Königspalast in Seoul mit herbstlich gefärbten Bäumen

Wetter & Klima in Südkorea – Beste Reisezeit und Klimatabelle

Flagge Südkorea

Guide

Das Wetter in Südkorea kennt vier scharf voneinander getrennte Jahreszeiten. Die Unterschiede sind dabei größer, als viele erwarten. Zwischen minus sieben Grad im Januar und dreißig Grad im August liegen fast 40 Grad Spanne. Wer das Klima in Südkorea richtig einschätzt, packt nicht nur den passenden Koffer, sondern trifft auch die Kernfrage der Reiseplanung: Kirschblüte im Frühling, Monsunregen im Hochsommer oder leuchtendes Herbstlaub im Oktober. Dieser Beitrag liefert dir die Klimatabelle für alle zwölf Monate, erklärt die Regenzeit Jangma und die Taifunsaison, geht Monat für Monat durch das Jahr und beantwortet die häufigsten Fragen zur besten Reisezeit für Südkorea.

Klima in Südkorea: vier klar getrennte Jahreszeiten

Südkorea liegt auf einer Halbinsel zwischen dem Gelben Meer im Westen und dem Japanischen Meer im Osten, auf ungefähr der Breite von Sizilien und Nordafrika. Trotzdem ist es hier im Winter deutlich kälter als am Mittelmeer. Verantwortlich dafür ist das gemäßigte Kontinentalklima mit starkem Monsuneinfluss, das die Halbinsel im Winter unter den Einfluss eiskalter Festlandluft aus Sibirien stellt.

Im Sommer dreht sich die Windrichtung. Feuchtwarme Luft vom Pazifik strömt heran und bringt Schwüle, Hitze und den Großteil des Jahresniederschlags. Rund die Hälfte des gesamten Regens fällt zwischen Juni und August. Diese doppelte Prägung erklärt das koreanische Klimamuster: trockene, klare Winter und nasse, drückende Sommer.

Dazu kommt die Topografie. Etwa 70 Prozent des Landes bestehen aus Bergland, das Taebaek-Gebirge zieht sich als Rückgrat entlang der Ostküste. Es hält kalte Winde ab, sorgt an der Ostküste für mildere Winter und bremst im Landesinneren die Meeresluft. Ganz im Süden liegt die Vulkaninsel Jeju, die als einzige Region Südkoreas ein nahezu subtropisches Klima hat.

Der Jahresgang in Seoul ist einer der extremsten aller großen Hauptstädte Asiens: Von durchschnittlich minus sieben Grad in den Januarnächten bis 30 Grad an Augusttagen liegen 37 Grad Unterschied.

Klimatabelle Südkorea: Temperaturen, Niederschlag und Sonnenstunden nach Monaten

Die Werte in dieser Klimatabelle beziehen sich auf Seoul als Referenz für das Landesinnere, ergänzt um die Wassertemperatur vor Busan an der Südküste. Regional weichen die Zahlen deutlich ab: Jeju liegt im Winter rund acht Grad über Seoul, im Taebaek-Gebirge fällt bis in den März hinein Schnee (Stand: September 2026, Werte können je nach Quelle und Messreihe leicht abweichen).

Monat Höchsttemperatur (°C) Tiefsttemperatur (°C) Niederschlag (mm) Sonnenstunden/Tag Meerestemperatur (°C)
Januar1-7235,213
Februar3-5256,013
März90476,413
April177946,615
Mai2312927,416
Juni26171346,120
Juli29223693,923
August30222944,926
September26161695,924
Oktober209496,723
November112535,020
Dezember4-4224,616

Die beste Reisezeit für Südkorea

Als beste Reisezeit für Südkorea gelten April bis Juni sowie September bis November. Beide Fenster kombinieren milde Temperaturen, wenig Regen und klare Sicht. Was du vorhast, verschiebt die Empfehlung allerdings deutlich. Wie sich die Jahreszeiten auf eine komplette Route auswirken, zeigt die Übersicht zum Thema Südkorea-Reise planen.

Beste Reisezeit für Strand & Baden

Die offizielle Badesaison an koreanischen Stränden ist kurz und läuft im Wesentlichen von Anfang Juli bis Ende August. Erst dann erreicht das Meer vor Busan mit 23 bis 26 Grad angenehme Werte. Der Haeundae Beach und die Strände auf Jeju sind in diesen Wochen allerdings sehr voll, weil die koreanischen Sommerferien genau hineinfallen. Wer Ruhe sucht, kommt Anfang September: Das Wasser ist mit 24 Grad noch warm, die Strände sind fast leer.

