Der häufigste Fehler in Dubrovnik ist keine falsche Sehenswürdigkeit, sondern die falsche Uhrzeit. Zwischen 10 und 16 Uhr schieben sich die Tagesgäste der Kreuzfahrtschiffe durch die Gassen, ab dem späten Nachmittag gehört die Altstadt wieder den Übernachtungsgästen. Wer seinen Dubrovnik Urlaub um diesen Rhythmus herum plant, erlebt dieselbe Stadt für dasselbe Geld völlig anders. Dieser Beitrag zeigt dir die besten Zeitfenster für Stadtmauer und Seilbahn, welches Viertel sich zum Wohnen wirklich lohnt und was drei Tage vor Ort realistisch kosten.
| Land / Region | Kroatien, Süddalmatien |
| Einwohnerzahl | rund 41.000 in der Stadt |
| Sprache | Kroatisch, im Tourismus fast überall Englisch, oft auch Deutsch |
| Währung | Euro (seit Januar 2023) |
| Zeitzone | MEZ (UTC+1), keine Zeitverschiebung zu Deutschland, Österreich und der Schweiz |
| Beste Reisezeit | Mai, Juni sowie September und Anfang Oktober |
| Flughafen | Dubrovnik (DBV) bei Čilipi, rund 20 Kilometer südöstlich |
Urlaub in Dubrovnik: Das musst du wissen
Dubrovnik ist eine kleine Stadt mit einer sehr großen Vergangenheit. Die Altstadt passt in ein Rechteck von wenigen hundert Metern Kantenlänge, komplett umschlossen von einer Mauer aus hellem Kalkstein. Innerhalb dieser Mauern gibt es kein einziges Auto, dafür polierte Gassen, Treppen an fast jeder Ecke und eine Hauptstraße, die im Sonnenlicht spiegelt wie ein Parkettboden. Genau diese Kompaktheit macht den Reiz aus, sie ist aber auch der Grund für das größte Problem der Stadt.
Vom 14. Jahrhundert bis 1808 war Dubrovnik als Republik Ragusa ein eigenständiger Stadtstaat. Der Reichtum kam aus dem Seehandel, die Unabhängigkeit aus geschickter Diplomatie zwischen Venedig und dem Osmanischen Reich. Ein schweres Erdbeben zerstörte die Stadt 1667 fast vollständig, der Wiederaufbau erfolgte in einem einheitlichen Barockstil. Deshalb wirkt die Altstadt heute wie aus einem Guss. Seit 1979 steht sie auf der Liste des UNESCO-Welterbes.
Die jüngste Wunde ist frischer, als viele Besucher ahnen. Von Oktober 1991 bis Mai 1992 wurde Dubrovnik im Kroatischen Unabhängigkeitskrieg belagert und beschossen, rund zwei Drittel der Gebäude in der Altstadt nahmen Schaden. Der Wiederaufbau dauerte Jahre. Wenn du auf der Stadtmauer stehst, erkennst du die Geschichte an den Dächern: Die leuchtend orangen Ziegel sind neu, die verwitterten dunklen Flächen haben den Beschuss überstanden.
Kroatien gehört zur EU und zum Schengenraum. Für Deutsche, Österreicher und Schweizer reicht ein gültiger Personalausweis, ein Visum ist nicht nötig. Auch Kinder brauchen ein eigenes Ausweisdokument (Stand: September 2026, aktuelle Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de).
Geheimtipps für Dubrovnik, die im Reiseführer fehlen
Der wichtigste Tipp kostet nichts: Verschiebe alles, was in der Altstadt liegt, auf den frühen Morgen oder den Abend. Die Kreuzfahrtschiffe liegen begrenzte Stunden im Hafen von Gruž, ihre Gäste sind fast alle zwischen dem späten Vormittag und dem Nachmittag in der Altstadt unterwegs. Um 8 Uhr gehört dir die Stradun fast allein, um 19 Uhr ebenfalls. Die Stadt hat die Zahl der gleichzeitig anlegenden Schiffe inzwischen deutlich begrenzt, spürbar voll wird es an guten Sommertagen trotzdem.
Zweiter Punkt, der viele überrascht: In der Altstadt gelten verbindliche Verhaltensregeln. Oberkörperfrei oder in Badekleidung durch die Gassen zu laufen ist untersagt und kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Dasselbe gilt für Alkoholkonsum auf offener Straße außerhalb der Gastronomie. Die Stadt bittet außerdem darum, Rollkoffer über das Kopfsteinpflaster zu tragen statt zu ziehen, weil der Lärm in den engen Gassen enorm ist. Ein Verbot ist das nicht, ein Gefallen an die Anwohner schon.
Trinkwasser musst du nicht kaufen. In der Altstadt stehen mehrere historische Brunnen mit einwandfreiem Leitungswasser, der bekannteste ist der große Onofrio-Brunnen direkt hinter dem Pile-Tor. Auch an der Bergstation der Seilbahn gibt es eine Auffüllstation. Eine Flasche Wasser kostet in der Altstadt sonst schnell 3 Euro.
Wer Geld sparen will, isst und übernachtet außerhalb der Mauern. In Gruž, rund um den Hafen und die Markthalle, kosten Hauptgerichte oft die Hälfte dessen, was an der Stradun aufgerufen wird. Die Busfahrt in die Altstadt dauert rund zehn Minuten. Auch der Wochenmarkt in Gruž ist morgens ein lohnendes Ziel, dort kaufen tatsächlich Einheimische ein.
Der Blick von der Stadtmauer ist am schönsten, wenn die Sonne tief steht. Starte den Rundgang gegen den Uhrzeigersinn am Pile-Tor und laufe die Seemauer am späten Nachmittag ab, dann hast du das Licht im Rücken statt in der Kamera.
Wie lange solltest du in Dubrovnik bleiben?
