Vogelperspektive auf das Haupttor Honghwamun und die inneren Höfe des historischen Changgyeonggung-Palastes in Seoul bei warmem Sonnenlicht. Im Hintergrund sind herbstliche Bäume, modernere Stadtgebäude und Berge zu sehen.

Südkorea Reise planen – Zwischen Palästen, K-Culture und der Grenze zu Nordkorea

Flagge Südkorea

Guide

Jahrhundertealte Königspaläste stehen im Schatten glitzernder Wolkenkratzer, traditionelle Hanok-Viertel liegen nur wenige U-Bahn-Stationen von den neonbeleuchteten Straßen Seouls entfernt. Südkorea hat sich in wenigen Jahrzehnten von einem Agrarland zu einer der modernsten Nationen Asiens entwickelt, ohne dabei seine kulturellen Wurzeln zu verlieren. K-Pop, K-Drama und koreanische Küche haben das Land in den vergangenen Jahren zu einem der gefragtesten Fernreiseziele weltweit gemacht. In diesem Beitrag erfährst du, wann sich die Reise lohnt, was sie kostet, welche Regionen zu dir passen und worauf du bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit achten musst.

HauptstadtSeoul
Flächeca. 100.210 km²
Einwohnerzahlca. 51,7 Millionen (2024)
LandesspracheKoreanisch
WährungSüdkoreanischer Won (KRW)
ZeitzoneUTC+9 – 8 Stunden vor Deutschland (Winterzeit), 7 Stunden vor Deutschland (Sommerzeit)
StaatsformPräsidialrepublik
Stromspannung220 V / 60 Hz, Steckertyp C und F

Steckbrief Südkorea

Südkorea liegt auf der südlichen Hälfte der koreanischen Halbinsel und grenzt im Norden entlang des 38. Breitengrads an Nordkorea. Diese Grenze, die Demilitarisierte Zone, gilt als eine der am stärksten gesicherten Grenzen der Welt. Im Osten liegt das Ostmeer, im Westen das Gelbe Meer und im Süden die Straße von Korea, die das Land von Japan trennt. Rund 70 Prozent der Landesfläche sind gebirgig, weshalb sich Städte und Landwirtschaft vor allem auf die Küstenebenen und Täler konzentrieren.

Südkorea ist eine Präsidialrepublik mit einem Präsidenten, der für eine einzige, nicht verlängerbare Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird. Verwaltungstechnisch gliedert sich das Land in 17 übergeordnete Verwaltungseinheiten, darunter die Sonderstadt Seoul, mehrere Metropolregionen und Provinzen. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt im erweiterten Großraum Seoul, was das enorme Stadt-Land-Gefälle des Landes verdeutlicht.

Südkorea Reise planen: Warum lohnt sich das Land als Reiseziel?

Kaum ein Land verbindet Tradition und Moderne so konsequent wie Südkorea. Du kannst am Vormittag durch jahrhundertealte Palastanlagen schlendern und am Abend in einer der lebendigsten Ausgehmeilen Asiens unterwegs sein. Diese Mischung aus Geschichte, Popkultur und Zukunftstechnologie macht das Land für sehr unterschiedliche Reisetypen interessant.

Hinzu kommt eine außergewöhnlich gut ausgebaute Infrastruktur: Hochgeschwindigkeitszüge verbinden die wichtigsten Städte in wenigen Stunden, öffentliche Verkehrsmittel sind pünktlich, sauber und günstig. Wer eine Südkorea Reise plant, profitiert außerdem vom globalen Einfluss der koreanischen Popkultur, die Musik, Serien, Schönheitsstandards und Küche des Landes bekannt gemacht hat und für viele Reisende den ersten Anstoß zum Besuch liefert.

Kultur in Südkorea

Die südkoreanische Gesellschaft ist stark vom Konfuzianismus geprägt, was sich in großem Respekt vor Alter, Status und Hierarchie zeigt. Eine Verbeugung als Begrüßung, das Überreichen von Visitenkarten mit beiden Händen oder das Warten, bis eine ältere Person zuerst zu essen beginnt, gehören zu den gelebten Umgangsformen. Direkte Kritik oder lautes Auftreten gelten als unhöflich, Zurückhaltung und Höflichkeit werden geschätzt.

Amtssprache ist Koreanisch, in Seoul und größeren Städten sprechen viele jüngere Menschen zumindest Grundlagen Englisch. Abseits der Touristenzentren wird die Verständigung schwieriger, Übersetzungs-Apps helfen hier häufig weiter. Beschilderungen in U-Bahnen und an großen Sehenswürdigkeiten sind meist zweisprachig.