Beste Reisezeit für Städtereisen & Kultur

Für Seoul, Gyeongju und Jeonju eignen sich Mitte April bis Anfang Juni und Ende September bis Anfang November am besten. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 17 bis 25 Grad, der Regen hält sich zurück und die Luft ist klar genug für gute Fernsicht von den Aussichtspunkten. Der Hochsommer ist für lange Fußwege durch die Stadt ungeeignet, weil sich Hitze und Luftfeuchtigkeit zwischen den Hochhäusern stauen.

Beste Reisezeit für Wandern & Natur

Koreas Nationalparks zeigen ihre stärkste Seite im Oktober. Bei 20 Grad am Tag, nur 49 mm Niederschlag im Monat und fast sieben Sonnenstunden täglich sind die Bedingungen im Seoraksan oder Bukhansan ideal. Der Mai ist die zweitbeste Wahl, dann blühen Azaleen an den Hängen. Von Juli bis Anfang August solltest du längere Bergtouren meiden, weil Starkregen die Wege in kurzer Zeit unpassierbar macht.

Beste Reisezeit für Kirschblüte, Herbstlaub und Wintersport

Drei saisonale Höhepunkte prägen den koreanischen Reisekalender. Die Kirschblüte zieht von Ende März bis Mitte April von Süden nach Norden über das Land. Das Herbstlaub wandert genau andersherum, von Mitte Oktober bis Mitte November von den Bergen im Nordosten in den Süden. Und die Skisaison in Gangwon-do läuft verlässlich von Mitte Dezember bis Ende Februar, mit dem Januar als schneesicherstem Monat.

Die koreanische Hauptreisezeit liegt im Oktober und in der Kirschblütenwoche im April. Dazu kommen die inländischen Ferienspitzen Ende Juli und Anfang August sowie das Erntedankfest Chuseok im Herbst, an dem Züge und Fernbusse Wochen im Voraus ausgebucht sind.

Wetter in Südkorea Monat für Monat

Wetter in Südkorea im Januar

Der Januar ist der kälteste Monat des Jahres. In Seoul liegen die Höchstwerte bei einem Grad, nachts sinkt das Thermometer auf durchschnittlich minus sieben Grad. Dazu weht ein trockener, scharfer Wind aus Sibirien, der die gefühlte Temperatur weiter drückt. Mit nur 23 mm Niederschlag bleibt es dabei überraschend trocken und oft sonnig. Für Skifahrer in Gangwon-do ist das der beste Monat, für alle anderen zählt vor allem gute Winterausrüstung.

Wetter in Südkorea im Februar

Der Februar bleibt winterlich, lockert aber langsam auf. Die Tageshöchstwerte klettern auf drei Grad, nachts sind es noch minus fünf. Schnee fällt vor allem im Osten und in den Bergen, Seoul selbst bekommt eher wenig davon ab. Mit sechs Sonnenstunden täglich ist der Februar deutlich heller als der Januar. In diesen Monat oder das Monatsende Januar fällt meist Seollal, das koreanische Mondneujahr, an dem viele Geschäfte und Museen für mehrere Tage schließen.

Wetter in Südkorea im März

Der März ist ein Übergangsmonat mit großen Sprüngen. Tagsüber werden neun Grad erreicht, nachts liegt die Temperatur noch um den Gefrierpunkt. Ganz im Süden startet die Saison bereits: Auf Jeju und rund um Busan öffnen sich 2026 ab Mitte März die ersten Kirschblüten (Stand: September 2026, die Prognosen werden jedes Jahr neu veröffentlicht). Gleichzeitig beginnt die Phase mit erhöhter Feinstaub- und Gelbsandbelastung, die bis in den Mai reichen kann.

Wetter in Südkorea im April

Der April gehört zu den schönsten Monaten überhaupt. Die Temperaturen steigen auf 17 Grad tagsüber, nachts bleibt es mit sieben Grad noch frisch. Rund um den Monatsanfang erreicht die Kirschblüte Seoul, in Jinhae findet das größte Kirschblütenfest des Landes statt. Mit 94 mm zieht der Niederschlag spürbar an, meist als kurzer Frühlingsregen. Wer die Blüte sehen will, sollte Unterkünfte mehrere Monate vorher buchen.