Die Altstadt selbst ist an einem Tag zu schaffen. Für einen entspannten Aufenthalt mit Stadtmauer, Seilbahn, ein paar Museen und mindestens einem Strandnachmittag solltest du drei volle Tage einplanen. Damit deckst du alles ab, was die Stadt an Pflichtprogramm zu bieten hat, ohne von Punkt zu Punkt zu hetzen.
Mit zwei Tagen bleibt es sportlich: Tag eins Stadtmauer am frühen Morgen, danach Altstadt und Rektorenpalast, Tag zwei Seilbahn und Insel Lokrum. Das funktioniert, lässt aber keinen Puffer für schlechtes Wetter. Die Seilbahn stellt bei starkem Wind den Betrieb ein, das passiert an der Adria häufiger als gedacht.
Ab fünf Tagen wird es richtig gut. Dann passen Ausflüge dazu, die Dubrovnik erst in seinen Zusammenhang stellen: die Elafiti-Inseln, die Austernzucht von Ston, die Bucht von Kotor in Montenegro. Viele Reisende hängen Dubrovnik auch an eine Dalmatien-Rundreise an oder starten von hier per Fähre und Katamaran Richtung Norden nach Korčula, Hvar und Split.
Als reines Städtereiseziel für ein verlängertes Wochenende funktioniert Dubrovnik ebenfalls gut, weil der Flughafen nah liegt und die Wege kurz sind. Rechne dann aber damit, dass du dich zwischen Altstadt und Baden entscheiden musst.
Wetter und beste Reisezeit für deinen Dubrovnik Urlaub
Dubrovnik hat ein mediterranes Klima mit heißen, sehr trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern. Frost gibt es praktisch nie, dafür fällt im Spätherbst kräftiger Regen. Die Badesaison reicht deutlich länger als in vielen anderen europäischen Küstenorten.
| April / Mai | 17 bis 22 °C tagsüber, Wasser 16 bis 19 °C, wenig Andrang |
| Juni | rund 26 °C, Wasser etwa 22 °C, Hochsaison beginnt |
| Juli / August | 28 bis 29 °C, Wasser 25 bis 26 °C, teuerste und vollste Zeit |
| September | rund 25 °C, Wasser etwa 24 °C, oft die beste Kombination |
| Oktober | rund 21 °C, Wasser etwa 21 °C, erste Regentage |
| November bis März | 9 bis 16 °C, Wasser 13 bis 17 °C, Nebensaison mit Einschränkungen |
Frühling in Dubrovnik: Mai ist der beste Kompromiss
Ab Mitte April wird es angenehm warm, die Stadt ist grün und die Preise für Unterkünfte liegen spürbar unter dem Sommerniveau. Im Mai erreichen die Tagestemperaturen häufig 22 Grad, der Stadtmauerrundgang ist dann ein Vergnügen statt einer Schwitzpartie. Zum Baden ist das Meer mit rund 19 Grad noch frisch. Für alle, denen Sightseeing wichtiger ist als Strand, ist der Mai die stärkste Reisezeit des Jahres.
Sommer in Dubrovnik: Hochsaison mit Hitze und Gedränge
Juli und August bringen zuverlässig Sonne, 28 bis 29 Grad und ein 25 Grad warmes Meer. Sie bringen aber auch die höchsten Preise, ausgebuchte Unterkünfte und die dichtesten Menschenmassen. Auf der Stadtmauer gibt es kaum Schatten, mittags klettert die gefühlte Temperatur dort deutlich über die Anzeige. Wenn du im Sommer kommst, plane Sightseeing vor 10 Uhr und nach 17 Uhr, dazwischen gehörst du an den Strand oder in ein Museum.
Herbst in Dubrovnik: warmes Meer, weniger Menschen
September ist für viele die beste Zeit überhaupt. Das Meer hat mit rund 24 Grad seinen Sommerwert fast gehalten, die Luft ist auf angenehme 25 Grad gefallen und die großen Reisegruppen werden weniger. Im Oktober bleibt das Wasser mit etwa 21 Grad badetauglich, gleichzeitig steigt die Zahl der Regentage. Die zweite Oktoberhälfte ist eine gute Wahl für Reisende, die Kultur wollen und Strand nur als Bonus mitnehmen.
Winter in Dubrovnik: was offen ist und was nicht
Der Winter ist mild, mit 9 bis 14 Grad tagsüber, aber deutlich regnerischer. Die Altstadt ist dann fast leer, Unterkünfte kosten einen Bruchteil. Rechne allerdings mit Einschränkungen: Die Seilbahn auf den Srđ steht von Dezember bis März still, viele Ausflugsboote pausieren, ein Teil der Restaurants schließt über die Wintermonate. Für einen ruhigen Kurztrip mit Fokus auf Architektur und Museen funktioniert es trotzdem.
Wie sich das Wetter über das ganze Land verteilt, findest du im Überblick zum Wetter und Klima in Kroatien. Für die Reiseplanung mit Einreise, Kosten und Regionen lohnt sich der große Ratgeber Kroatien Reise planen.
Lage: Wo liegt Dubrovnik?
Dubrovnik liegt ganz im Süden Kroatiens an der dalmatinischen Küste, eingeklemmt zwischen der Adria und dem steil aufragenden Küstengebirge. Der Hausberg Srđ erhebt sich direkt hinter der Altstadt auf 412 Meter. Diese Enge zwischen Meer und Fels erklärt, warum die Stadt so kompakt gebaut ist und warum es kaum flache Strände gibt: Die Küste fällt schnell ab, Kies und Felsplatten dominieren.
