit einer ESTA-Genehmigung ein, solange der Aufenthalt 90 Tage nicht überschreitet. Dafür brauchst du einen gültigen biometrischen Reisepass. Die ESTA kostet 40,27 US-Dollar und gilt zwei Jahre. Ein reguläres Visum wird nötig, wenn du dich am oder nach dem 12. Januar 2021 in Kuba aufgehalten hast.

Wie viele Tage sollte ich für New York einplanen?

Für einen ersten Besuch sind fünf bis sieben volle Tage ideal. In drei Tagen schaffst du die bekanntesten Punkte, hetzt dabei aber von einem zum nächsten. Mit fünf Tagen kommen ein Museumstag, ein Tag in Brooklyn und ausreichend Zeit zum Bummeln dazu. Der Anreisetag zählt wegen Flugdauer und Zeitverschiebung kaum als voller Tag.

Welche Aussichtsplattform in New York ist die beste?

Top of the Rock im Rockefeller Center bietet den ausgewogensten Blick, weil du von dort sowohl das Empire State Building als auch den kompletten Central Park siehst. Das Empire State Building punktet mit der historischen Art-déco-Lobby und dem Blick über Midtown. SUMMIT One Vanderbilt ist weniger Aussichtsplattform als Kunstinstallation mit Spiegelräumen und liefert die spektakulärsten Fotos. Die Preise liegen zwischen 37 und 39 Euro.

Ist New York sicher für Touristen?

Ja. New York gehört heute zu den sichersten Großstädten der USA, die Kriminalitätsrate liegt deutlich unter der vieler anderer amerikanischer Metropolen. In den Touristenvierteln reicht normale Großstadtvorsicht aus. Meide nachts leere Subway-Waggons und Parks, achte in Menschenmengen am Times Square auf deine Wertsachen und lass Taschen in Restaurants nicht unbeaufsichtigt.

Wie komme ich vom Flughafen JFK nach Manhattan?

Am günstigsten mit dem AirTrain zur Station Jamaica oder Howard Beach für 8,75 US-Dollar und von dort mit der Subway für 3 US-Dollar weiter. Die Gesamtfahrzeit beträgt 60 bis 75 Minuten. Ein Taxi kostet zur Festpreispauschale rund 80 bis 90 Euro inklusive Maut und Trinkgeld und braucht je nach Verkehr 45 bis 90 Minuten.

Fazit: Lohnt sich New York als Reiseziel?

New York ist teuer, anstrengend und laut. Es ist auch eine der wenigen Städte, die ihrem eigenen Bild standhalten. Der erste Blick von der Brooklyn Bridge auf die Skyline, der Lärm der Subway, ein Pastrami-Sandwich im Deli: Das alles wirkt vertraut aus Filmen und fühlt sich vor Ort trotzdem größer an als erwartet.

Besonders geeignet ist die Stadt für Reisende, die Kultur, Architektur und Essen kombinieren wollen und dabei ein städtisches Tempo mögen. Wer Ruhe sucht oder ein knappes Budget hat, findet in Europa lohnendere Städtereisen.

Plane mindestens fünf Tage ein, wohne bewusst außerhalb von Midtown, rechne 30 Prozent auf jeden ausgeschriebenen Preis auf und lass dir pro Tag mindestens einen halben Tag ohne festes Programm. Dann ist New York jeden Euro wert.

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