Besonderheiten & kulturelle Highlights

Eine Besonderheit, die viele Reisende überrascht, ist das traditionelle koreanische Alterssystem. Danach gilt ein Neugeborenes bereits bei der Geburt als ein Jahr alt, jedes weitere Lebensjahr kommt am 1. Januar hinzu, unabhängig vom tatsächlichen Geburtstag. Seit einer Gesetzesreform 2023 gilt für offizielle und rechtliche Zwecke zwar die international übliche Zählweise, im Alltag und in Gesprächen begegnet dir das traditionelle Alterssystem aber weiterhin häufig.

Nach koreanischer Zählweise bist du bei deiner Ankunft im Land unter Umständen ein bis zwei Jahre älter, als du es aus Deutschland gewohnt bist. Das sorgt bei Erstbesuchern regelmäßig für Verwirrung, ist aber ein beliebtes Gesprächsthema mit Einheimischen.

Die sogenannte K-Culture prägt den Alltag sichtbar: K-Pop-Musik läuft in Cafés und Geschäften, Filmkulissen bekannter K-Dramen werden gezielt von Fans besucht, und Viertel wie Hongdae in Seoul leben von dieser Popkultur. Ebenso typisch sind Jjimjilbang, traditionelle Saunahäuser mit gemeinsamen Ruhebereichen, die rund um die Uhr geöffnet haben und teils sogar zum günstigen Übernachten genutzt werden. Auch die koreanische Trinkkultur rund um Soju und gemeinsames Essen gehört zu den kulturellen Eigenheiten, die du im Land unmittelbar erlebst.

Beste Reisezeit für Südkorea

Anders als im tropischen Thailand erlebt Südkorea vier deutlich ausgeprägte Jahreszeiten. Die Wahl der Reisezeit beeinflusst hier nicht nur das Wetter, sondern auch, welche Landschaftsbilder dich erwarten.

Frühling (März bis Mai)

Der Frühling gilt als eine der schönsten Reisezeiten, vor allem wegen der Kirschblüte, die je nach Region meist Anfang bis Mitte April ihren Höhepunkt erreicht. Die Temperaturen sind mild, gleichzeitig ist dies eine der besuchtesten Perioden im Jahr.

Sommer (Juni bis August)

Der Sommer bringt hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, Ende Juni bis Juli setzt zudem die Regenzeit namens Jangma ein. Im August und September steigt zusätzlich das Risiko für Taifune, die den Reiseverkehr kurzfristig beeinträchtigen können.

Zwischen August und September ist auf der koreanischen Halbinsel gelegentlich mit Taifunausläufern zu rechnen. Verfolge in dieser Zeit aktuelle Wetterwarnungen, besonders wenn du Ausflüge an die Küste oder auf die Insel Jeju planst.

Herbst (September bis November)

Der Herbst gilt unter Kennern als beste Reisezeit für Südkorea: klare Luft, milde Temperaturen und im Oktober eine intensive Laubfärbung in den Nationalparks. Auch die Zahl der Touristen ist außerhalb der Feiertage moderater als im Frühling.

Winter (Dezember bis Februar)

Der Winter ist kalt und trocken, in den Bergregionen fällt reichlich Schnee. Wer Wintersport mag, findet in der Provinz Gangwon-do gut ausgebaute Skigebiete, die auch nach den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang weiter ausgebaut wurden.

Regionen Südkoreas

Seoul ist für die meisten Reisenden der Ausgangspunkt: Paläste, Shopping, K-Pop-Kultur und Nachtleben treffen hier auf eine der dichtesten Millionenstädte Asiens. Busan, die zweitgrößte Stadt, punktet mit Stränden, einem der größten Fischmärkte Asiens und einer entspannteren Atmosphäre als die Hauptstadt.

Gyeongju war einst Hauptstadt des Silla-Königreichs und wird wegen der Dichte historischer Stätten oft als „Museum ohne Wände“ bezeichnet. Die Vulkaninsel Jeju-do im Süden lockt mit subtropischem Klima, Lavahöhlen und dem höchsten Berg des Landes, dem Hallasan. Gangwon-do im Nordosten bietet mit dem Seoraksan-Nationalpark eindrucksvolle Berglandschaften und liegt zugleich nahe der demilitarisierten Zone. In Jeonju erwartet dich das größte Hanok-Viertel des Landes, zugleich gilt die Stadt als kulinarisches Zentrum Südkoreas.