Geografisch ist Dubrovnik ein Sonderfall. Die Stadt liegt in einer kroatischen Exklave, denn rund 60 Kilometer nordwestlich reicht mit dem Neum-Korridor ein etwa neun Kilometer breiter Küstenstreifen von Bosnien und Herzegowina bis ans Meer. Seit der Eröffnung der Pelješac-Brücke im Sommer 2022 kannst du diesen Abschnitt auf der Autofahrt umfahren und bleibst durchgehend auf kroatischem Boden.
| Cavtat | ca. 20 km, 30 Minuten mit dem Bus oder Boot |
| Flughafen Dubrovnik | ca. 20 km, 30 Minuten mit dem Shuttle |
| Grenze Montenegro | ca. 40 km, danach rund 1,5 Stunden bis Kotor |
| Ston | ca. 55 km, gut 1 Stunde mit dem Auto |
| Mostar (Bosnien) | ca. 140 km, rund 3 Stunden |
| Split | ca. 230 km, 3 bis 3,5 Stunden über die Autobahn |
Stadtteile in Dubrovnik: Wo du am besten wohnst
Die Wahl des Viertels entscheidet über Budget, Wege und Nachtruhe. Dubrovnik ist eine schmale Stadt entlang der Küste, die wichtigsten Wohngegenden liegen alle an derselben Buslinie.

Altstadt (Stari Grad): Maximale Atmosphäre, maximale Preise. Du wohnst mitten im Welterbe, hast alles zu Fuß erreichbar und abends die leeren Gassen für dich. Der Preis dafür sind kleine Zimmer, viele Treppen, Gepäcktransport per Hand und nachts Lärm aus den Bars. Für einen kurzen Aufenthalt ohne schweres Gepäck lohnt es sich, für Familien selten.
Ploče: Direkt östlich der Altstadt, gehobene Hotels, ruhige Lage und der beste Blick zurück auf die Mauern. Der Banje-Strand liegt vor der Tür, in die Altstadt läufst du fünf Minuten. Das ist die komfortabelste Adresse, wenn das Budget stimmt.
Lapad: Die Halbinsel westlich des Zentrums ist das Herz des klassischen Badeurlaubs. Hotels, Ferienwohnungen, eine autofreie Flaniermeile und der Sunset Beach am Ende der Bucht. Mit dem Bus bist du in rund 15 Minuten am Pile-Tor. Für Familien und längere Aufenthalte ist Lapad die vernünftigste Wahl.
Babin Kuk: Der äußere Zipfel der Halbinsel Lapad, geprägt von großen Hotelanlagen mit eigenen Stränden. Ruhig, grün, viel Platz, dafür weiter weg vom Trubel. Wer vor allem Pool, Meer und Abendessen im Hotel sucht, ist hier gut aufgehoben.
Gruž: Hafenviertel mit Fährterminal, Markthalle und Busbahnhof. Weniger hübsch, aber authentisch und deutlich günstiger. Ideal, wenn du viele Bootsausflüge planst oder mit Fähren weiterreist.
Cavtat: Der kleine Küstenort südlich des Flughafens ist eine echte Alternative für alle, denen Dubrovnik zu voll und zu teuer ist. Eine hübsche Promenade, Boote fahren mehrmals täglich in rund 45 Minuten in die Altstadt.
Zwischen Altstadt und Lapad verkehren die Stadtbusse tagsüber alle paar Minuten. Ein Einzelticket kostet am Kiosk rund 1,73 Euro, beim Fahrer 2,50 Euro in bar, die Tageskarte liegt bei etwa 5,31 Euro (Stand: September 2026, Preise können abweichen).
Top-Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik
Die Stadtmauer. Der Rundgang über die knapp zwei Kilometer lange Befestigung ist das Erlebnis, für das die meisten Menschen nach Dubrovnik kommen. Die Mauer stammt in ihrer heutigen Form überwiegend aus dem 15. und 16. Jahrhundert, erreicht bis zu 25 Meter Höhe und ist auf der Landseite bis zu sechs Meter dick. Genau diese Bauweise sorgte dafür, dass die Republik Ragusa nie erobert wurde. Der Weg führt an Türmen, Bastionen und über die Dächer der Altstadt, dazwischen öffnen sich Blicke auf das offene Meer und die Insel Lokrum. Eine komplette Runde dauert je nach Tempo und Fotostopps 1,5 bis 2 Stunden, der Weg ist einbahnig gegen den Uhrzeigersinn geführt. Schatten gibt es kaum, Kopfbedeckung und Wasser gehören zwingend ins Gepäck.
Das Stadtmauerticket kostet 40 Euro für Erwachsene und 15 Euro für Kinder von 7 bis 18 Jahren, Kinder bis 6 Jahre gehen kostenlos mit. Enthalten sind die Festung Lovrijenac, die westliche Vormauer und die Münzsammlung der Republik Ragusa. Seit 2026 legst du beim Onlinekauf Datum und Uhrzeit fest, gebucht wird über citywallsdubrovnik.hr (Stand: September 2026).
Die Stradun (Placa). Die 300 Meter lange Hauptgasse teilt die Altstadt vom Pile-Tor im Westen bis zum Luža-Platz im Osten. Ihr heutiges Gesicht bekam sie nach dem Erdbeben von 1667, als die Häuserzeilen in einheitlicher Höhe und mit identischen Fassaden neu errichtet wurden. Der Kalksteinboden ist von Millionen Schritten so glatt poliert, dass er bei Regen rutschig wird. An beiden Enden steht je ein Onofrio-Brunnen, dazwischen reihen sich Cafés, Läden und Kirchen. Abends, wenn die Laternen angehen und die Tagesgäste weg sind, ist die Stradun eine der schönsten Straßen Europas.
Festung Lovrijenac. Der Wehrbau thront auf einem 37 Meter hohen Felsen westlich der Altstadt und wird gern als das Gibraltar von Dubrovnik bezeichnet. Über dem Eingang steht bis heute die Inschrift, dass Freiheit nicht für alles Gold der Welt verkauft wird. Von der oberen Terrasse hast du den vielleicht besten Blick auf die Silhouette der Stadtmauer. Der Aufstieg über die Steintreppen ist steil, dauert aber nur wenige Minuten. Der Eintritt ist im Stadtmauerticket enthalten, deshalb solltest du beides am selben Tag einplanen. Im Sommer dient die Festung als Freilichtbühne des Dubrovniker Sommerfestivals.
