Wetter in Japan

Wetter & Klima in Japan – Beste Reisezeit und Klimatabelle

Flagge Japan

Guide

Japan erstreckt sich über mehr als 3.000 Kilometer von Nord nach Süd. Daher ist das Klima auch je nach Region sehr unterschiedlich. Während in Hokkaido meterhoher Schnee fällt, sind auf Okinawa ganzjährig Temperaturen über 20 Grad normal. Dazwischen erlebt der Archipel vier ausgeprägte Jahreszeiten mit unverwechselbaren Höhepunkten: wunderschöne Kirschblüten im Frühling, schwüle Festivalnächte im Sommer, traumhaft leuchtendes Herbstlaub im November und schneesichere Skihänge im Winter.

Klima in Japan

Das Wetter in Japan lässt sich nicht auf eine einzige Formel reduzieren. Der Inselstaat gliedert sich in sechs Klimaregionen, geprägt von Meeresströmungen, dem Monsunwind und dem Gebirgsrelief des Inlands. Der kalte Oyashio-Strom im Osten und der warme Kuroshio-Strom im Süden sorgen für starke Temperaturkontraste.

Im Norden, auf Hokkaido, herrscht ein kalt-gemäßigtes Klima mit langen, schneereichen Wintern und kurzen, milden Sommern. Die Westküste Honshus am Japanischen Meer empfängt im Winter gewaltige Schneemengen durch feuchte sibirische Winde.

Das zentrale Hochland hat ein ausgeprägtes Kontinentalklima mit starken Temperaturschwankungen. Die Pazifikküste rund um Tokio und Osaka weist ein feucht-subtropisches Klima auf. Ganz im Süden, auf den Ryukyu-Inseln, ist das Klima bereits fast tropisch.

Zwei Phänomene prägen das japanische Klima besonders: die Regenzeit Tsuyu von Anfang Juni bis Mitte Juli sowie die Taifunsaison von August bis Oktober. Beide solltest du bei der Reiseplanung kennen.

Klimadaten in diesem Artikel: Alle Temperaturen und Niederschlagswerte beziehen sich auf Tokio als zentrale Referenzstadt. Hokkaido ist im Schnitt 5 bis 10 Grad kälter, Okinawa entsprechend wärmer. Für andere Regionen empfiehlt sich ein Abgleich mit regionalen Klimadaten.

Klimatabelle Japan – Temperaturen und Niederschlag nach Monaten

Die folgende Klimatabelle für Japan zeigt die Durchschnittswerte für Tokio über das gesamte Jahr. Die Werte machen deutlich, wie stark das Klima je nach Jahreszeit schwankt: von trockenen, kühlen Wintern bis zu heißen, niederschlagsreichen Sommermonaten. Hokkaido und Okinawa weichen von diesen Werten erheblich ab.

Monat Höchsttemp. (°C) Tiefsttemp. (°C) Niederschlag (mm) Sonnenstunden/Tag Meerestemperatur (°C)
Januar 10 2 55 6 13
Februar 10 3 55 6 13
März 14 5 115 6 14
April 19 10 130 6 16
Mai 23 15 140 6 19
Juni 25 19 165 4 22
Juli 29 23 155 6 24
August 31 25 155 6 26
September 28 21 225 5 25
Oktober 23 15 210 5 22
November 17 9 95 6 19
Dezember 13 4 40 5 15

Alle Angaben sind Durchschnittswerte für Tokio (Stand: 2026 – aktuelle Werte vor Reiseantritt prüfen). Regionale Abweichungen sind möglich.

Die beste Reisezeit für Japan

Die Frage nach der besten Reisezeit für Japan hängt davon ab, was du erleben möchtest. Frühling und Herbst gelten allgemein als die angenehmsten Reisephasen, doch jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz.

Beste Reisezeit für Strand und Baden

Wer Japans Strände erleben möchte, ist auf Okinawa am besten von Mai bis Juli sowie von Oktober bis Mitte November aufgehoben. Dann sind die Temperaturen warm, das Wasser lädt mit rund 27 bis 29 Grad zum Baden ein. Die Taifungefahr ist vergleichsweise gering.

Im August ist das Wasser zwar am wärmsten, das Risiko von Stürmen aber am höchsten. Auf den Hauptinseln eignen sich die Monate Juli und August für Strandbesuche – auch wenn die Kombination aus Hitze und Luftfeuchtigkeit anstrengend sein kann.