Kosten & Budget – Was kostet eine Reise nach Südkorea?

Südkorea liegt preislich spürbar über Reisezielen wie Thailand oder Vietnam, bleibt aber meist günstiger als Japan oder westeuropäische Städte. Wie viel deine Reise kostet, hängt stark von Reisezeit, Unterkunftswahl und besuchten Regionen ab. Die folgenden Richtwerte in Euro geben dir eine erste Orientierung.

Unterkunft

Ein Bett im Hostel-Schlafsaal kostet meist 15 bis 25 Euro pro Nacht, ein einfaches Gästehaus oder traditionelles Hanok-Zimmer liegt bei 25 bis 45 Euro. Mittelklasse-Hotels bewegen sich zwischen 50 und 90 Euro, gehobene Hotels und Resorts starten häufig ab 120 bis 150 Euro.

Essen & Trinken

Eine einfache Mahlzeit im Convenience-Store kostet oft nur 3 bis 5 Euro, ein Gericht in einem lokalen Restaurant wie Bibimbap oder Kimchi-Jjigae liegt meist zwischen 6 und 10 Euro. Ein koreanisches BBQ-Abendessen mit mehreren Personen kostet pro Kopf häufig 15 bis 25 Euro.

Transport

U-Bahn- und Busfahrten kosten mit der landesweiten Nahverkehrskarte meist 1 bis 1,50 Euro pro Fahrt. Der Hochgeschwindigkeitszug KTX zwischen Seoul und Busan kostet einfach etwa 45 bis 55 Euro, kurze Taxifahrten in der Stadt liegen bei 3 bis 6 Euro.

Aktivitäten & Eintrittspreise

Der Eintritt in Paläste wie den Gyeongbokgung kostet umgerechnet nur etwa 2 bis 3 Euro, ein Kombiticket für mehrere Paläste in Seoul liegt bei rund 8 Euro. Eine geführte Tour zur Demilitarisierten Zone kostet je nach Anbieter und Umfang 35 bis 55 Euro, ein Besuch im Jjimjilbang meist 8 bis 15 Euro.

Beim Einkaufen in zertifizierten Tax-Free-Geschäften kannst du dir als ausländischer Tourist einen Teil der enthaltenen Mehrwertsteuer zurückerstatten lassen, meist zwischen 5 und 8 Prozent des Einkaufswerts nach Abzug der Bearbeitungsgebühr. Eine allgemeine Touristensteuer oder Kurtaxe gibt es in Südkorea dagegen nicht.

Tagesbudget-Übersicht

Budget-Reisende ca. 40–55 €/Tag
Mittelklasse ca. 70–110 €/Tag
Komfort ab 150 €/Tag

Die Angaben basieren auf dem Stand August 2026, sind individuell und hängen stark von Reisezeit und besuchter Region ab.

Top-Sehenswürdigkeiten in Südkorea

Gyeongbokgung-Palast, Seoul: Der größte der fünf Königspaläste Seouls wurde 1395 als Hauptresidenz der Joseon-Dynastie errichtet und über Jahrhunderte immer wieder zerstört und wiederaufgebaut. Beeindruckend sind die weitläufigen Hofanlagen, der Thronsaal Geunjeongjeon und der malerische Teich rund um den Pavillon Gyeonghoeru. Mehrmals täglich findet vor dem Haupttor eine Zeremonie zum Wachwechsel in historischen Uniformen statt. Wer ein Hanbok, das traditionelle koreanische Gewand, in einem der nahegelegenen Verleihe anzieht, erhält freien Eintritt zum Palastgelände. Plane für den Rundgang mindestens zwei Stunden ein, im angrenzenden Nationalen Volksmuseum lässt sich das Erlebnis gut vertiefen.

Bukchon Hanok Village, Seoul: Zwischen Gyeongbokgung und Changdeokgung liegt eines der letzten großen, noch bewohnten Hanok-Viertel der Hauptstadt. Die traditionellen Holzhäuser mit geschwungenen Dächern stammen teils aus der Joseon-Zeit und stehen heute unter Denkmalschutz. Enge, hügelige Gassen bieten immer wieder Ausblicke auf die umliegende Skyline, ein reizvoller Kontrast zwischen Alt und Neu. Da viele Häuser noch bewohnt sind, gilt hier besondere Rücksicht: leise sein und nicht in private Höfe eindringen. Für die schönsten Fotos lohnt sich ein früher Besuch am Morgen, bevor größere Reisegruppen eintreffen.

Demilitarisierte Zone (DMZ): Der rund vier Kilometer breite Grenzstreifen zwischen Nord- und Südkorea zählt zu den am stärksten gesicherten Grenzgebieten der Welt und ist zugleich eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Asiens. Besichtigen lässt sich das Gebiet ausschließlich im Rahmen organisierter Touren, die unter anderem zum Gemeinsamen Sicherheitsbereich Panmunjom sowie zu einem der Infiltrationstunnel führen können. Historisch markiert die Zone die Teilung der koreanischen Halbinsel seit dem Ende des Koreakriegs 1953. Von Aussichtspunkten aus blickst du direkt auf nordkoreanisches Gebiet, ein bewegender Moment für viele Besucher. Bring unbedingt deinen Reisepass mit, ohne gültiges Ausweisdokument ist die Teilnahme an der Tour nicht möglich.

Bulguksa-Tempel und Seokguram-Grotte, Gyeongju: Der Tempelkomplex aus dem 8. Jahrhundert gilt als eines der bedeutendsten Meisterwerke buddhistischer Architektur der Silla-Zeit und steht auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste. Besonders eindrucksvoll sind die aus massiven Steinblöcken errichteten Terrassen sowie die kunstvoll gestalteten Pagoden im Innenhof. Oberhalb des Tempels liegt die Seokguram-Grotte mit einer monumentalen Buddha-Statue, die aus Granit gemeißelt wurde und als eines der bedeutendsten religiösen Kunstwerke Koreas gilt. Beide Stätten liegen nur wenige Kilometer auseinander und lassen sich gut an einem Tag verbinden. Für ruhigere Aufnahmen empfiehlt sich ein Besuch unter der Woche.

Insel Jeju-do: Die vulkanische Insel im Süden Südkoreas entstand durch jahrtausendelange Eruptionen und beherbergt mit dem Hallasan den höchsten Berg des Landes. Die Lavahöhle Manjanggul zählt zu den längsten der Welt und lässt sich auf einem befestigten Weg begehen. Jeju trägt gleich mehrfach den UNESCO-Titel für Weltnaturerbe und Biosphärenreservat, was die außergewöhnliche geologische Vielfalt der Insel unterstreicht. Neben Natur bietet Jeju subtropisches Klima, Wasserfälle und Strände, die spürbar anders wirken als das übrige Festland. Für die Insel lohnt sich mindestens ein Inlandsflug ab Seoul oder Busan und zwei bis drei Tage Aufenthalt.

N Seoul Tower: Der 236 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Namsan-Berg gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Seouls und bietet von der Aussichtsplattform aus einen weiten Blick über die Millionenmetropole. Ein Wahrzeichen für sich sind die Tausenden Liebesschlösser, die Paare an den umliegenden Zäunen befestigen, eine mittlerweile weltbekannte Tradition. Erreichbar ist der Turm zu Fuß, per Bus oder mit einer Seilbahn, die selbst schon einen guten Blick über die Stadt bietet. Besonders eindrucksvoll zeigt sich die Aussicht bei Sonnenuntergang, wenn die Stadt langsam in Lichter getaucht wird. Plane für Turm und Umgebung etwa zwei bis drei Stunden ein.

Jeonju Hanok Village: Mit rund 800 traditionellen Hanok-Häusern ist dieses Viertel das größte seiner Art in Südkorea und gilt zugleich als kulinarisches Herz des Landes. Jeonju gilt als Geburtsort des Bibimbap, entsprechend dicht ist die Auswahl an traditionellen Restaurants und Streetfood-Ständen. Zwischen den engen Gassen lassen sich Hanbok-Gewänder ausleihen, ein beliebtes Fotomotiv vor der historischen Kulisse. Von erhöhten Punkten wie dem Omokdae-Aussichtspunkt blickst du über das gesamte, geschwungene Dachlandschaft des Viertels. Am Abend wird es hier ruhiger, ein guter Zeitpunkt für einen entspannten Spaziergang ohne Menschenmassen.

Essen & Trinken in Südkorea

Die koreanische Küche lebt von fermentierten, würzigen und oft geteilten Gerichten. Fast zu jeder Mahlzeit gehört Kimchi, fermentierter Chinakohl mit Chili, dazu Klassiker wie Bibimbap, eine Reisschale mit Gemüse und Ei, oder Bulgogi, mariniertes, gegrilltes Rindfleisch. Beim koreanischen BBQ grillst du dein Fleisch häufig selbst am Tisch, ein geselliges Erlebnis, das meist in Gruppen genossen wird.

Streetfood-Märkte wie der Gwangjang-Markt in Seoul bieten günstige, authentische Küche, darunter das scharfe Reiskuchen-Gericht Tteokbokki. Vegetarische Optionen sind in größeren Städten mittlerweile gut zu finden, traditionell enthalten viele Gerichte jedoch Fisch- oder Fleischbrühe, weshalb gezieltes Nachfragen sinnvoll bleibt. Zu den bekanntesten alkoholischen Getränken zählen der klare Reisschnaps Soju sowie das milchig-trübe Reiswein Makgeolli.

Leitungswasser gilt in Südkorea offiziell als unbedenklich, viele Einheimische und die meisten Reisenden greifen wegen des Geschmacks trotzdem lieber zu abgefülltem oder gefiltertem Wasser, das überall günstig erhältlich ist.

Südkorea Reise planen: Einreise und Visum

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger gilt bei touristischen Kurzaufenthalten von weniger als 90 Tagen und ohne Erwerbstätigkeit eine visumfreie Einreise nach Südkorea. Ein Personalausweis reicht dafür allerdings nicht aus, du benötigst zwingend einen gültigen Reisepass. Bei der Ersteinreise werden von allen ausländischen Reisenden ab 17 Jahren zudem Fingerabdrücke und ein Foto erfasst.

Die K-ETA-Pflicht (Korea Electronic Travel Authorization) ist für deutsche Staatsangehörige bis zum 31. Dezember 2026 ausgesetzt (Stand: August 2026 – vor Reiseantritt aktuell beim Auswärtigen Amt prüfen). Stattdessen musst du innerhalb von drei Kalendertagen vor Einreise die kostenlose elektronische E-Arrival Card online ausfüllen.

Für längere Aufenthalte, Arbeit oder Studium in Südkorea ist vorab ein reguläres Visum bei der zuständigen koreanischen Auslandsvertretung zu beantragen. Aktuelle und verbindliche Informationen findest du auf den Seiten des Auswärtigen Amts sowie auf dem offiziellen K-ETA-Portal der südkoreanischen Regierung.

Währung & Geld in Südkorea

Landeswährung ist der Südkoreanische Won (KRW). Ein Euro entspricht aktuell etwa 1.600 bis 1.650 Won (Stand: August 2026, Wechselkurs schwankt). Kreditkarten von Visa und Mastercard werden in Südkorea praktisch überall akzeptiert, selbst in kleinen Läden, Taxis und an Verkaufsautomaten, klassische Debitkarten wie die Girocard funktionieren dagegen häufig nicht.

Bargeld brauchst du in Südkorea seltener als in vielen anderen Fernreisezielen, da bargeldloses Bezahlen weit verbreitet ist. Geldautomaten mit internationaler Kartenakzeptanz findest du zuverlässig in Convenience-Stores, meist mit einer festen Gebühr pro Abhebung. Trinkgeld ist in Südkorea unüblich und wird in der Regel nicht erwartet, in manchen Fällen sogar als irritierend empfunden.

Internet und Kommunikation

Prepaid-SIM-Karten und mobile Hotspots sind am Flughafen Incheon sowie in zahlreichen Geschäften erhältlich. Da Südkorea nicht zur EU-Roaming-Zone gehört, lohnt sich für längere Aufenthalte eine lokale SIM-Karte oder eSIM, um hohe Roaming-Gebühren zu vermeiden.

Südkorea gehört zu den bestvernetzten Ländern der Welt: kostenloses, schnelles WLAN findest du in U-Bahnen, Cafés, Hotels und an vielen öffentlichen Plätzen. Selbst abseits der großen Städte ist die Netzabdeckung meist zuverlässig gut.

Sicherheit & Gesundheit in Südkorea

Südkorea zählt zu den sichersten Reisezielen Asiens, das Auswärtige Amt spricht aktuell keine Reisewarnung für das Land aus. Gewaltkriminalität gegen Ausländer ist selten, auch Taschendiebstahl fällt im internationalen Vergleich unauffällig aus, nicht zuletzt wegen der dichten Videoüberwachung im öffentlichen Raum. In den Ausgehvierteln Hongdae und Itaewon in Seoul kam es vereinzelt zu Fällen von K.-o.-Tropfen, Getränke solltest du dort daher nicht unbeaufsichtigt lassen.

