Panoramablick auf die historische Stadt Mdina auf Malta. Im Zentrum erhebt sich die barocke St.-Pauls-Kathedrale mit zwei Glockentürmen und einer roten Kuppel, umgeben von honigfarbenen Kalksteingebäuden und Stadtmauern. Im Vordergrund schlängelt sich eine Straße durch ein grünes Tal mit Felsen und Bäumen, darüber spannt sich ein weiter blauer Himmel mit dramatischen Wolken.

Malta Reise planen – Kultur, Kosten und beliebte Ausflugsziele

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Guide

Wer eine Malta Reise planen möchte, entdeckt ein Land, das trotz seiner geringen Größe erstaunlich viel bietet. Zwischen Sizilien und der nordafrikanischen Küste gelegen, vereint der Inselstaat über 5.000 Jahre Geschichte, mediterranes Flair und auffällig kurze Wege. Barocke Stadtpaläste, prähistorische Tempelanlagen, türkisblaue Buchten und ein lebhaftes Nachtleben liegen auf Malta oft nur eine halbe Busfahrt auseinander.

Genau das macht Malta zu einem Reiseziel, das sich für unterschiedliche Urlaubstypen eignet, vom Städtetrip über entspannte Strandtage bis zur Kulturreise. In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige für deine erste Reise nach Malta: von der besten Reisezeit über Kosten und Sehenswürdigkeiten bis zu praktischen Tipps für die Fortbewegung auf der Insel.

Steckbrief Malta

Malta besteht aus drei bewohnten Inseln: der Hauptinsel Malta, dem ruhigeren Gozo und dem winzigen Comino. Mit einer Gesamtfläche von rund 320 Quadratkilometern ist der Staat kleiner als die Stadt Bremen und zählt gleichzeitig zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt. Die Hauptstadt Valletta gehört komplett zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eine der kleinsten Hauptstädte Europas.

HauptstadtValletta
Flächeca. 320 km² (3 bewohnte Inseln)
Einwohnerzahlrund 550.000 (Stand 2026)
AmtssprachenMaltesisch und Englisch
WährungEuro (EUR)
ZeitzoneMEZ (UTC+1), keine Zeitverschiebung zu Deutschland
StaatsformParlamentarische Republik
Stromspannung230 V / 50 Hz, Steckertyp G

Malta Reise planen: Warum sich die Insel als Reiseziel lohnt

Malta gehört zu den Reisezielen, die sich in kurzer Zeit erstaunlich vielseitig erleben lassen. Wer seine Malta Reise planen möchte, profitiert vor allem von der kompakten Größe des Landes: Ein Frühstück in einer barocken Altstadt, ein Nachmittag am Meer und ein Sonnenuntergang über einer jahrtausendealten Tempelruine passen an einem einzigen Tag zusammen.

Drei Gründe sprechen besonders für Malta. Erstens die geschichtliche Tiefe: Auf den Inseln stehen einige der ältesten freistehenden Bauwerke der Menschheit, älter als die Pyramiden von Gizeh. Zweitens die sprachliche Nähe: Englisch ist neben Maltesisch Amtssprache, sodass sich Reisende praktisch überall problemlos verständigen können. Drittens das Klima: Mit rund 300 Sonnentagen im Jahr eignet sich Malta für Kurztrips fast das ganze Jahr über, nicht nur im Hochsommer.

Kultur auf Malta

Die maltesische Kultur ist stark von ihrer Lage im Mittelmeer geprägt. Phönizier, Römer, Araber, der Johanniterorden und schließlich rund 150 Jahre britische Kolonialherrschaft haben Spuren hinterlassen, bevor Malta 1964 unabhängig und 1974 zur Republik wurde. Diese Mischung zeigt sich bis heute in Architektur, Küche und Alltag.

Maltesisch und Englisch sind beide Amtssprachen, viele Malteser sprechen zusätzlich Italienisch. Für deutschsprachige Reisende bedeutet das eine ungewöhnlich einfache Verständigung, selbst abseits der touristischen Zentren. Der Katholizismus prägt das öffentliche Leben spürbar, in kaum einem Dorf fehlt eine prunkvolle Kirche. Ein weiteres britisches Erbe ist der Linksverkehr, der Reisenden mit Mietwagen zu Beginn etwas Gewöhnung abverlangt.