Beste Reisezeit für Städtereisen und Kultur

Für Tokio, Kyoto und Osaka sind März bis Anfang Mai sowie Oktober und November die idealen Monate. Die Temperaturen sind angenehm, der Himmel oft klar, und sowohl die Kirschblüte im Frühling als auch das leuchtende Herbstlaub im Herbst machen den Städtetrip zu etwas Besonderem. Während der Kirschblüte und der Goldenen Woche (Ende April bis Anfang Mai) steigen Preise und Besucherzahlen deutlich. Wer es ruhiger mag, weicht auf November aus.

Beste Reisezeit für Wandern und Natur

Wer in den Japanischen Alpen wandern möchte, ist von Juni bis Oktober gut unterwegs. Die Hochlagen bieten im Sommer eine willkommene Abkühlung, der Herbst verwandelt die Bergwälder in ein wunderschönes Farbenspiel.

Auf Hokkaido liegt die beste Wanderzeit zwischen Mai und September: Im Mai blühen dort als letzte Region Japans noch die Kirschbäume und der kurze Sommer ist angenehm kühl und klar.

Beste Reisezeit für Wintersport

Japan ist unter Ski- und Snowboardfahrern weltweit für seinen außergewöhnlich lockeren Pulverschnee bekannt. Die beste Wintersportzeit liegt zwischen Dezember und März, mit dem Schneehöhepunkt im Januar und Februar.

Hokkaido mit seinen Skigebieten rund um Niseko und Furano sowie die Japanischen Alpen mit Hakuba und Nagano bieten hervorragende Pistenbedingungen. Das berühmte Sapporo Schneefestival in der ersten Februarwoche ist ein zusätzliches Highlight.

Hochsaison und Buchungstipp: Die Kirschblütensaison (Ende März bis April) und die Goldene Woche (Ende April bis Anfang Mai) sind Spitzenzeiten in Japan. Hotels und Shinkansen-Züge sind oft Wochen im Voraus ausgebucht. Plane frühzeitig und buche spätestens drei Monate im Voraus, wenn du in dieser Zeit reist.

Japan Wetter Monat für Monat

Hier findest du für jeden Monat eine kompakte Übersicht über das typische Wetter in Japan, mit konkreten Temperaturangaben für Tokio sowie Hinweisen auf saisonale Highlights und mögliche Einschränkungen.

Wetter in Japan im Januar

Der Januar in Japan ist kalt und trocken. In Tokio liegen die Temperaturen tagsüber um 10 Grad, nachts sinken sie auf etwa 2 Grad. Der Himmel ist oft erstaunlich klar, was die Stadt fotografisch reizvoll macht. Im Norden, auf Hokkaido, herrscht tiefer Winter mit Temperaturen um –10 Grad und viel Schnee.

Wintersportler sind in diesen Wochen in den Gebirgsregionen am besten aufgehoben. Touristisch ist es die ruhigste Zeit des Jahres. Wartezeiten an Sehenswürdigkeiten sind gering, Preise für Unterkünfte oft günstiger. Okinawa bietet im Januar noch angenehme 18 bis 20 Grad.

Wetter in Japan im Februar

Der Februar ähnelt klimatisch dem Januar. In Tokio liegen die Temperaturen zwischen 3 und 10 Grad, gelegentlich gibt es sogar leichten Schneefall, der die Stadt kurz verwandelt. Das wichtigste Ereignis des Monats ist das Sapporo Schnee- und Eisfestival in der ersten Februarwoche, das riesige Eisskulpturen und Schneeplastiken zeigt.

In den wärmeren Regionen Kyushus und Okinawas beginnen erste Pflaumenbäume (Ume) zu blühen, ein zarter Vorbote des Frühlings. Für Wintersportler ist der Februar der schneesicherste Monat.

Wetter in Japan im März

Mit dem März beginnt der japanische Frühling und mit ihm die Vorfreude auf die Kirschblüte (Sakura). In Kyushu und dem Süden starten die ersten Kirschbäume bereits Ende März, in Tokio typischerweise um den 20. bis 25. März.

Die Temperaturen steigen tagsüber auf 12 bis 18 Grad, können aber noch schwanken. Ein kompakter Regenschirm ist empfehlenswert. Die Reiseaktivität nimmt deutlich zu – gerade für Kyoto und Tokio lohnt sich eine frühzeitige Buchung.