Die politischen Spannungen zwischen Süd- und Nordkorea haben sich laut Auswärtigem Amt in den vergangenen Jahren nicht auf die Sicherheitslage für Reisende ausgewirkt. Gelegentliche Sirenen bei Notfallübungen in Seoul sind Routine und kein Grund zur Sorge, kurzfristige Lageänderungen lassen sich dennoch nie ganz ausschließen.

Für die Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, eine Beratung beim Reisemediziner oder Hausarzt zum Stand der Standardimpfungen ist trotzdem sinnvoll. Da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland im Ausland nicht greift, solltest du für Südkorea eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Zudem liegt das Land in einer seismisch aktiven Zone, leichte Erdbeben sind grundsätzlich möglich, auch wenn sie im Alltag kaum spürbar sind.

Steckdosen in Südkorea

In Südkorea sind die Steckertypen C und F gebräuchlich, die Spannung liegt bei 220 Volt und 60 Hertz. Der Steckertyp F entspricht dabei exakt dem deutschen Schuko-Stecker, weshalb du für die meisten Geräte gar keinen Adapter benötigst.

Gute Nachricht für deutsche Reisende: Südkorea nutzt größtenteils denselben Steckertyp wie Deutschland. Ein Reiseadapter ist in der Regel überflüssig, nur bei Geräten mit sehr strikten Frequenzanforderungen kann der Unterschied zwischen 50 und 60 Hertz relevant werden.

Häufige Fragen zu Südkorea

Brauche ich ein Visum für Südkorea?

Für touristische Aufenthalte unter 90 Tagen benötigen deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger kein Visum. Eine K-ETA ist derzeit (2026) ebenfalls nicht erforderlich, die kostenlose E-Arrival Card muss aber vor Einreise ausgefüllt werden.

Was ist die beste Reisezeit für Südkorea?

Der Herbst von September bis November gilt mit mildem Klima und Laubfärbung als beste Reisezeit, der Frühling mit der Kirschblüte im April ist ähnlich beliebt.

Wie viel Geld brauche ich für eine Südkorea-Reise?

Budget-Reisende kommen mit etwa 40 bis 55 Euro pro Tag aus, im Mittelklasse-Segment liegst du bei 70 bis 110 Euro täglich, Komfortreisende starten ab etwa 150 Euro pro Tag.

Ist Südkorea sicher für Alleinreisende?

Südkorea gilt als eines der sichersten Länder Asiens für Alleinreisende. Niedrige Kriminalitätsraten und ein gut ausgebautes Verkehrsnetz erleichtern die Reise zusätzlich.

Welche Steckdosen gibt es in Südkorea?

Südkorea nutzt die Steckertypen C und F, wobei Typ F identisch mit dem deutschen Schuko-Stecker ist, sodass meist kein Adapter notwendig ist.

Wie lange sollte meine Südkorea-Reise dauern?

Für einen ersten Überblick mit Seoul, einer historischen Stadt wie Gyeongju und einem Ausflug zu Natur oder Küste solltest du mindestens zehn bis vierzehn Tage einplanen.

Ist ein Besuch der Demilitarisierten Zone gefährlich?

Organisierte Touren zur DMZ gehören zum touristischen Alltagsprogramm und gelten als sicher, solange du dich an die Anweisungen der Guides und Sicherheitskräfte hältst. Individuelles Erkunden des Gebiets ist nicht erlaubt.

Was hat es mit dem koreanischen Alterssystem auf sich?

Traditionell gilt ein Baby bei der Geburt bereits als ein Jahr alt und wird jedes Neujahr automatisch ein Jahr älter. Offiziell zählt seit 2023 zwar das international übliche Alter, im Alltag begegnet dir die traditionelle Zählweise aber weiterhin oft.

Ist Leitungswasser in Südkorea trinkbar?

Leitungswasser gilt offiziell als unbedenklich, geschmacklich bevorzugen die meisten Reisenden dennoch abgefülltes oder gefiltertes Wasser, das überall günstig erhältlich ist.

Muss ich in Südkorea Trinkgeld geben?

Trinkgeld ist in Südkorea unüblich und wird weder in Restaurants noch bei Taxifahrten erwartet. Ein Aufrunden ist nicht notwendig.

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