Besonderheiten und kulturelle Highlights

Kaum ein Land dieser Größe bietet so viele einzigartige Erfahrungen. Besonders die prähistorischen Tempelanlagen Maltas sind weltweit einmalig: Bauwerke wie Ġgantija auf Gozo oder Ħaġar Qim auf der Hauptinsel zählen zu den ältesten freistehenden Steinbauten der Welt und stehen auf der UNESCO-Welterbeliste.

Im Sommer prägen die Festas das Inselleben: Jedes Dorf feiert seinen Schutzpatron mit Prozessionen, Blaskapellen und aufwendigem Feuerwerk. Wer zufällig in ein solches Fest hineingerät, erlebt Malta von seiner lebendigsten Seite. Für Nachtschwärmer ist das Viertel Paceville in St. Julian’s die erste Adresse, hier reihen sich Bars und Clubs bis in die frühen Morgenstunden. Malta diente zudem als Kulisse für zahlreiche internationale Film- und Serienproduktionen, was ihre Küstenlinien und Festungsstädte für Fans zu einem eigenen Erlebnis macht.

Die Tempelanlagen Maltas entstanden teilweise bereits um 3600 vor Christus und gelten damit als älter als Stonehenge und die ägyptischen Pyramiden.

Beste Reisezeit für Malta

Malta hat ein typisches Mittelmeerklima mit trockenen, heißen Sommern und milden, regenreicheren Wintern. Von Juni bis September steigen die Temperaturen häufig über 30 Grad, das Meer ist bis in den Oktober hinein angenehm warm. Zwischen Dezember und Februar liegen die Werte meist zwischen 12 und 17 Grad, Regenschauer sind in dieser Zeit am wahrscheinlichsten.

Für einen Strandurlaub eignen sich die Monate Juni bis September am besten, allerdings sind Unterkünfte und Strände in dieser Zeit auch am vollsten und teuersten. Wer lieber eine Kulturreise oder einen Städtetrip plant, ist im Frühling oder Herbst besser aufgehoben: angenehme Temperaturen um 20 bis 25 Grad, weniger Andrang und günstigere Preise. Der Winter eignet sich vor allem für Kurztrips nach Valletta, zum Baden ist es dann meist zu kühl. Die Festa-Saison mit ihren Feuerwerken konzentriert sich vor allem auf die Sommermonate.

Regionen und Inseln Maltas

Für die Reiseplanung lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Regionen des Archipels.

  • Valletta und Umgebung: Das historische und politische Zentrum mit dem Grand Harbour, prunkvollen Palästen und den benachbarten Three Cities auf der anderen Hafenseite.
  • Sliema und St. Julian’s: Die moderne Küstenpromenade mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und dem Ausgehviertel Paceville.
  • Norden (Mellieha, Buġibba, St. Paul’s Bay): Die besten Sandstrände der Hauptinsel, gut geeignet für Familien und längere Strandtage.
  • Süden (Marsaxlokk, Marsaskala): Ruhigere, traditionellere Ecken der Insel mit dem bekannten Fischerdorf und seinem Sonntagsmarkt.
  • Mdina und Rabat: Die „stille Stadt“ mit mittelalterlichem Charme, ehemalige Hauptstadt Maltas.
  • Gozo: Die grünere, ruhigere Schwesterinsel mit eigenem Charakter, ideal für ein bis zwei Tage abseits des Trubels.
  • Comino: Fast unbewohnt und vor allem für die Blue Lagoon bekannt.

Wer Gozo und Comino ausführlicher erkunden möchte, findet alle Details, Fährverbindungen und Tagesausflug-Tipps in unserem separaten Beitrag zu Gozo und Comino.