Wetter in Japan im April

Der April ist für viele Reisende der wunderschönste Monat in Japan. Die Kirschblüte ist in Tokio meist in der ersten und zweiten Aprilwoche auf ihrem Höhepunkt. Parks, Flussufer und Burgareale laden zu traditionellen Hanami-Picknicks unter den Bäumen ein.

Die Temperaturen liegen bei 14 bis 20 Grad. Ende April beginnt die Goldene Woche mit mehreren aufeinanderfolgenden Feiertagen. Züge und Hotels sind früh ausgebucht, Preise steigen. Wer flexibel ist, reist kurz nach der Goldenen Woche für deutlich ruhigere Verhältnisse.

Kirschblüte (Sakura) – Timing: Die Blütezeit dauert an einem Ort nur 1 bis 2 Wochen. In Tokio ist der Höhepunkt typischerweise zwischen dem 28. März und dem 10. April, in Kyoto etwas früher oder gleichzeitig. Aktuelle Prognosen veröffentlicht die Japan Meteorological Corporation jährlich ab Februar.

Wetter in Japan im Mai

Der Mai gehört zu den angenehmsten Reisemonaten. In Tokio sind 19 bis 23 Grad bei häufigem Sonnenschein normal, die Luftfeuchtigkeit ist noch gut verträglich. Auf Hokkaido erleben die Kirschbäume erst jetzt ihren Höhepunkt – deutlich ruhiger als in Zentraljapan.

Die erste Maiwoche ist Teil der Goldenen Woche; danach beruhigt sich das Reiseaufkommen spürbar. Okinawa hat bereits sommerliche Bedingungen, die Regenzeit beginnt dort Ende Mai. Für Städtereisen und Outdoor-Aktivitäten gleichermaßen ideal.

Wetter in Japan im Juni

Im Juni startet in Japan die Regenzeit Tsuyu. In Tokio ist das typischerweise zwischen dem 5. und 10. Juni der Fall. Die Luftfeuchtigkeit steigt stark an, Schauer sind häufig, und bedeckter Himmel dominiert. Trotzdem ist der Juni nicht ohne Reiz: Die Hortensien (Ajisai) blühen in faszinierendem Blau durch ganz Japan, Tempel und Schreine sind merklich ruhiger, Hotelpreise sinken spürbar.

Die Temperaturen liegen bei 22 bis 25 Grad. Auf Okinawa ist die Regenzeit im Juni bereits vorbei – dort beginnt jetzt die Hochsaison.

Wetter in Japan im Juli

Im Juli endet die Regenzeit in Tokio üblicherweise um die Monatsmitte. Dann setzt ein heißer, schwüler Sommer ein: Temperaturen um 29 Grad kombiniert mit hoher Luftfeuchtigkeit, machen den Aufenthalt in Tieflandstädten körperlich anstrengend.

Japan lebt diesen Monat trotzdem auf: Zahlreiche Sommerfestivals (Matsuri) mit beeindruckenden Feuerwerksshows und Trommelveranstaltungen finden in ganz Japan statt. In den Bergen und auf Hokkaido ist es deutlich angenehmer. Mit leichter Kleidung und ausreichend Wasser lässt sich der Sommer gut meistern.

Wetter in Japan im August

Der August ist der heißeste Monat in Japan. In Tokio sind 31 Grad tagsüber mit schwüler Luft Standard. Gleichzeitig ist es Hochsaison auf Okinawa, wo das Wasser auf 29 Grad ansteigt. Das Obon-Fest Mitte August ist eines der bedeutendsten Feste des Landes – die Japaner reisen dann massenhaft zu ihren Familien, was öffentliche Verkehrsmittel und Touristenorte sehr belebt.

Im August beginnt auch die aktivste Phase der Taifunsaison. Eine Reiseversicherung mit Stornoschutz ist in diesem Monat besonders sinnvoll.

Wetter in Japan im September

Der September ist der niederschlagsreichste Monat in Tokio, mit durchschnittlich rund 225 Millimetern. Die Taifunsaison erreicht in diesem Monat ihren Höhepunkt. Gleichzeitig kühlt es gegen Monatsende spürbar ab: Aus schwülen 28 Grad zu Monatsbeginn werden angenehme 23 bis 25 Grad.

Im Norden, auf Hokkaido, beginnt die traumhafte Herbstlaubfärbung. Wer flexibel plant und bereit ist, einen möglichen Taifundurchzug einzukalkulieren, kann den späten September schon mit ersten Herbstkonturen genießen.