Rektorenpalast. Der gotisch-renaissancehafte Palast am Luža-Platz war Sitz des Rektors, des auf einen Monat gewählten Oberhaupts der Republik. Dieses Amt war bewusst kurz befristet, damit niemand zu viel Macht ansammeln konnte. Der Rektor durfte den Palast während seiner Amtszeit nur zu offiziellen Anlässen verlassen. Heute beherbergt das Gebäude das Kulturhistorische Museum mit originalen Möbeln, Gemälden und dem historischen Gerichtssaal. Der Innenhof mit seinen Arkaden ist auch akustisch bemerkenswert und wird für Konzerte genutzt.
Franziskanerkloster mit der alten Apotheke. Gleich hinter dem Pile-Tor liegt eines der stillsten Ziele der Altstadt. Der romanisch-gotische Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert mit seinen doppelten Säulen ist ein Meisterwerk und zugleich ein Ort, an dem du dem Trubel für zehn Minuten entkommst. Die Klosterapotheke wurde 1317 gegründet und zählt zu den ältesten durchgehend betriebenen Apotheken Europas. In den Vitrinen stehen historische Apothekergefäße, Mörser und alte Rezeptbücher. Der Eintritt liegt bei rund 6 Euro (Stand: September 2026, Preise können abweichen).
Sponza-Palast. Der Palast von 1522 überstand das große Erdbeben als eines der wenigen Gebäude unbeschädigt und zeigt deshalb noch die originale Mischung aus Gotik und Renaissance. Früher waren hier Zollamt, Münzprägestätte und Warenlager untergebracht, das Gebäude war also das wirtschaftliche Herz der Republik. Heute liegt darin das Staatsarchiv. Im Erdgeschoss erinnert ein Gedenkraum an die Verteidiger der Stadt, die in der Belagerung 1991 und 1992 gefallen sind. Der Besuch dauert nur wenige Minuten, ordnet aber vieles ein.
Kathedrale und Sankt-Blasius-Kirche. Die barocke Kathedrale steht an der Stelle einer romanischen Vorgängerkirche, die der Legende nach von Richard Löwenherz gestiftet wurde. In der Schatzkammer werden Reliquiare aus Gold und Silber aufbewahrt. Wenige Schritte weiter steht die Kirche des heiligen Blasius, des Stadtpatrons von Dubrovnik. Seine Figur mit dem Stadtmodell in der Hand findest du überall in der Altstadt, an Toren, Mauern und Fassaden. Am 3. Februar feiert die Stadt ihm zu Ehren ihr wichtigstes Fest.
Seilbahn auf den Srđ. In knapp vier Minuten bringt dich die Gondel von der Talstation nördlich der Altstadt auf rund 405 Meter Höhe, kurz unterhalb des Gipfels. Von oben liegt die komplette Altstadt wie ein Modell unter dir, bei klarer Sicht reicht der Blick rund 60 Kilometer weit über die Elafiti-Inseln. Oben gibt es ein Restaurant mit Terrasse, eine Aussichtsplattform und die napoleonische Imperial-Festung, in der heute das Museum zum Kroatischen Unabhängigkeitskrieg untergebracht ist. Der Sonnenuntergang ist die beliebteste Zeit, entsprechend voll sind dann die Gondeln. Wer sparen will, geht den Serpentinenweg zu Fuß hinauf, das dauert rund eine Stunde und ist im Hochsommer eine echte Anstrengung.
| Seilbahn hin und zurück | 30 Euro für Erwachsene, 8 Euro für Kinder von 4 bis 12 Jahren |
| Seilbahn einfache Fahrt | 17 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder von 4 bis 12 Jahren |
| Kinder unter 4 Jahren | kostenlos |
| Betriebspause | Dezember bis einschließlich März geschlossen |
| Betriebszeiten Sommer | Juni bis August täglich 9 bis 24 Uhr |
Preise und Fahrzeiten der Seilbahn: Stand September 2026, aktuelle Angaben auf dubrovnikcablecar.com. Bei starkem Wind oder Gewitter wird der Betrieb ohne Vorankündigung eingestellt.
Game of Thrones in Dubrovnik: Die Drehorte von King’s Landing
Dubrovnik war ab der zweiten Staffel die Hauptkulisse für King’s Landing. Dass die Besucherzahlen der Stadt seit 2012 stark gestiegen sind, hat viel mit der Serie zu tun. Die Drehorte liegen fast alle innerhalb der Altstadt und lassen sich in zwei Stunden zu Fuß abgehen, auch ohne geführte Tour.
Die Festung Lovrijenac diente als Roter Bergfried, unter anderem für das Namenstagsturnier von König Joffrey. Die Bucht davor wurde zur Schwarzwasserbucht. Die Jesuitenstiege oberhalb des Gundulić-Platzes ist die Treppe aus dem berühmten Bußgang von Cersei Lannister, im Original als Walk of Shame bekannt. Der breite Barocktreppenaufgang wirkt im Alltag deutlich unspektakulärer als im Bild, ist aber unverkennbar.
Am Minčeta-Turm, dem höchsten Punkt der Stadtmauer, wurde das Haus der Unsterblichen gedreht. Der alte Stadthafen und das Ploče-Tor tauchen in mehreren Hafenszenen auf, der Gundulić-Platz war der Marktplatz von King’s Landing. Etwa 15 Kilometer nordwestlich liegt das Arboretum Trsteno, ein historischer Park aus dem 15. Jahrhundert, der die Gärten des Roten Bergfrieds lieferte. Der Eintritt kostet dort rund 10 Euro (Stand: September 2026, Preise können abweichen).
Geführte Drehort-Touren kosten 25 bis 40 Euro pro Person und dauern etwa zwei Stunden. Wenn du die Serie nur halb kennst, reicht ein kostenloser Stadtplan mit den markierten Orten völlig aus.