Die Kirschblüte wandert von Jeju und Busan (Mitte März) über Daegu und Jeonju bis nach Seoul (Ende März bis Anfang April). Jede Region blüht nur rund zehn Tage lang, deshalb lohnt ein Blick auf die jährliche Blühprognose.

Wetter in Südkorea im Mai

Der Mai bringt die höchste Sonnenausbeute des ganzen Jahres. Mit 7,4 Sonnenstunden pro Tag, 23 Grad am Tag und 12 Grad in der Nacht sind die Bedingungen nahezu perfekt. Der Regen hält sich mit 92 mm noch in Grenzen, die Luftfeuchtigkeit ist niedrig. Nationalparks und Tempelanlagen zeigen sich in vollem Grün, das Laternenfest zum Geburtstag Buddhas füllt die Städte mit Farbe. Für Rundreisen ist der Mai die beste Wahl im ersten Halbjahr.

Wetter in Südkorea im Juni

Im Juni wird es sommerlich warm mit 26 Grad tagsüber, gleichzeitig steigt die Luftfeuchtigkeit merklich. Der Niederschlag klettert auf 134 mm. Bis etwa zur Monatsmitte ist das Wetter meist noch stabil, danach nähert sich die Regenfront. Gegen Ende Juni erreicht die Regenzeit Jangma zuerst Jeju und den Süden, 2026 laut Prognose ab dem 30. Juni (Stand: September 2026). Wer im Juni reist, plant die Südküste besser für die erste Monatshälfte ein.

Wetter in Südkorea im Juli

Der Juli ist mit Abstand der nasseste Monat: 369 mm Niederschlag fallen in Seoul, dazu kommen nur 3,9 Sonnenstunden pro Tag, der niedrigste Wert des Jahres. Die Temperaturen liegen bei 29 Grad, nachts kühlt es kaum unter 22 Grad ab. Die Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit ist anstrengend. Positiv: Die Badesaison startet, die Preise sinken außerhalb der koreanischen Ferienwochen und Museen sowie Cafés sind angenehm klimatisiert.

Wetter in Südkorea im August

Der August ist der heißeste Monat mit 30 Grad Tageshöchstwert und Tropennächten um 22 Grad. Der Regen geht auf 294 mm zurück, fällt aber weiterhin in kräftigen Schüben. Ab Monatsmitte steigt die Wahrscheinlichkeit für Taifunausläufer deutlich an. Das Meer vor Busan erreicht mit 26 Grad seinen Jahreshöchstwert. Die erste Augusthälfte ist gleichzeitig die volle koreanische Ferienzeit, weshalb Küstenorte an den Wochenenden überlaufen sind.

Wetter in Südkorea im September

Der September bringt die Wende. Die Temperaturen fallen auf 26 Grad, die Nächte werden mit 16 Grad wieder angenehm, der Niederschlag halbiert sich auf 169 mm. Die Schwüle löst sich meist bis zur Monatsmitte auf, danach beginnt eine der schönsten Phasen des Jahres. Das Risiko für Taifune bleibt allerdings bis Ende des Monats erhöht. In den September oder frühen Oktober fällt Chuseok, das koreanische Erntedankfest mit landesweiten Reisewellen.

Wetter in Südkorea im Oktober

Der Oktober ist der beste Monat des Jahres. Bei 20 Grad tagsüber, neun Grad in der Nacht, nur 49 mm Regen und 6,7 Sonnenstunden täglich ist das Wetter stabil und klar. Ab Mitte des Monats färbt sich das Herbstlaub im Seoraksan-Nationalpark, in den folgenden Wochen zieht die Färbung nach Süden. Wandern, Städtereisen und Tempelbesuche funktionieren jetzt gleichermaßen gut. Entsprechend hoch sind Nachfrage und Preise.

Der Oktober liefert die beste Kombination aus Temperatur, Trockenheit und Sicht. Mit rund 49 mm ist er nach den Wintermonaten der trockenste Monat, ohne dabei kalt zu sein.

Wetter in Südkorea im November

Im November wird es spürbar kühler: 11 Grad am Tag, zwei Grad in der Nacht. Der Regen bleibt mit 53 mm gering, die Sonnenstunden sinken auf fünf. In der ersten Monatshälfte erreicht das Herbstlaub Seoul und die südlichen Regionen, danach fallen die Blätter schnell. Gegen Monatsende kündigt sich der Winter mit ersten Frostnächten an. Für Städtereisen ist der November ein günstiger Kompromiss aus akzeptablem Wetter und moderaten Preisen.