Wetter in Japan im Oktober

Der Oktober gehört neben dem Frühling zur beliebtesten Reisezeit in Japan. Mit 19 bis 23 Grad in Tokio sind die Temperaturen ideal, die Luft klar und trocken und der Momiji setzt ein. Auf Hokkaido und in den Japanischen Alpen leuchtet das Laub bereits in tiefem Rot und sattem Orange.

Das Taifunrisiko nimmt ab, bleibt aber besonders zu Monatsbeginn noch relevant. Wer Kyoto im vollen Herbstlaub erleben möchte, plant den Besuch für Mitte bis Ende November.

Wetter in Japan im November

Der November gilt vielen Japankennern als der beste Reisemonat überhaupt. Die Herbstlaubfärbung (Momiji) erreicht in Zentraljapan ihren Höhepunkt: Kyoto, Nikko und Tokio strahlen in leuchtendem Rot und tiefem Orange.

Die Temperaturen liegen bei 9 bis 17 Grad – angenehm kühl, aber noch lange kein Winter. Taifune spielen kaum noch eine Rolle. Das Reiseaufkommen ist zwar spürbar, aber deutlich moderater als während der Kirschblüte. Für Städtereisen, Wanderungen und Tempelbesuche sind dies traumhafte Bedingungen.

Wetter in Japan im Dezember

Im Dezember beginnt in Japan der Winter. Tokio kühlt auf 10 bis 13 Grad am Tag ab, abends werden 4 bis 7 Grad erreicht. Schneefall in Tokio ist selten – in den Bergen und auf Hokkaido hingegen häuft sich der Schnee. Dafür leuchten die Städte in festlichem Lichterglanz: Weihnachtsilluminationen sind in Japan eine beliebte Tradition, besonders in Tokio und Osaka.

Es ist touristisch die ruhigste Zeit, mit niedrigen Preisen und kurzen Wartezeiten. Für Skifahrer öffnen die Pisten ab Mitte Dezember.

Regionale Klimaunterschiede in Japan

Die enorme Nord-Süd-Ausdehnung und die Gebirgszüge des Inlands führen dazu, dass sich das Klima von Region zu Region stark unterscheidet. Wer Japan bereist, sollte die klimatischen Eigenheiten des jeweiligen Reiseziels kennen.

Hokkaido – der kühle Norden

Hokkaido hat das kälteste Klima Japans. Die Winter dauern von November bis April, Temperaturen fallen regelmäßig auf –10 bis –20 Grad. Jährliche Schneemengen von mehreren Metern sind keine Seltenheit. Der Sommer ist kurz und angenehm mild mit maximal 26 Grad und kaum Luftfeuchtigkeit. Die Regenzeit Tsuyu betrifft Hokkaido praktisch nicht. Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und September sowie von Dezember bis März für Wintersport.

Pazifikküste Honshu – Tokio, Kyoto, Osaka

Die Pazifikseite der Hauptinsel Honshu hat das feucht-subtropische Klima, das die meisten Reisenden mit Japan verbinden: klare, kühle Winter, wunderschöne Frühlings- und Herbstmonate sowie heiße, schwüle Sommer mit Regenzeit. Schneefall in Tokio kommt vor, bleibt aber selten. Die beste Reisezeit ist von März bis Mai und von Oktober bis November.

Westküste – Japanisches Meer

Die Westküste Honshus empfängt im Winter gewaltige Schneemengen durch feuchte, kalte Winde aus Sibirien, die über das Japanische Meer ziehen. Während Tokio an denselben Tagen sonnig und trocken sein kann, schneit es in Regionen wie Niigata oder Kanazawa heftig. Im Sommer ist die Westküste trockener und kühler als die Pazifikseite. Die beste Reisezeit liegt im Frühling und Herbst.

Okinawa und die Ryukyu-Inseln

Okinawa hat das wärmste Klima Japans. Die Wintertemperaturen liegen selten unter 15 Grad, der Sommer bringt 30 bis 33 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Regenzeit beginnt hier bereits Anfang Mai und endet Mitte Juni. Von August bis Oktober besteht erhöhte Taifungefahr. Die beste Reisezeit liegt zwischen Januar und April sowie von November bis Dezember.