Die schönsten Strände in und um Dubrovnik
Sandstrände sind in Dubrovnik die Ausnahme. Was dich erwartet, sind Kiesbuchten und glatte Felsplatten mit klarem, tiefblauem Wasser. Badeschuhe sind kein Luxus, sondern sinnvoll. Fast alle Strände liegen außerhalb der Stadtmauern, erreichbar zu Fuß oder mit dem Bus.
Banje Beach. Der bekannteste Strand der Stadt liegt östlich der Altstadt unterhalb des Ploče-Tors, nur fünf Gehminuten vom Zentrum entfernt. Der rund 100 Meter lange Kiesstrand bietet den klassischen Postkartenblick auf die Stadtmauern und die Insel Lokrum. Ein Teil der Fläche gehört zu einem Beach Club mit Liegen gegen Gebühr, der Rest ist frei zugänglich. Entsprechend voll wird es im Sommer ab dem Vormittag. Komm früh oder erst nach 17 Uhr.
Sveti Jakov. Die kleine Kiesbucht liegt rund 20 Gehminuten südöstlich der Altstadt und ist über eine lange Treppe erreichbar. Genau diese gut 150 Stufen halten viele Tagesgäste fern, deshalb bleibt es hier auch in der Hochsaison erträglich. Der Blick auf die Altstadt ist mindestens so gut wie am Banje, das Wasser ruhiger. Am Nachmittag wandert der Schatten schnell über die Bucht, für die Sonnenanbeter unter euch ist der Vormittag besser.
Sunset Beach in der Bucht von Lapad. Am Ende der autofreien Promenade auf der Halbinsel Lapad liegt der familienfreundlichste Strand der Stadt. Die Bucht ist weit, geschützt und flach abfallend, dazu gibt es Cafés, Duschen und Wassersportangebote direkt am Wasser. Der Name kommt vom Sonnenuntergang, der hier tatsächlich ins Blickfeld fällt. Für Familien mit kleinen Kindern ist das die beste Adresse in Dubrovnik.
Copacabana Beach. Auf Babin Kuk gelegen, mit Blick auf die Brücke Franjo Tuđman. Der Kiesstrand ist einer der am besten ausgestatteten der Stadt: Wassersport, Bars, Duschen, Liegen und ein barrierefreier Zugang ins Wasser. Am späten Nachmittag liegt er lange in der Sonne. Vom Zentrum brauchst du mit dem Bus rund 20 Minuten.
Bellevue Beach. Die Kiesbucht liegt unterhalb eines Hotels westlich der Altstadt, erreichbar über eine steile Treppe mit rund 150 Stufen. Weil hohe Felswände die Bucht einrahmen, wird es am Nachmittag früh schattig, was an heißen Tagen ein Vorteil ist. Bei Wellengang gibt es hier ordentlich Brandung.
Lokrum. Die Insel gegenüber der Altstadt hat keine klassischen Strände, sondern glatte Felsplatten, von denen du direkt ins tiefe Wasser springst. Dazu kommt das sogenannte Tote Meer, ein kleiner Salzwassersee, in dem sich das Wasser deutlich stärker aufheizt als im offenen Meer. Am Südende der Insel liegt ein FKK-Bereich. Handtuch auf den Fels, fertig.
Die Wassertemperatur erreicht im August rund 26 Grad und liegt selbst Anfang Oktober noch bei etwa 21 Grad. Die Badesaison in Dubrovnik dauert damit gut fünf Monate, von Ende Mai bis Mitte Oktober.
Ausflüge und Aktivitäten rund um Dubrovnik
Insel Lokrum
Der einfachste und lohnendste Ausflug überhaupt. Die Fähre legt im alten Stadthafen ab und braucht rund 15 Minuten, in der Hochsaison fährt sie alle 15 bis 30 Minuten. Lokrum ist ein Naturreservat mit dichtem Wald, einem botanischen Garten mit hunderten exotischen Pflanzenarten, den Ruinen eines Benediktinerklosters und einer Kolonie freilaufender Pfauen. Für Serienfans steht im Kloster ein originalgetreuer Nachbau des Eisernen Throns. Übernachten ist auf der Insel verboten, deshalb musst du die letzte Rückfahrt im Blick behalten. Das Kombiticket aus Überfahrt und Inseleintritt kostet rund 30 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder von 7 bis 18 Jahren (Stand: September 2026, Preise können abweichen). Plane einen halben Tag ein.
Elafiti-Inseln
Die kleine Inselgruppe nordwestlich der Stadt besteht aus den drei bewohnten Inseln Koločep, Lopud und Šipan. Autos gibt es dort kaum bis gar nicht, dafür Olivenhaine, kleine Häfen und den Šunj-Strand auf Lopud, einen der wenigen echten Sandstrände der Region mit flach abfallendem Wasser. Klassisch buchst du eine Tagestour mit Mittagessen an Bord, die drei Inseln anläuft und 60 bis 90 Euro pro Person kostet. Deutlich günstiger fährst du selbst mit der Linienfähre ab Gruž, bist dafür aber an den Fahrplan gebunden. Rechne mit einem vollen Tag.
Kotor und Perast in Montenegro
Die Grenze liegt nur rund 40 Kilometer entfernt, dahinter beginnt die Bucht von Kotor, eine tief eingeschnittene Meeresbucht zwischen steilen Bergflanken. Die Altstadt von Kotor gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe, wer die Stadtmauer bis zur Festung hinaufsteigt, wird mit einem spektakulären Blick belohnt. In Perast setzen kleine Boote zur Kircheninsel Gospa od Škrpjela über. Organisierte Tagestouren dauern 11 bis 12 Stunden und kosten meist 55 bis 90 Euro. Montenegro gehört nicht zur EU, an der Grenze wird kontrolliert und es kann in der Hochsaison zu längeren Wartezeiten kommen.