Fortbewegung auf Malta: Bus, Taxi und Fähre

Das öffentliche Busnetz von Malta Public Transport, bekannt als Tallinja, deckt praktisch die gesamte Insel ab und ist die günstigste Art, sich fortzubewegen. Der Nachteil: Durch zahlreiche Zwischenstopps dauern selbst kurze Strecken oft deutlich länger als gedacht, und auf vielen Routen fährt nur etwa einmal pro Stunde ein Bus. Für längere Strecken quer über die Insel lohnt sich der Bus trotzdem, da er zuverlässig günstig bleibt.

Für kurze Distanzen greifen viele Reisende zu Fahrdiensten wie Uber oder Bolt. Diese sind meist schnell und günstig, allerdings schwanken die Preise stark je nach Tageszeit und Nachfrage. Es ist keine Seltenheit, dass sich der Preis für dieselbe Strecke innerhalb weniger Minuten um mehrere Euro nach oben oder unten verändert. Ein Vergleich der Preise unmittelbar vor der Fahrt lohnt sich daher fast immer.

Eine dritte Option sind Hop-on-hop-off-Bustouren, bei denen du an festen Haltestellen beliebig oft ein- und aussteigen kannst. Sie sind insgesamt oft günstiger als mehrere Fahrten mit einem Fahrdienst, erfordern aber etwas Zeitplanung, damit keine langen Wartezeiten auf den nächsten Bus entstehen. Wer einen Mietwagen bucht, sollte sich auf Linksverkehr, enge Gassen und volle Parkplätze in touristischen Orten einstellen. Zwischen den Inseln verkehren regelmäßige Fähren, die wichtigste Verbindung führt rund um die Uhr zwischen Ċirkewwa auf Malta und Mġarr auf Gozo.

Praktischer Tipp: Einige Anbieter kombinieren die Fährfahrt zur Blue Lagoon direkt mit einer Weiterfahrt nach Gozo. So lassen sich beide Ziele an einem Tag verbinden, bevor es mit der großen Autofähre zurück nach Malta geht.

Kosten und Budget: Was kostet eine Malta Reise?

Wie teuer eine Malta Reise wird, hängt stark von Reisezeit, Unterkunftswahl und persönlichem Reisestil ab. Wer im Hochsommer in Sliema oder St. Julian’s übernachtet, zahlt deutlich mehr als bei einem Frühlingstrip nach Gozo. Seit dem 1. Juli 2026 erhebt Malta außerdem eine Umweltabgabe von 1,50 € pro Person und Nacht auf touristische Übernachtungen, gedeckelt bei 22,50 € pro Aufenthalt. Diese wird in der Regel direkt über die Unterkunft abgerechnet.

Unterkunft

Einfache Zimmer in Hostels oder Gästehäusern gibt es ab etwa 20 bis 40 € pro Nacht. Mittelklasse-Hotels in guter Lage kosten meist 70 bis 120 €, während gehobene Hotels und Boutique-Unterkünfte in Sliema, St. Julian’s oder Valletta ab etwa 150 bis 300 € pro Nacht liegen. Auf Gozo und im Süden der Hauptinsel sind die Preise durchschnittlich etwas niedriger.

Essen und Trinken

Ein maltesischer Snack wie Pastizzi kostet meist nur 1 bis 2 €. Ein einfaches Mittagessen liegt bei 10 bis 15 €, ein Abendessen im mittleren Preissegment bei 20 bis 35 € pro Person. Gehobene Restaurants, vor allem mit Fischgerichten am Wasser, verlangen schnell 50 bis 80 € oder mehr.

Transport

Eine einfache Busfahrt kostet je nach Saison 2,00 bis 2,50 €, eine Wochenkarte mit unbegrenzten Fahrten liegt bei etwa 25 €. Fahrten mit Uber oder Bolt für kurze Strecken bewegen sich meist zwischen 5 und 15 €, können aber je nach Nachfrage abweichen. Die Fährüberfahrt zwischen Malta und Gozo kostet für Erwachsene rund 4,65 € retour, eine Fahrt zur Blue Lagoon je nach Anbieter etwa 10 bis 20 €.

Aktivitäten und Eintrittspreise

Museen und Kirchen verlangen meist 5 bis 15 € Eintritt, die St. John’s Co-Cathedral in Valletta kostet für Erwachsene rund 15 €. Eine Ausnahme bildet das Hypogäum von Ħal Saflieni: Der Eintritt liegt bei rund 40 € und muss oft Monate im Voraus gebucht werden, da täglich nur 80 Plätze zur Verfügung stehen. Der Zugang zur Blue Lagoon selbst ist kostenlos, erfordert aber seit 2025 ein kostenloses Zeitfenster-Ticket, das vorab online reserviert werden muss.

Tagesbudget-Übersicht (2026)

Budget-Reisende ca. 45 bis 85 €/Tag
Mittelklasse ca. 115 bis 190 €/Tag
Komfort ab ca. 240 €/Tag

Diese Richtwerte gelten für Juli 2026 und sind individuell sehr unterschiedlich, abhängig von Reisezeit, Lage der Unterkunft und persönlichem Reisestil.

Top-Sehenswürdigkeiten auf Malta

Valletta
Die Hauptstadt beeindruckt mit dichter barocker Bebauung auf engstem Raum. Der Grand Harbour, die Upper Barrakka Gardens mit täglicher Kanonenschuss-Zeremonie und die schmalen Gassen der Altstadt lassen sich gut zu Fuß erkunden. Die gesamte Innenstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Tipp: Der Sonnenuntergang von den Upper Barrakka Gardens über den Hafen gehört zu den schönsten Ausblicken der Insel.

St. John’s Co-Cathedral
Von außen wirkt die Kathedrale in Valletta eher schlicht, das Innere ist dagegen ein Meisterwerk des Barock mit vergoldeten Decken und Marmorböden. Im angrenzenden Oratorium hängt eines der bekanntesten Gemälde Caravaggios. Tipp: Vormittags besuchen, der letzte Einlass erlaubt oft nur noch wenig Zeit im Inneren.

Mdina und Rabat
Die ehemalige Hauptstadt Maltas wird wegen ihrer Ruhe auch „die stille Stadt“ genannt. Innerhalb der massiven Festungsmauern reihen sich enge Gassen, historische Paläste und Aussichtspunkte über die halbe Insel. Tipp: Ein Besuch am späten Nachmittag oder Abend, wenn die Tagesbesucher abgereist sind, macht den Ort besonders stimmungsvoll.

Blue Lagoon auf Comino
Die türkisblaue Lagune zwischen Malta und Gozo zählt zu den meistfotografierten Orten des Mittelmeers. Das Wasser ist flach, klar und ideal zum Schwimmen und Schnorcheln. Die Bucht ist allerdings besonders in den Sommermonaten stark überlaufen, mit wenig Platz für die vielen Besucher. Tipp: Möglichst früh am Morgen anreisen, da Liegen und Schatten begrenzt und ihr Verleih vor Ort recht teuer ist.

Seit Mai 2025 gilt für den Strandbereich der Blue Lagoon ein kostenloses, aber verpflichtendes Zeitfenster-Ticket. Ohne vorab gebuchten Zugangspass ist das Betreten des Strands nicht erlaubt.

Hypogäum von Ħal Saflieni und prähistorische Tempel
Das unterirdische Hypogäum ist die einzige bekannte prähistorische Untergrundanlage ihrer Art weltweit und über 5.000 Jahre alt. Ergänzend lohnen sich die Tempelanlagen Ġgantija auf Gozo sowie Ħaġar Qim und Mnajdra auf der Hauptinsel. Tipp: Tickets für das Hypogäum unbedingt Monate im Voraus online buchen, da täglich nur eine begrenzte Besucherzahl zugelassen wird.

Marsaxlokk
Das bunte Fischerdorf im Süden der Insel ist bekannt für seine traditionellen Luzzu-Boote und den großen Sonntagsmarkt mit frischem Fisch und lokalem Kunsthandwerk. Tipp: Früh am Sonntagmorgen kommen, bevor die Reisebusse mit Tagesausflüglern eintreffen.

Blue Grotto und Dingli Cliffs
An der Südküste ziehen sich dramatische Steilklippen entlang des Meeres, durchsetzt von Höhlen mit türkisfarbenem Wasser. Bootstouren fahren direkt in die Grotte hinein. Tipp: Die besten Lichtverhältnisse für die Höhle gibt es am Vormittag.

Essen und Trinken auf Malta

Die maltesische Küche vereint italienische, britische und nordafrikanische Einflüsse zu einer eigenen Tradition. Zu den typischen Gerichten zählen Pastizzi (Blätterteiggebäck mit Ricotta- oder Erbsenfüllung), Fenkata (geschmorter Kaninchen-Eintopf, oft als Nationalgericht bezeichnet), Ftira (belegtes Fladenbrot) und Lampuki, die Goldmakrele, die als Nationalfisch gilt.

Streetfood ist auf Malta vor allem durch kleine Pastizzeriji vertreten, die günstige Snacks rund um die Uhr anbieten. Restaurants sind stark mediterran geprägt, mit einer großen Auswahl an Fischgerichten, besonders in Küstenorten wie Marsaxlokk. Vegetarische und vegane Optionen finden sich problemlos in Valletta, Sliema und St. Julian’s, auf dem Land ist die Auswahl kleiner.

Das Leitungswasser erfüllt europäische Trinkwasserstandards und ist grundsätzlich unbedenklich. Da es größtenteils aus entsalztem Meerwasser stammt, schmeckt es allerdings oft leicht salzig, weshalb viele Malteser wie auch Reisende Flaschenwasser bevorzugen. Bei den Getränken lohnt sich die maltesische Limonade Kinnie mit ihrem leicht bitteren Geschmack, dazu das lokale Bier Cisk und Weine von der Insel Gozo.

Einreise nach Malta: Was EU-Bürger wissen müssen

Malta ist Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen für einen Urlaub auf Malta daher kein Visum, ein gültiger Personalausweis oder Reisepass genügt zur Einreise. Besondere Impfnachweise sind für die Einreise nicht vorgeschrieben.

Für deutsche, österreichische und Schweizer Reisende ist Malta ohne Visum und ohne besondere Formalitäten erreichbar. Aktuelle Hinweise liefert bei Bedarf das Auswärtige Amt unter auswaertiges-amt.de.

Währung und Geld auf Malta

Da Malta bereits den Euro als Landeswährung nutzt, entfällt für Reisende aus der Eurozone jeglicher Geldwechsel. Kartenzahlung ist auf Malta weit verbreitet, sowohl gängige Kreditkarten als auch Debitkarten mit Maestro- oder V-Pay-Symbol werden inzwischen an den meisten Orten akzeptiert. Etwas Bargeld ist trotzdem sinnvoll, etwa für kleinere Anbieter, Märkte oder einzelne Busfahrten. Geldautomaten sind auf der ganzen Insel gut verfügbar.

Trinkgeld ist auf Malta üblich, aber nicht verpflichtend. In Restaurants sind bei gutem Service 5 bis 10 % des Rechnungsbetrags angemessen, sofern nicht bereits ein Serviceentgelt enthalten ist.

Internet und Kommunikation

Für die meisten Reisenden ist eine eSIM die komfortabelste Lösung, da sie sich bereits vor der Abreise einrichten lässt und direkt nach der Landung funktioniert. Da Malta EU-Mitglied ist, funktionieren zudem viele europäische Mobilfunktarife dank EU-Roaming ohne Zusatzkosten. Schweizer Verträge sind davon meist ausgenommen, hier lohnt sich vorab ein Blick auf die eigenen Roaming-Konditionen. WLAN ist in Hotels, Cafés und vielen öffentlichen Bereichen gut verfügbar.

Sicherheit und Gesundheit

Das Auswärtige Amt stuft Malta insgesamt als sicheres Reiseziel mit gutem Sicherheitsstandard ein. Im Vergleich zu anderen EU-Staaten ist die Insel jedoch relativ stark von Diebstahls- und Einbruchskriminalität betroffen. Besondere Vorsicht vor Taschendieben ist in touristisch stark frequentierten Bereichen wie St. Julian’s, Sliema und Valletta sowie auf dem Weg zum Flughafen angebracht. In belebten Bars der Ausgehviertel raten örtliche Behörden zudem zu Vorsicht bei unbeaufsichtigten Getränken.

Pflichtimpfungen sind für die Einreise nicht vorgeschrieben, der übliche Standardimpfschutz wird empfohlen. Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt nur in staatlichen Polikliniken und im Krankenhaus Mater Dei, private Kliniken verlangen Vorauskasse. Eine Auslandskrankenversicherung ist daher dringend empfehlenswert. In den Sommermonaten sollte auf ausreichend Flüssigkeit und Sonnenschutz geachtet werden, da die Hitze für ungewohnte Kreisläufe belastend sein kann.

Die EU-Krankenversicherungskarte deckt auf Malta nur staatliche Einrichtungen ab. Private Praxen und Kliniken müssen zunächst selbst bezahlt werden.

Steckdosen auf Malta

Auf Malta gilt der Steckertyp G, der auch aus Großbritannien und Irland bekannt ist, mit drei rechteckigen Stiften. Deutsche, österreichische und Schweizer Stecker passen nicht in maltesische Steckdosen, ein Reiseadapter ist deshalb zwingend notwendig. Die Netzspannung beträgt 230 Volt bei 50 Hertz und entspricht damit exakt dem europäischen Standard, ein zusätzlicher Spannungswandler wird also nicht benötigt.

Häufige Fragen zu Malta

Brauche ich ein Visum für Malta?

Nein. Malta gehört zur EU und zum Schengen-Raum, deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen für touristische Aufenthalte kein Visum. Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass reicht zur Einreise aus.

Was ist die beste Reisezeit für Malta?

Für Strandurlaub eignen sich die Monate Juni bis September am besten, wenn auch mit höheren Preisen und mehr Andrang. Für Städtetrips und Kulturreisen sind Frühling und Herbst mit angenehmeren Temperaturen und weniger Touristen oft die bessere Wahl.

Wie viel Geld brauche ich für eine Malta Reise?

Budgetreisende kommen mit rund 45 bis 85 € pro Tag aus, Reisende im mittleren Segment mit etwa 115 bis 190 €. Die größten Kostenpunkte sind meist Unterkunft und, je nach Reisestil, Restaurantbesuche und Ausflüge zu den Nachbarinseln.

Ist Malta sicher für Alleinreisende?

Malta gilt insgesamt als sicheres Reiseziel mit guter Infrastruktur und kurzen Wegen, was es auch für Alleinreisende angenehm macht. In belebten Touristenorten und nachts empfiehlt sich dennoch die übliche Vorsicht vor Taschendiebstahl, wie in jeder größeren europäischen Stadt.

Welche Steckdosen gibt es auf Malta?

Malta nutzt den britischen Steckertyp G. Ein Reiseadapter ist notwendig, ein Spannungswandler dagegen nicht, da die Netzspannung mit 230 Volt der in Deutschland, Österreich und der Schweiz üblichen entspricht.

Wie lange sollte meine Malta-Reise dauern?

Für die wichtigsten Highlights der Hauptinsel reichen fünf bis sieben Tage aus. Wer zusätzlich Gozo und Comino in Ruhe erkunden möchte, sollte mindestens zehn Tage einplanen.

Braucht man auf Malta unbedingt einen Mietwagen?

Nein. Das Busnetz deckt die Insel gut ab und Fahrdienste wie Uber oder Bolt eignen sich für kurze Strecken. Ein Mietwagen lohnt sich vor allem für Reisende, die flexibel viele abgelegene Orte besuchen möchten und sich an Linksverkehr sowie enge Straßen gewöhnen können.

Was kostet die Fähre zur Blue Lagoon?

Je nach Abfahrtsort und Anbieter liegt eine Rückfahrkarte meist zwischen 10 und 20 €. Wichtig ist zusätzlich das kostenlose, aber verpflichtende Zeitfenster-Ticket für den Strandbereich, das vorab online gebucht werden muss.

Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen (Stand: Juli 2026). Preise, Öffnungszeiten und Einreisevoraussetzungen können sich ändern. Vor Reiseantritt empfiehlt sich eine aktuelle Prüfung über das Auswärtige Amt sowie offizielle maltesische Behördenquellen.

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