Regenzeit in Japan – Tsuyu, der Pflaumenregen

Die Regenzeit in Japan trägt den poetischen Namen Tsuyu, was so viel wie „Pflaumenregen“ bedeutet. Sie entsteht, wenn eine Front feuchtwarmer Luft aus dem Pazifik auf kühlere Luftmassen aus dem Norden trifft. Das Ergebnis ist eine stabile Regenfront, die sich über weite Teile Japans legt.

Auf Okinawa beginnt Tsuyu bereits Anfang Mai. Kyushu und der Süden folgen Ende Mai, Tokio und Zentraljapan meist zwischen dem 5. und 10. Juni. Die Regenzeit endet von Süden nach Norden: In Tokio ist üblicherweise um den 20. Juli Schluss. Hokkaido ist von Tsuyu so gut wie nicht betroffen.

Tsuyu ist kein Dauerregen. Die Niederschläge kommen in Schüben, oft morgens oder abends, unterbrochen von bewölkten, schwülen Stunden. Die Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent und mehr ist für viele Europäer das belastendere Phänomen. Regenjacke, atmungsaktive Kleidung und viel Wasser sind unverzichtbar.

Lohnt sich eine Japanreise in der Regenzeit? Ja – wenn du weißt, worauf du dich einlässt. Tempel und Schreine sind deutlich ruhiger, Hotelpreise fallen spürbar und die blühenden Hortensien (Ajisai) in Blau und Lila schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Wer ein bis zwei Regentage pro Woche einkalkuliert, erlebt ein Japan mit weniger Touristen.

Tsuyu – Regenzeit in Japan: Die Regenzeit dauert in den meisten Regionen von Anfang Juni bis Mitte Juli. Sie bringt regelmäßige Schauer und hohe Luftfeuchtigkeit, aber keinen ununterbrochenen Dauerregen. Okinawa ist bereits ab Anfang Mai betroffen, Hokkaido praktisch gar nicht.

Taifune und extreme Wetterereignisse in Japan

Japan liegt in einer der taifunreichsten Regionen der Welt. Die Taifunsaison dauert offiziell von Mai bis Oktober, erreicht aber ihren Höhepunkt im August und September. Pro Jahr ziehen rund 25 tropische Stürme durch den Nordwestpazifik, von denen durchschnittlich zwei bis drei die japanischen Hauptinseln direkt treffen.

Besonders betroffen sind Okinawa, Kyushu und Shikoku. Auch Teile Honshus einschließlich Tokio können von Taifunen getroffen werden. Die Hauptgefahr geht nicht allein von starken Winden aus, sondern von den extremen Regenfällen, die binnen ein bis zwei Tagen Mengen von 200 bis 700 Millimetern bringen können. In Bergregionen entstehen dadurch Erdrutsche und Überflutungen.

Für Reisende gilt: Japans Warnsystem für Taifune funktioniert präzise und zuverlässig. Behörden geben rechtzeitig Evakuierungsempfehlungen heraus. Flüge, Züge und Fähren werden bei herannahenden Stürmen eingestellt – plane für ein bis zwei Tage Wartezeit ein. Ein Taifun ist an einem Ort meist nicht länger als 48 Stunden aktiv.

Neben Taifunen ist Japan erdbebengefährdet. Das Land liegt am Pazifischen Feuerring, kleinere Erdbeben kommen regelmäßig vor. Touristisch spürbare Schäden sind selten; die japanische Infrastruktur ist konsequent auf Erdbeben ausgelegt.

Reise- und Sicherheitshinweise Japan: Das Auswärtige Amt stuft Japan als sicheres Reiseziel ein. Aktuelle Hinweise zu Taifunen, Erdbeben und weiteren Naturereignissen findest du unter auswaertiges-amt.de.

Was anziehen? – Kleidungstipps für Japan

Japan hat ausgeprägte Jahreszeiten. Was du einpackst, hängt stark davon ab, wann und wohin du reist.

Sommer und Hochsaison (Juni bis September)

Im japanischen Sommer sind Temperaturen über 30 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit Standard. Setze auf atmungsaktive, leichte Kleidung aus Leinen oder schnelltrocknenden Materialien. Öffentliche Gebäude, Einkaufszentren und viele Restaurants sind stark klimatisiert – ein dünner Pullover oder ein leichtes Langarmshirt ist im Gepäck unverzichtbar.

Während der Tsuyu-Zeit ist ein kompakter Faltschirm hilfreich. Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist bei Outdoor-Aktivitäten Pflicht.

Winter und Nebensaison (Dezember bis Februar)

In Tokio bewältigst du den Winter mit einem guten Mantel, Schal und Handschuhen. Auf Hokkaido oder in den Japanischen Alpen brauchst du Thermowäsche, wasserdichte Kleidung und warme Stiefel. Qualitativ hochwertige Winterkleidung gibt es in Japan selbst in ausgezeichneter Auswahl. Für Okinawa genügt im Dezember und Januar eine leichte Herbstjacke.

Übergangszeit – Frühling und Herbst (März bis Mai, Oktober bis November)

Die Übergangsjahreszeiten sind wettertechnisch am angenehmsten – aber auch unberechenbar. Im März kann ein sonniger 20-Grad-Tag von einem kühleren Regentag folgen.

Schichtenkleidung ist die beste Strategie: Langarmshirt, leichte Jacke und ein kompakter wasserabweisender Anorak im Rucksack decken die meisten Situationen ab. Im Herbst solltest du ab Oktober ein mittleres Äußeres einplanen, abends wird es kühl.

Häufige Fragen zum Wetter in Japan

Wann ist die beste Reisezeit für Japan?

Die klassischen Empfehlungen sind März bis Anfang Mai für Kirschblüte und angenehme Temperaturen sowie Oktober und November für das Herbstlaub und klares Wetter. Beide Zeiträume sind klimatisch hervorragend, aber touristisch belebt. Wer günstiger und ruhiger reisen möchte, wählt den Februar oder den späten September.

Wie warm ist es in Japan im Sommer und Winter?

Im Sommer (Juli bis August) liegen die Temperaturen in Tokio bei 28 bis 31 Grad, in Okinawa noch etwas höher. Im Winter (Dezember bis Februar) sind es in Tokio durchschnittlich 5 bis 12 Grad am Tag. Auf Hokkaido können die Temperaturen auf –15 Grad und tiefer fallen.

Hat Japan eine Regenzeit?

Ja. Die Regenzeit heißt Tsuyu und dauert in den meisten Regionen von Anfang Juni bis Mitte Juli. Sie ist durch häufige Niederschläge und hohe Luftfeuchtigkeit geprägt. Okinawa ist bereits ab Anfang Mai betroffen, Hokkaido so gut wie gar nicht.

Wann ist Hochsaison in Japan?

Die zwei Haupthochsaisons sind die Kirschblütensaison (Ende März bis Ende April) und die Goldene Woche (Ende April bis Anfang Mai). In dieser Zeit steigen Hotelpreise merklich, und beliebte Ziele wie Kyoto sind sehr voll. Eine zweite Hochsaison ist die Herbstlaubzeit im November, allerdings etwas entspannter.

Welche Kleidung brauche ich für Japan?

Das hängt stark von der Jahreszeit ab. Im Sommer ist atmungsaktive, leichte Kleidung Pflicht, dazu ein Schirm für die Regenzeit und eine dünne Jacke für die Klimaanlage. Im Frühling und Herbst empfiehlt sich Schichtenkleidung. Im Winter brauchst du für Tokio einen Mantel, für Hokkaido und die Berge volle Winterausrüstung.

In welchem Monat ist das Wetter in Japan am schönsten?

Besonders schöne Monate sind der April mit der Kirschblüte und angenehmen Temperaturen sowie der November mit dem leuchtenden Herbstlaub und klarem Wetter. Beide gelten aus meteorologischer und ästhetischer Sicht als Höhepunkte des japanischen Jahres.

Wann blühen die Kirschbäume in Japan?

Die Kirschblüte (Sakura) beginnt in der Regel Ende März in Kyushu und Tokio und zieht sich bis Anfang Mai nach Hokkaido. An einem Ort dauert die Blüte nur etwa ein bis zwei Wochen. Plane deshalb flexible Reisedaten oder nutze die jährlichen Sakura-Prognosen, die ab Februar veröffentlicht werden.

Wie gefährlich sind Taifune für Japanreisende?

Taifune kommen vor – vor allem im August und September. Sie können Flüge und Züge für ein bis zwei Tage unterbrechen und einzelne Regionen vorübergehend unzugänglich machen. Das Warnsystem ist jedoch sehr zuverlässig. Japaner sind auf solche Ereignisse gut vorbereitet. Reisenden passiert dabei selten etwas Ernstes. Empfehlenswert ist in jedem Fall eine Reiseversicherung mit Naturkatastrophenschutz.

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