Für den Tagesausflug nach Montenegro brauchst du deinen Personalausweis oder Reisepass. Wer mit einem Mietwagen fährt, benötigt zusätzlich die Erlaubnis des Vermieters für die Ausreise sowie eine gültige Versicherungsbestätigung (Stand: September 2026, vor Buchung beim Vermieter klären).
Ston und die Halbinsel Pelješac
Rund eine Autostunde nordwestlich liegt Ston, bekannt für zwei Dinge: die seit dem Mittelalter betriebenen Salzgärten und eine 5,5 Kilometer lange Verteidigungsmauer, die zweitlängste erhaltene Wehrmauer Europas. Vor der Küste wachsen in der Bucht von Mali Ston Austern, die als die besten der Adria gelten und direkt beim Züchter probiert werden können. Die Halbinsel Pelješac dahinter ist Kroatiens wichtigstes Rotweingebiet. Eine Kombination aus Mauerbesichtigung, Austern und Weinprobe füllt einen Tag angenehm aus.
Kajaktour rund um die Altstadt
Die beliebteste Aktivität auf dem Wasser startet am Strand unterhalb der Festung Lovrijenac. Die Tour führt an der Seemauer entlang, um die Insel Lokrum herum und meist zu einer Höhle mit Badestopp. Sie dauert rund drei Stunden und kostet 40 bis 55 Euro pro Person, Ausrüstung und Einweisung inklusive. Vorkenntnisse sind nicht nötig, ein wenig Kondition schon. Die Sonnenuntergangs-Touren sind schöner, aber schneller ausgebucht.
Was kostet ein Dubrovnik Urlaub?
Dubrovnik ist das teuerste Reiseziel Kroatiens, in der Hochsaison mit deutlichem Abstand. Die Preise hängen vor allem an zwei Faktoren: dem Reisemonat und der Frage, ob du innerhalb oder außerhalb der Stadtmauern isst und schläfst. Zwischen Juli und Ende August liegen die Kosten oft doppelt so hoch wie im Mai oder Oktober.
Unterkunft
Ein einfaches Doppelzimmer oder Apartment außerhalb der Altstadt kostet in der Nebensaison ab 50 bis 70 Euro pro Nacht, im Hochsommer eher 110 bis 160 Euro. Mittelklassehotels in Lapad liegen im Sommer bei 150 bis 250 Euro, gehobene Häuser in Ploče beginnen bei 300 Euro. Apartments in der Altstadt sind bei gleicher Größe rund 30 Prozent teurer als in Gruž oder Lapad. Wer im Hochsommer reist, sollte mehrere Monate im Voraus buchen.
Essen und Trinken
In einem mittleren Restaurant in der Altstadt kostet ein Hauptgericht 22 bis 32 Euro. In Gruž, Lapad oder Ploče liegen dieselben Gerichte bei 15 bis 20 Euro. Ein Bier kostet in Touristenlagen 5 bis 8 Euro, ein Kaffee abseits der Stradun 2 bis 4 Euro, an der Hauptgasse schnell das Doppelte. Ein Abendessen für vier Personen mit Getränken landet je nach Lage bei 80 bis 120 Euro. Frühstück und Mittagessen aus dem Supermarkt oder von der Markthalle in Gruž senken das Tagesbudget spürbar.
Eintritte und der Dubrovnik Pass
Die Eintritte sind der Posten, den die meisten unterschätzen. Stadtmauer, Seilbahn und Lokrum summieren sich für zwei Personen bereits auf rund 200 Euro. Der offizielle Dubrovnik Pass kostet in der Tagesvariante etwa 35 Euro und enthält den Stadtmauerrundgang, den Rektorenpalast, mehrere Museen sowie die Fahrten mit allen Stadtbussen. Weil das Mauerticket allein schon 40 Euro kostet, rechnet sich der Pass praktisch immer, sobald du die Mauer läufst. Es gibt ihn auch für drei und sieben Tage (Stand: September 2026, Preise können abweichen).
Tagesbudget im Überblick
| Budget | 60 bis 85 Euro pro Person und Tag: Apartment außerhalb, Selbstversorgung plus eine warme Mahlzeit, Bus, ein Eintritt |
| Mittelklasse | 110 bis 160 Euro pro Person und Tag: Hotel in Lapad, zweimal auswärts essen, Eintritte und ein Ausflug |
| Komfort | ab 250 Euro pro Person und Tag: Hotel in Ploče oder der Altstadt, gehobene Restaurants, private Touren |
Die Werte sind Richtwerte für die Hauptsaison ohne Anreise. In der Nebensaison liegen sie deutlich niedriger, im August eher darüber. Bezahlen kannst du in Dubrovnik fast überall mit Kreditkarte von Visa oder Mastercard. Eine deutsche Debitkarte funktioniert an Geldautomaten meist problemlos, wird an kleineren Kassen aber nicht immer akzeptiert. Etwas Bargeld für Busfahrer, Marktstände und Trinkgeld gehört ins Portemonnaie.
Auf den Übernachtungspreis kommt in Dubrovnik eine Kurtaxe von rund 2,65 Euro pro Person und Nacht in der Hauptsaison, damit liegt sie fast doppelt so hoch wie im übrigen Kroatien. Kinder und Jugendliche zahlen ermäßigt oder gar nicht (Stand: September 2026).
Essen und Trinken in Dubrovnik
Die Küche Süddalmatiens ist mediterran und stark vom Meer geprägt. Olivenöl, Knoblauch, Kräuter und Fisch bestimmen die Karte, dazu kommt ein deutlicher italienischer Einschlag aus der Handelsvergangenheit. Portionen sind großzügig, gekocht wird eher einfach als raffiniert.