Wetter in Südkorea im Dezember

Der Dezember läutet den koreanischen Winter ein. Die Höchstwerte liegen bei vier Grad, nachts sind es minus vier. Mit 22 mm Niederschlag ist es der trockenste Monat des Jahres, Schnee fällt vor allem im Osten und in höheren Lagen. Ab Mitte Dezember öffnen die Skigebiete in Gangwon-do. In Seoul lohnen sich jetzt beheizte Märkte, traditionelle Saunen und die Palastanlagen bei klarer Winterluft.

Regionale Klimaunterschiede in Südkorea

Seoul und das Landesinnere

Der Nordwesten um Seoul hat das ausgeprägteste Kontinentalklima des Landes. Die Winter sind kalt und trocken mit Nachtwerten um minus sieben Grad, die Sommer heiß und sehr feucht. Als Millionenmetropole speichert Seoul zusätzlich Wärme, weshalb sich der August in der Innenstadt deutlich drückender anfühlt als an der Küste. Beste Reisezeit: Mitte April bis Anfang Juni sowie Ende September bis Anfang November.

Gangwon-do und das Taebaek-Gebirge

Die Bergregion im Nordosten ist die kälteste und schneereichste Landschaft Südkoreas. Hier liegen die Skigebiete rund um Pyeongchang, die zwischen Mitte Dezember und Februar zuverlässig Schnee haben. Im Sommer bleibt es in den Höhenlagen mehrere Grad kühler als in Seoul, weshalb die Region als Rückzugsort vor der Hitze dient. Beste Reisezeit: Januar für Wintersport, Oktober für die Herbstfärbung.

Südküste und Busan

Die Südküste profitiert vom milderen Meereseinfluss. Die Winter fallen deutlich sanfter aus als in Seoul, Frost ist die Ausnahme. Dafür ist die Region stärker von der Regenzeit und von Taifunen betroffen, die im Spätsommer meist von Süden auf die Halbinsel treffen. Die Badesaison ist mit Juli und August kurz, das Wasser erreicht bis zu 26 Grad. Beste Reisezeit: Mai, Juni und September bis Oktober.

Jeju: die subtropische Insel im Süden

Jeju hat als einzige Region ein fast subtropisches Klima. Die Wintertemperaturen bewegen sich zwischen vier und 13 Grad, Schnee fällt praktisch nur am Vulkan Hallasan. Die Sommer sind warm und feucht, die Insel bekommt gleichzeitig die höchsten Niederschlagsmengen des Landes ab. Wind ist auf Jeju ganzjährig ein Faktor. Beste Reisezeit: April bis Juni und September bis Oktober, dazu Mitte März für die früheste Kirschblüte.

Jangma: die koreanische Regenzeit im Sommer

Anders als in den Tropen dauert die Regenzeit in Südkorea keine halbe Ewigkeit, sondern nur wenige Wochen. Die sogenannte Jangma beginnt Ende Juni auf Jeju und im Süden und erreicht wenige Tage später Zentralkorea. Für 2026 wird der Beginn auf den 30. Juni im Süden und den 1. Juli in Zentralkorea prognostiziert (Stand: September 2026, der tatsächliche Start verschiebt sich jedes Jahr um mehrere Tage).

Typisch für die Jangma ist eine stationäre Regenfront, die tagelang über der Halbinsel liegt. Das bedeutet: kein kurzer tropischer Nachmittagsschauer, sondern anhaltender Landregen über viele Stunden, unterbrochen von schwülen, bedeckten Phasen. Die Front wandert im Verlauf des Julis nach Norden und löst sich meist gegen Ende des Monats auf.

Lohnt sich eine Reise trotzdem? In Städten durchaus, weil Seoul und Busan mit Museen, Märkten und Cafés genug wetterunabhängiges Programm bieten und die Preise in dieser Phase niedriger liegen. Für Wanderungen, Küstentouren und Inselhopping ist die Jangma dagegen die schlechteste Zeit im Jahr. Etwas weniger stark betroffen ist die Ostküste um Gangneung, die im Windschatten des Taebaek-Gebirges liegt.