Das bekannteste Gericht ist die Peka, Fleisch oder Oktopus mit Kartoffeln und Gemüse, das unter einer gusseisernen Glocke in der Glut gegart wird. Sie muss meist einen halben Tag vorher bestellt werden und lohnt sich ab zwei Personen. Ebenfalls typisch ist crni rižot, ein schwarzes Risotto mit Tintenfisch, das seine Farbe von der Tinte bekommt. Wer Meeresfrüchte mag, sollte die Austern aus Mali Ston probieren, sie gelten als die besten der Adria und kosten frisch geöffnet rund 2,50 bis 4 Euro pro Stück.
Als Nachspeise gibt es fast überall Rožata, einen Karamellpudding mit Rosenlikör, der aus der Region um Dubrovnik stammt. Dazu passt ein Glas Wein von der Halbinsel Pelješac: Die kräftigen Rotweine Dingač und Postup aus der Traube Plavac Mali sind die bekanntesten Gewächse Süddalmatiens. Als Weißwein lohnt die lokale Malvasija. Der obligatorische Schnaps danach heißt Rakija und wird gern aus Feigen oder Kräutern gebrannt.
Vegetarier und Veganer finden inzwischen in fast jedem Restaurant etwas, wenn auch selten viel Auswahl. Gegrilltes Gemüse, Blitva (Mangold mit Kartoffeln und Olivenöl), Pasta und Salate sind Standard, rein vegane Karten gibt es vor allem in Lapad und Gruž. Streetfood spielt in Dubrovnik eine kleinere Rolle als in anderen Städten, verbreitet sind Bäckereien mit Burek und belegten Teigtaschen für 3 bis 5 Euro.
Das Leitungswasser in Dubrovnik hat Trinkwasserqualität und schmeckt gut. Nimm eine wiederbefüllbare Flasche mit und nutze die öffentlichen Brunnen in der Altstadt.
Anreise nach Dubrovnik
Der Flughafen Dubrovnik (DBV) liegt bei Čilipi, rund 20 Kilometer südöstlich der Stadt. Von Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es in der Sommersaison zahlreiche Direktflüge, unter anderem ab Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Stuttgart, Wien, Zürich und Basel. Die reine Flugzeit beträgt je nach Abflugort 1,5 bis 2 Stunden. Im Winter wird das Angebot dünn, dann führt der Weg meist über Zagreb, Wien oder München.
Vom Flughafen fährt ein Shuttlebus etwa 30 Minuten nach jeder Landung. Er hält zuerst am Ploče-Tor an der Altstadt und endet nach rund 35 Minuten am Busbahnhof in Gruž. Ein einfaches Ticket kostet 10 Euro, Hin- und Rückfahrt 15 Euro, Kinder unter 6 Jahren fahren kostenlos (Stand: September 2026, Preise können abweichen). Ein Taxi in die Altstadt liegt je nach Tageszeit bei 35 bis 45 Euro.
Mit dem Auto sind es von München rund 1.100 Kilometer, von Wien etwa 900. Die Fahrt dauert mit Pausen zwei Tage oder wird als lange Etappe über Nacht gefahren. Seit der Eröffnung der Pelješac-Brücke umgehst du den bosnischen Neum-Korridor komplett. Dubrovniks Altstadt ist autofrei, das Parken in den Parkhäusern am Rand kostet in der Hochsaison 5 bis 8 Euro pro Stunde. Wenn du kein Auto für Ausflüge brauchst, reise besser ohne an.
Per Fähre und Katamaran ist Dubrovnik mit Korčula, Hvar, Brač und Split verbunden, ein Teil der Verbindungen fährt nur zwischen Frühjahr und Herbst. Fernbusse verkehren nach Split, Zagreb, Mostar, Sarajevo und Kotor. Eine Bahnverbindung nach Dubrovnik gibt es nicht, der nächste Bahnhof liegt in Ploče, rund 120 Kilometer nordwestlich.
Fortbewegung vor Ort
Innerhalb der Altstadt bewegst du dich ausschließlich zu Fuß, Fahrzeuge sind dort nicht erlaubt. Rechne mit vielen Treppen und glattem Kopfsteinpflaster, feste Schuhe mit Profil sind sinnvoller als Sandalen mit glatter Sohle. Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität ist die Altstadt anstrengend, die Stradun selbst ist allerdings eben.
Außerhalb übernimmt das städtische Busnetz die Arbeit. Die Linien verbinden Altstadt, Lapad, Babin Kuk, Gruž und die Vororte, tagsüber im dichten Takt. Tickets kaufst du günstiger am Kiosk als beim Fahrer, beim Fahrer geht es zudem nur mit Bargeld. Zentraler Umsteigepunkt ist die Haltestelle Pile direkt vor dem westlichen Stadttor.
Taxis sind verfügbar, aber teuer, eine kurze Fahrt innerhalb der Stadt liegt schnell bei 12 bis 20 Euro. Ride-Hailing-Apps funktionieren in Dubrovnik und sind meist etwas günstiger. Ein Mietwagen lohnt sich nur, wenn du Ausflüge nach Ston, Pelješac oder Montenegro planst. In der Stadt selbst ist er ein Nachteil, weil Parkplätze knapp und teuer sind. Fahrräder und E-Scooter spielen wegen der steilen Hänge kaum eine Rolle.
Nachtleben in Dubrovnik
Das Nachtleben ist entspannter, als die Größe der Besucherzahlen vermuten lässt. Dubrovnik ist kein Partyziel wie Split oder Hvar, der Abend besteht eher aus langem Essen, Wein und Bars mit Aussicht. Nach Mitternacht wird es in der Altstadt schnell ruhig, weil dort Menschen wohnen und die Lärmvorschriften ernst genommen werden.
Die bekanntesten Adressen sind die Buža-Bars, zwei kleine Lokale, die durch ein Loch in der Stadtmauer erreichbar sind und deren Tische direkt auf den Klippen über dem Meer stehen. Der Sonnenuntergang von dort gehört zu den Bildern, die von Dubrovnik hängen bleiben. Getränke kosten hier mit 8 bis 12 Euro für einen Cocktail deutlich mehr als anderswo, du zahlst die Lage mit.
Wer länger unterwegs sein will, geht nach Lapad. Entlang der Promenade und rund um die Bucht liegen Strandbars, in denen der Abend deutlich später endet. In Gruž gibt es einige Lokale mit lokalem Publikum und moderaten Preisen. Ein Bier kostet in der Altstadt 5 bis 8 Euro, in Lapad oder Gruž eher 3 bis 5 Euro.
Kulturell ist der Sommer die stärkste Zeit. Das Dubrovniker Sommerfestival läuft jedes Jahr von Juli bis Ende August und bespielt Plätze, Innenhöfe und die Festung Lovrijenac mit Theater, Konzerten und Tanz. Tickets kosten je nach Aufführung 15 bis 50 Euro und sind für beliebte Abende früh vergriffen.
Häufige Fragen zum Dubrovnik Urlaub
Wie viele Tage sollte ich für Dubrovnik einplanen?
Drei volle Tage sind die beste Empfehlung. Damit schaffst du den Stadtmauerrundgang, die Altstadt mit ihren Museen, die Seilbahn auf den Srđ und einen Strandnachmittag ohne Hetze. Zwei Tage reichen für das Pflichtprogramm, lassen aber keinen Puffer bei schlechtem Wetter. Ab fünf Tagen passen Ausflüge zu den Elafiti-Inseln, nach Ston oder nach Montenegro dazu.
Wann ist die beste Reisezeit für Dubrovnik?
Mai, Juni sowie September und Anfang Oktober bieten das beste Verhältnis aus Wetter, Preisen und Andrang. Im September liegt die Lufttemperatur bei rund 25 Grad und das Meer bei etwa 24 Grad, gleichzeitig sind die großen Reisegruppen weniger geworden. Juli und August sind am wärmsten, aber auch am teuersten und vollsten. Von Dezember bis März steht die Seilbahn still und viele Ausflugsboote pausieren.
Was kostet der Eintritt auf die Stadtmauer von Dubrovnik?
Das Ticket kostet 40 Euro für Erwachsene und 15 Euro für Kinder von 7 bis 18 Jahren, Kinder bis 6 Jahre gehen kostenlos mit. Im Preis enthalten sind die Festung Lovrijenac, die westliche Vormauer und die Münzsammlung der Republik Ragusa. Seit 2026 legst du beim Onlinekauf Datum und Uhrzeit deines Besuchs fest. Wer zusätzlich Museen besuchen will, fährt mit dem Dubrovnik Pass für rund 35 Euro pro Tag günstiger (Stand: September 2026).
Brauche ich für Kroatien ein Visum?
Nein. Kroatien gehört zur EU und seit Januar 2023 zum Schengenraum. Für Deutsche, Österreicher und Schweizer reicht ein gültiger Personalausweis, ein Visum ist nicht erforderlich. Auch Kinder benötigen ein eigenes Ausweisdokument, ein Kinderreisepass oder Personalausweis genügt. Aktuelle Hinweise findest du beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de (Stand: September 2026).
Ist Dubrovnik ein gutes Ziel für einen Strandurlaub?
Bedingt. Dubrovnik hat schönes, klares Wasser und eine lange Badesaison von Ende Mai bis Mitte Oktober, aber fast nur Kies- und Felsstrände. Sandstrände sind die Ausnahme, der bekannteste liegt mit dem Šunj-Strand auf der Insel Lopud. Für Familien mit kleinen Kindern ist die Bucht von Lapad die beste Wahl. Wer reinen Strandurlaub sucht, ist auf den dalmatinischen Inseln besser aufgehoben.
Wie komme ich vom Flughafen Dubrovnik in die Altstadt?
Der Shuttlebus fährt rund 30 Minuten nach jeder Landung und hält zuerst am Ploče-Tor an der Altstadt, danach am Busbahnhof in Gruž. Die Fahrt dauert etwa 30 bis 35 Minuten und kostet 10 Euro für die einfache Strecke sowie 15 Euro für Hin- und Rückfahrt. Ein Taxi kostet je nach Tageszeit 35 bis 45 Euro (Stand: September 2026, Preise können abweichen).
Ist Dubrovnik sehr teuer?
Dubrovnik ist das teuerste Reiseziel Kroatiens. Ein Hauptgericht in der Altstadt kostet 22 bis 32 Euro, außerhalb der Mauern in Gruž oder Lapad nur 15 bis 20 Euro. Die Eintritte summieren sich schnell, allein Stadtmauer und Seilbahn kosten pro Person 70 Euro. Wer außerhalb der Altstadt übernachtet, den Dubrovnik Pass nutzt und in der Nebensaison reist, senkt die Kosten deutlich.
Lohnt sich Dubrovnik als Reiseziel?
Ja, mit einer Einschränkung: Dubrovnik belohnt gute Planung stärker als fast jedes andere europäische Reiseziel. Wer im August mittags ankommt, ohne Ticket vor der Stadtmauer steht und an der Stradun zu Abend isst, zahlt viel Geld für ein mäßiges Erlebnis. Wer im Mai oder September kommt, morgens auf die Mauer geht und außerhalb der Altstadt wohnt, sieht eine der eindrucksvollsten Städte am Mittelmeer zu vertretbaren Preisen.
Besonders gut passt Dubrovnik zu Kulturreisenden, Architekturinteressierten und Paaren, die einen kurzen, intensiven Städtetrip mit Meerblick suchen. Auch als Basis für Ausflüge nach Süddalmatien und Montenegro funktioniert die Stadt sehr gut. Familien mit kleinen Kindern und alle, die vor allem baden wollen, sind auf den Inseln oder weiter nördlich an der Küste besser aufgehoben. Für alle anderen gilt: drei Tage, früh aufstehen, außerhalb der Mauern schlafen.