Nach dem Ende der Jangma folgt nicht sofort schönes Wetter, sondern die schwülste Phase des Jahres. Die zweite Julihälfte und der frühe August bringen Tropennächte über 25 Grad, in denen die Temperatur nicht mehr unter diese Marke fällt.

Taifune, Kältewellen und Feinstaub: Risiken beim Wetter in Südkorea

Die Taifunsaison in Südkorea reicht von Juni bis November, den Schwerpunkt bilden die Monate Juli bis September. Meist erreichen die Stürme die Halbinsel bereits abgeschwächt, richten mit Starkregen und Sturmböen aber trotzdem Schäden an. Betroffen ist vor allem die Süd- und Ostküste. Bei einer Taifunwarnung werden Flüge nach Jeju, Fährverbindungen und teilweise auch Zugstrecken kurzfristig gestrichen.

Im Winter kommt das gegenteilige Risiko. Kältewellen aus Sibirien können die Temperaturen in Seoul für mehrere Tage auf minus 15 Grad drücken, im Bergland noch tiefer. Starke Schneefälle treffen vor allem Gangwon-do und die Westküste rund um Jeonju. Wer im Januar oder Februar reist, sollte Pufferzeiten für Verzögerungen im Überlandverkehr einplanen.

Ein drittes Thema betrifft die Luftqualität. Von März bis Mai zieht regelmäßig Feinstaub aus dem asiatischen Festland über Korea, teils zusammen mit Sandstaub aus den Wüstenregionen. Das koreanische Umweltministerium veröffentlicht tagesaktuelle Warnstufen, die sich über gängige Wetter-Apps abrufen lassen. An Tagen mit hoher Belastung sind Atemschutzmasken im Straßenbild normal und in jedem Convenience Store erhältlich.

Eine Reiseversicherung mit Auslandskrankenschutz und Reiserücktrittsschutz ist besonders bei Reisen in der Taifunphase sinnvoll, weil Umbuchungen kurzfristig nötig werden können. Aktuelle Hinweise zu Naturereignissen und Wetterlagen veröffentlicht das Auswärtige Amt unter auswaertiges-amt.de in den Reise- und Sicherheitshinweisen für die Republik Korea (Stand: September 2026).

Was anziehen? Kleidungstipps für Südkorea

Weil Südkorea vier echte Jahreszeiten hat, unterscheidet sich der Koffer je nach Reisemonat stark. Ein Prinzip gilt aber immer: das Zwiebelprinzip. Innenräume sind im Winter kräftig geheizt und im Sommer stark klimatisiert, weshalb du drinnen fast immer eine Schicht ablegen wirst. Bequeme Schuhe sind Pflicht, weil koreanische Städte weitläufig sind und viele Sehenswürdigkeiten auf Hügeln liegen.

Sommer (Juni bis August)

Leichte, atmungsaktive Kleidung ist bei 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit unverzichtbar. Nimm zusätzlich einen kompakten Regenschirm mit, der im Juli praktisch täglich zum Einsatz kommt. Eine dünne Jacke oder ein langärmeliges Oberteil gehört trotz Hitze ins Gepäck, weil U-Bahnen, Busse und Restaurants sehr stark heruntergekühlt sind. Für Tempelbesuche sind bedeckte Schultern und Knie angemessen.

Winter (Dezember bis Februar)

Hier brauchst du echte Winterkleidung, keine Übergangsjacke. Empfehlenswert sind eine wind- und wasserdichte Jacke, Thermounterwäsche, Mütze, Schal und Handschuhe. Der trockene Wind macht minus fünf Grad in Seoul deutlich unangenehmer, als die Zahl vermuten lässt. Rutschfeste Schuhsohlen sind sinnvoll, weil Gehwege nach Schneefall häufig vereisen. Wärmepflaster für Taschen und Schuhe gibt es günstig in jedem Convenience Store.

Frühling und Herbst

Die Übergangszeiten verlangen die größte Bandbreite. Im April und Oktober liegen zwischen Morgen und Nachmittag oft zehn Grad Unterschied. Kombiniere T-Shirt, Pullover und eine leichte Jacke, die du tagsüber ausziehen kannst. Im Frühling ist zusätzlich eine dünne Regenjacke sinnvoll, im Spätherbst eine wärmere Zwischenschicht für kühle Abende.

Häufige Fragen zum Wetter in Südkorea

Wann ist die beste Reisezeit für Südkorea?

Die besten Reisemonate sind April bis Juni und September bis November. Der Oktober führt die Rangliste an: 20 Grad am Tag, nur 49 mm Regen und fast sieben Sonnenstunden täglich. Für die Kirschblüte ist Anfang April die richtige Wahl, für Wintersport der Januar.

Wie warm ist es in Südkorea im Sommer und im Winter?

Im Hochsommer erreicht Seoul im Juli und August 29 bis 30 Grad, nachts bleibt es bei 22 Grad. Im Winter fallen die Höchstwerte im Januar auf ein Grad, nachts sind minus sieben Grad normal. In Kältewellen sind kurzzeitig minus 15 Grad möglich. Auf Jeju liegen die Wintertemperaturen mit vier bis 13 Grad deutlich milder.

Hat Südkorea eine Regenzeit?

Ja, sie heißt Jangma und dauert von Ende Juni bis Ende Juli. In dieser kurzen Phase fällt ein großer Teil des Jahresniederschlags, allein im Juli sind es in Seoul rund 369 mm. Anders als in den Tropen regnet es dabei über viele Stunden gleichmäßig statt in kurzen Schauern.

Wann ist Hochsaison in Südkorea?

Die stärkste Nachfrage entsteht in der Kirschblütenwoche Anfang April und im gesamten Oktober. Dazu kommen die koreanischen Sommerferien von Ende Juli bis Mitte August sowie die Feiertagswochen um Seollal im Winter und Chuseok im Herbst. In diesen Zeiträumen sind Züge, Fernbusse und Inlandsflüge nach Jeju oft Wochen im Voraus ausgebucht.

Welche Kleidung brauche ich für Südkorea?

Das hängt komplett vom Monat ab. Im Winter gehören Thermokleidung, Mütze und Handschuhe ins Gepäck, im Sommer leichte Stoffe plus Regenschirm. Für Frühling und Herbst funktioniert das Zwiebelprinzip am besten, weil die Tagesschwankungen groß sind. Eine leichte Jacke ist ganzjährig sinnvoll, im Sommer gegen die starke Klimatisierung in Innenräumen.

In welchem Monat ist das Wetter in Südkorea am schönsten?

Der Oktober bietet die beste Gesamtbilanz aus milden Temperaturen, geringem Niederschlag und klarer Sicht, dazu kommt das Herbstlaub. Wer lieber Blüten als Blätter sieht, wählt den Mai: Er hat mit 7,4 Stunden pro Tag die höchste Sonnenscheindauer des Jahres und bleibt mit 23 Grad angenehm.

Gibt es in Südkorea Taifune?

Ja. Die Taifunsaison läuft von Juni bis November, die meisten Systeme erreichen das Land zwischen Juli und September. Sie treffen meist abgeschwächt ein, bringen aber Starkregen und Sturmböen mit sich. Am stärksten betroffen sind die Süd- und Ostküste sowie die Insel Jeju.

Schneit es in Südkorea?

Ja, allerdings sehr unterschiedlich verteilt. Am meisten Schnee fällt in Gangwon-do und im Taebaek-Gebirge, wo die Skigebiete von Mitte Dezember bis Februar geöffnet sind. Seoul bekommt in der Regel nur wenige Schneetage, weil der Winter dort kalt, aber trocken ist. Auf Jeju bleibt Schnee außerhalb des Vulkans Hallasan die absolute Ausnahme.

Wann blüht die Kirschblüte in Südkorea?

Die Blüte startet Mitte März auf Jeju sowie in Busan und Jinhae und erreicht Seoul meist Ende März bis Anfang April. Für 2026 werden die ersten geöffneten Blüten in Seoul ab dem 24. März erwartet (Stand: September 2026, Prognosen werden jährlich aktualisiert). Jede Region blüht nur etwa zehn Tage, deshalb ist eine kurzfristige Planung nach der aktuellen Blühprognose sinnvoll.

Wie stark ist die Feinstaubbelastung in Südkorea?

Von März bis Mai treten regelmäßig Tage mit hoher Feinstaub- und Gelbsandbelastung auf, besonders im Westen des Landes. Die Werte werden tagesaktuell veröffentlicht und lassen sich über Wetter-Apps abrufen. Für gesunde Reisende bedeutet das meist nur dunstige Sicht, Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten an Warntagen Masken tragen und längere Aktivitäten im Freien verschieben.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner