Das Wetter Malta ist mediterran, aber die Insel ist trockener und heißer als das griechische oder italienische Festland auf gleicher Breite. Zwischen Juni und September fällt praktisch kein Regen, während der Sommer regelmäßig über 32 Grad klettert und der berüchtigte Scirocco heiße Wüstenluft aus Nordafrika bringt. Der Winter fällt mit 15 Grad tagsüber deutlich milder aus als in Deutschland, dafür sind die schlecht beheizten Steinhäuser innen oft ungemütlich klamm. Im Folgenden liest du, in welchen Monaten die Wassertemperatur wirklich zum Baden reicht, welche Reisezeit für Wandern und Kultur ideal ist und wann du Hitze, Menschenmassen oder Regen am besten aus dem Weg gehst.
Klima in Malta im Überblick
Malta liegt im zentralen Mittelmeer, rund 80 Kilometer südlich Siziliens und 290 Kilometer nördlich der tunesischen Küste. Die Inselgruppe zählt klimatisch zur mediterranen Zone mit subtropischem Einschlag: heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Der stark maritime Charakter macht Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht gering, dafür sind Wind und Luftfeuchtigkeit spürbar höher als auf dem Festland.
Drei klimatische Besonderheiten prägen die Inseln: Erstens die extreme Sonnenausbeute mit rund 3.000 Sonnenstunden pro Jahr – so viel wie sonst nur die Kanaren erreichen. Zweitens die Trockenheit: In Malta fällt weniger Regen als auf Kreta oder Zypern, und die Vegetation reagiert entsprechend karg. Drittens die Windexposition: Die Inseln liegen ungeschützt im offenen Meer, was im Sommer angenehm kühlt und im Winter unangenehm nass-kalt werden kann.
Malta gehört mit rund 300 klaren Tagen pro Jahr zu den sonnigsten Regionen Europas. Selbst im Dezember scheint die Sonne im Durchschnitt fünf Stunden pro Tag.
Klimatabelle Malta – Temperaturen und Niederschlag nach Monaten
Die folgenden Werte sind langjährige Durchschnitte für Valletta, gültig für den Großteil der Hauptinsel Malta. Auf Gozo und im Landesinneren rund um Mdina liegen die Nachttemperaturen im Winter oft ein bis zwei Grad tiefer, im Sommer sind die Werte praktisch identisch. Kurzfristige Schwankungen von mehreren Grad pro Woche sind möglich (Stand: September 2026 – kann je nach Quelle und Jahr leicht abweichen).
| Monat | Höchsttemperatur (°C) | Tiefsttemperatur (°C) | Niederschlag (mm) | Sonnenstunden/Tag | Meerestemperatur (°C) |
|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 16 | 9 | 90 | 5 | 15 |
| Februar | 16 | 9 | 60 | 6 | 15 |
| März | 17 | 10 | 40 | 7 | 15 |
| April | 20 | 12 | 25 | 8 | 17 |
| Mai | 24 | 15 | 10 | 10 | 19 |
| Juni | 29 | 19 | 5 | 11 | 22 |
| Juli | 32 | 21 | 1 | 12 | 25 |
| August | 32 | 22 | 7 | 11 | 26 |
| September | 29 | 20 | 40 | 9 | 25 |
| Oktober | 25 | 17 | 90 | 7 | 23 |
| November | 20 | 13 | 80 | 6 | 20 |
| Dezember | 17 | 10 | 100 | 5 | 17 |
Die beste Reisezeit für Malta
Malta lässt sich das ganze Jahr über bereisen. Was sich unterscheidet, ist der Zweck: Für Kultur und Wandern ist das Frühjahr ideal, für einen klassischen Badeurlaub der Hochsommer. Wer beides in einer Reise will, kommt am besten im Mai, Juni oder September.
Beste Reisezeit für Strand und Baden
Zum Baden eignen sich die Monate Juni bis Oktober. Das Meer erreicht ab Ende Juni angenehme 22 Grad und bleibt bis Mitte Oktober über der 22-Grad-Marke. Am wärmsten wird das Wasser mit 25 bis 26 Grad im August und September – ein Wert, den weder Sardinien noch die Costa Brava erreichen. Wer die Hitze und die Hochsaison-Menschenmassen meiden will, findet im September den besten Kompromiss aus warmem Meer, moderaten Lufttemperaturen und langsam sinkenden Hotelpreisen. Buchten wie die Blaue Lagune auf Comino oder die Golden Bay auf der Hauptinsel sind dann deutlich entspannter als im August.
Beste Reisezeit für Städtereisen und Kultur
Die Kulturhauptstadt Valletta, die Stille Stadt Mdina und die drei Städte Vittoriosa, Senglea und Cospicua besichtigst du am angenehmsten von März bis Mai und von Oktober bis November. Die Temperaturen liegen tagsüber bei 17 bis 25 Grad, ideal für lange Spaziergänge durch die engen Kalksteingassen. Im Sommer heizen sich die Steinfassaden zu Öfen auf und Führungen werden zur Belastungsprobe. Museen und Kirchen bleiben in der Nebensaison zusätzlich weniger überlaufen.
Beste Reisezeit für Wandern und Natur
Für Wanderungen auf den Klippen der Dingli Cliffs oder auf Gozos Wanderwegen rund um Xlendi und San Lawrenz eignen sich die Monate Februar bis April am besten. Nach den ersten Winterregen wird die karge Insel für wenige Wochen grün, wilde Orchideen und rote Klatschmohn-Felder tauchen die Küstenklippen in Farbe. Die Temperaturen liegen zwischen 15 und 22 Grad, ohne die drückende Sommerhitze. Ab Ende Mai wird der Boden schnell wieder gelb und die Mittagshitze macht längere Touren unrentabel.
Beste Reisezeit für Tauchen und Wassersport
Malta gilt als eines der besten Tauchgebiete Europas. Die Sichtweite unter Wasser liegt praktisch das ganze Jahr über bei 20 bis 40 Metern. Die beste Kombination aus warmem Wasser, ruhigem Meer und wenig Wind bekommst du von Juni bis Oktober. Für Tauchgänge zu den bekannten Wracks wie der Um El Faroud vor der Blauen Grotte oder der HMS Maori vor Valletta reicht ein 5-mm-Neoprenanzug im Sommer aus. Wer im Winter tauchen will, braucht einen 7-mm-Anzug oder Trockentauchausrüstung, wird aber mit noch klarerem Wasser belohnt.
Hochsaison ist von Mitte Juli bis Ende August. In dieser Zeit sind Hotels häufig doppelt so teuer wie in der Nebensaison und in den Ferienregionen Sliema, St. Julian’s und Bugibba wird es voll. Die deutschen und österreichischen Schulferien (Juli/August) treiben die Preise zusätzlich, ebenso die italienischen Ferragosto-Wochen um den 15. August. Wer flexibel ist, spart mit einer Reise zwischen Ende September und Mitte Oktober deutlich, ohne auf Badewetter zu verzichten.
Die Meerestemperatur hinkt der Lufttemperatur zwei bis drei Monate hinterher. Deshalb bleibt das Meer im Oktober oft noch wärmer als im Juni, obwohl die Lufttemperaturen ähnlich sind.
Malta Wetter Monat für Monat
Wetter in Malta im Januar
Der Januar ist der kühlste Monat auf Malta mit Höchstwerten um 16 Grad und nächtlichen 9 Grad. Es fallen rund 90 Millimeter Niederschlag verteilt auf etwa zwölf Regentage, häufig als kurze, kräftige Schauer. Sonnenstunden liegen bei fünf pro Tag – für europäische Winterverhältnisse üppig. Der Monat eignet sich für Reisende, die kulturell und günstig unterwegs sein wollen: Preise für Flug und Unterkunft sind auf dem Jahrestief, die klassischen Sehenswürdigkeiten in Valletta und Mdina sind fast menschenleer. Zum Baden ist es mit 15 Grad Wassertemperatur zu kühl.
Wetter in Malta im Februar
Der Februar bleibt statistisch fast identisch mit dem Januar, wird aber gefühlt milder, weil die Tage länger werden und die Sonne bereits Kraft entwickelt. Rund 60 Millimeter Regen fallen an etwa zehn Tagen, dazwischen liegen oft überraschend sonnige, warme Perioden bis 20 Grad. Der Karneval von Valletta und Nadur auf Gozo (Ende Februar/Anfang März) zieht ein lokales, kein Touristen-Publikum an – ein guter Grund für Reisende mit Interesse an authentischer Kultur, dann zu kommen. Baden bleibt bei 15 Grad Wassertemperatur unrealistisch.
Wetter in Malta im März
Im März zieht der Frühling deutlich auf: Höchstwerte klettern auf 17 bis 20 Grad, der Niederschlag halbiert sich auf 40 Millimeter, und die Insel steht in voller Blüte. Wilde Orchideen und Mandelblüten prägen das Bild in Buskett Gardens und rund um die Dingli-Klippen. Wanderer finden ihre beste Zeit: sieben Sonnenstunden bei angenehmer Kühle. Ostern fällt oft in diesen Monat und wird auf Malta mit ausgedehnten Prozessionen begangen – ein kulturelles Highlight, aber auch die erste Preiswelle nach dem Winter.
Wetter in Malta im April
Der April markiert für viele die inoffizielle Saisoneröffnung. Tagestemperaturen zwischen 18 und 22 Grad, acht Sonnenstunden und nur noch etwa 25 Millimeter Regen machen den Monat zu einem der angenehmsten des Jahres. Das Meer erreicht 17 Grad – hartgesottenen Schwimmern reicht das, für einen echten Badeurlaub ist es zu früh. Für Städtereisen, Wanderungen und Fotoausflüge auf Comino ist der April aber nahezu perfekt, weil die Insel noch grün und wenig frequentiert ist.
Wetter in Malta im Mai
Ab Mai wird Malta zum Sommerziel: 24 Grad tagsüber, 15 Grad nachts, kaum noch Niederschlag (10 Millimeter im gesamten Monat) und zehn Sonnenstunden pro Tag. Das Meer erwärmt sich auf 19 Grad und die ersten wagemutigen Urlauber steigen ins Wasser. Wer im Mai reist, bekommt beinahe Sommerwetter zu Vorsaisonpreisen. Die Blüte ist Ende Mai vorbei, ab der letzten Monatswoche wird das Land sichtbar gelb.
Wetter in Malta im Juni
Der Juni ist der erste echte Badeurlaubsmonat. Die Höchstwerte steigen auf 29 Grad, das Meer erreicht 22 Grad, und Regen ist mit einem statistischen Wert von 5 Millimetern praktisch ausgeschlossen. Elf Sonnenstunden pro Tag, angenehm kühle Nächte um 19 Grad und noch überschaubare Menschenmassen machen den Juni zum besten Monat für Familien, die Sonne wollen, aber Hitzeschutz brauchen. Die Malta International Fireworks Festival Ende April/Anfang Mai liegt schon hinter dir, dafür stehen die Feste der Dörfer in voller Blüte an.
Wetter in Malta im Juli
Der Juli bringt Hochsommer mit Tageshöchstwerten von 32 Grad und einem Meer bei 25 Grad. Es fällt praktisch kein Regen (1 Millimeter im Monatsschnitt), zwölf Sonnenstunden sind Standard. Nachts kühlt es kaum unter 21 Grad ab. Wer die pure Hitze nicht scheut und feste Reisetermine (Schulferien) hat, findet einen zuverlässigen Badeurlaub – muss aber mit vollen Buchten, teuren Hotels und Wartezeiten an den bekannten Sehenswürdigkeiten leben. Klimatisierte Unterkünfte sind Pflicht.
Zwischen Juli und September kann der Scirocco die Insel treffen: ein heißer Südwind aus der Sahara, der die gefühlte Temperatur um mehrere Grad hebt und feinen Wüstenstaub mitbringt. Menschen mit Kreislaufproblemen sollten in diesen Phasen körperliche Anstrengung meiden.
Wetter in Malta im August
Der August ist der heißeste Monat: 32 Grad tagsüber, 22 Grad nachts, elf Sonnenstunden pro Tag. Das Meer erreicht seinen Jahreshöhepunkt mit 26 Grad. Regen fällt praktisch keiner (7 Millimeter). Die Hochsaison ist auf ihrem Zenit, italienische und deutsche Touristen füllen die Strände, das Nachtleben in St. Julian’s läuft auf Vollast. Für alle, die Trubel, Wärme und ein sehr warmes Meer suchen, ist das die richtige Zeit – für Kultur, Wandern und ruhigen Urlaub die falsche.
Wetter in Malta im September
Der September ist der Geheimtipp der Insel. Tagestemperaturen sinken auf angenehme 29 Grad, das Meer bleibt bei 25 Grad, und die ersten Herbstregen kündigen sich mit etwa 40 Millimetern über den Monat verteilt an. Neun Sonnenstunden pro Tag, deutlich leerere Buchten und langsam fallende Hotelpreise nach dem 15. September ergeben die beste Balance des Jahres. Für Erwachsene ohne Schulkinder ist der September fast alternativlos, wenn Wetter und Preis gleichermaßen zählen.
Wetter in Malta im Oktober
Im Oktober kippt das Wetter Richtung Herbst. Die Höchstwerte fallen auf 25 Grad, die Niederschläge ziehen auf 90 Millimeter an, verteilt auf etwa neun Regentage. Die Sonne scheint noch sieben Stunden pro Tag, und das Meer hält sich mit 23 Grad tapfer. Wer bis Mitte Oktober reist, findet noch Badebedingungen und deutlich reduzierte Preise; ab Ende Oktober häufen sich Schauer. Der Monat eignet sich besonders für kombinierte Kultur- und Badereisen, weil die Städte wieder erträglich zu besichtigen sind.
Wetter in Malta im November
Der November ist der erste echte Wintermonat. Die Höchstwerte pendeln um 20 Grad, nachts kühlt es auf 13 Grad ab. Rund 80 Millimeter Regen fallen verteilt auf zehn Tage, dazwischen liegen aber immer wieder milde, sonnige Perioden mit T-Shirt-Wetter. Für Kulturreisende und Wanderer bietet der November die letzte gute Chance vor dem Winter. Zum Baden reicht es mit 20 Grad Wassertemperatur nur noch für Hartgesottene.
Wetter in Malta im Dezember
Der Dezember bringt mit 100 Millimetern den meisten Regen des Jahres, verteilt auf etwa vierzehn Tage. Höchstwerte liegen bei 17 Grad, nachts wird es 10 Grad kühl. Dennoch scheint die Sonne fünf Stunden pro Tag, und Trockenperioden von mehreren Tagen sind normal. Das kleine Malta ist zu Weihnachten festlich geschmückt – die Krippendarstellungen in den Kirchen sind sehenswert. Für Winterflucht ohne Badewunsch, mit Kulturprogramm und niedrigen Preisen ist der Dezember eine unterschätzte Reisezeit.
Regionale Klimaunterschiede auf Malta
Valletta und die Ostküste
Die Hauptstadt Valletta und die Nachbarorte Sliema, St. Julian’s und die Three Cities liegen an der geschützten Ostküste. Sie bilden das Wärmezentrum der Insel mit den höchsten Sommertemperaturen und dem geringsten Niederschlag. Der Grand Harbour und der Marsamxett Harbour bieten meist ruhige Baderevier, wenn die Nordwestküste bei kräftigem Nordwind unruhig ist. Für Städtereisen sind Frühling und Herbst optimal, im Hochsommer wird es im engen Straßenlabyrinth extrem heiß.

Nordwestküste und Sandstrände
Der Nordwesten mit Mellieħa Bay, Golden Bay und Ġnejna Bay bekommt die stärkste Windexposition ab. Bei den häufigen West- und Nordwestwinden kann das Meer hier deutlich unruhiger sein als im Osten, dafür ist die Luftqualität besser und die Temperaturen liegen im Sommer ein bis zwei Grad niedriger. Für Sandstrände (auf Malta selten) ist diese Küste die erste Wahl, und die Sonnenuntergänge über dem offenen Meer sind das ganze Jahr über sehenswert.
Gozo – die grünere Schwesterinsel
Gozo liegt nur eine 25-minütige Fährfahrt nördlich von Malta, wirkt aber wie eine eigene Klimazone. Etwas mehr Regen, deutlich mehr Vegetation und im Sommer um ein Grad kühler machen die Insel zum ruhigeren Reiseziel. Die berühmten Salzpfannen bei Marsalforn zeigen die Trockenheit der Sommermonate besonders eindrucksvoll. Im Frühjahr wird Gozo mit Blumen deutlich grüner als die karge Hauptinsel.
Comino und die kleineren Inseln
Die Mini-Insel Comino zwischen Malta und Gozo hat kein Süßwasser und im Sommer keinerlei Schatten. Die berühmte Blaue Lagune erreicht ab Ende Juni Wassertemperaturen von 24 Grad und mehr, ist aber im Hochsommer stundenweise so voll, dass sich die Anreise nur früh morgens oder ab dem späten Nachmittag lohnt. Von November bis März legen viele Bootstouren gar nicht mehr an, weil die Nachfrage einbricht.
Trockene und feuchte Saison auf Malta
Anders als in tropischen Ländern gibt es auf Malta keinen Monsun, aber eine deutliche Trockenzeit von Mai bis September und eine feuchte Zeit von Oktober bis April. In den Sommermonaten fällt in der Summe kaum mehr als 20 Millimeter Regen, während im Dezember allein 100 Millimeter in wenigen Tagen niedergehen können. Wolkenbrüche im Winter überfordern die Kanalisation der historischen Städte regelmäßig – Valletta und Sliema haben nach Starkregen häufig überflutete Straßen.
Für Reisende bedeutet das: Wer nach Malta im Winter fliegt, sollte eine wasserdichte Jacke und feste Schuhe mitbringen. Der Regen kommt selten flächig, sondern in kurzen, kräftigen Schauern, gefolgt von Sonnenphasen. Ein kompletter Regenurlaub ist selbst im Dezember unwahrscheinlich, aber eine Woche mit fünf Trockentagen und zwei nassen ist realistisch. Der Vorteil: Nach dem ersten Herbstregen wird die Insel innerhalb von zwei bis drei Wochen sichtbar grüner, was Naturliebhaber schätzen.
Extreme Wetterereignisse und Risiken
Malta ist frei von tropischen Wirbelstürmen und liegt außerhalb der klassischen Zyklonzonen. Trotzdem gibt es drei Wettersituationen, die Reisende einplanen sollten. Erstens der bereits erwähnte Scirocco: In den Sommermonaten kann er die gefühlte Temperatur auf 40 Grad hochtreiben und Wüstenstaub bringen, der Balkone und Autos rotbraun färbt.
Zweitens der Gregale, ein kräftiger Nordost-Wind, der vor allem in den Wintermonaten auftritt und die Fährverbindung Malta-Gozo für Stunden lahmlegen kann. Wer eine Reise nach Gozo im Winter plant, sollte einen Pufferstag einbauen. Drittens Starkregen mit Blitzschlag im Spätherbst: Der November 2014 brachte in wenigen Stunden mehr als 100 Millimeter, was zu erheblichen Sachschäden führte. Solche Extreme sind selten, aber möglich.
Für Sommerreisen empfiehlt sich eine Reiseversicherung mit medizinischer Auslandsdeckung – Hitzeschläge sind auf Malta die häufigste Ursache für Krankenhausbesuche von Touristen. Prüfe die aktuellen Reisehinweise vor Antritt auf auswaertiges-amt.de (Stand: September 2026).
Was anziehen? – Kleidungstipps für Malta
Sommer und Hochsaison (Juni bis September)
Leichte, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle oder Leinen ist Pflicht. Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor gehören ganztägig in die Tasche. Für die klimatisierten Restaurants, Museen und Busse solltest du eine dünne Jacke mitnehmen – der Temperaturunterschied zum Draußen liegt oft bei zehn Grad. Beim Besuch von Kirchen wie der St. John’s Co-Cathedral in Valletta wird an der Tür kontrolliert: Schultern und Knie müssen bedeckt sein, dünne Baumwollstoffe reichen aus. Feste Sandalen sind für Wanderungen zu den Klippen ratsam, das Kalksteingelände ist rutschig.
Winter und Nebensaison (November bis März)
Deutsche Reisende unterschätzen den Winter auf Malta regelmäßig. Tagsüber reichen ein Pullover und eine dünne Jacke, aber die maltesischen Häuser haben oft keine Zentralheizung, und die Kombination aus 60 Prozent Luftfeuchtigkeit und 12 Grad Innentemperatur fühlt sich in vielen Unterkünften klammer an als der deutsche Winter. Warme Socken, ein Fleece oder Woll-Pullover für innen und eine wasserdichte Jacke gehören ins Gepäck. Für Wanderungen sind wasserdichte Schuhe empfehlenswert – die Wege verwandeln sich nach Regen in schlammige Rutschbahnen.
Übergangszeit (April, Mai, Oktober)
Das klassische Zwiebelprinzip funktioniert am besten. Tagsüber T-Shirt und leichte Hose, morgens und abends ein Pullover und eine leichte Jacke. Im April und Mai reichen ein Badeanzug und ein Handtuch für spontane Bäder, das Meer ist frisch, aber machbar. Im Oktober solltest du eine zusätzliche Windjacke einpacken, da die Nordwestwinde bereits merklich zunehmen. Sonnencreme bleibt auch im Herbst wichtig – die maltesische Sonne unterschätzen viele Reisende.
Weitere Informationen zur allgemeinen Reiseplanung findest du in unserem Beitrag Malta Reise planen. Wer speziell die kleineren Inseln entdecken will, findet unter Gozo und Comino alle wichtigen Infos zu den Nachbarinseln.
Häufige Fragen zum Wetter auf Malta
Wann ist die beste Reisezeit für Malta?
Die beste Reisezeit für Malta hängt vom Zweck ab. Für einen klassischen Badeurlaub sind die Monate Juni bis Oktober ideal, das Meer erreicht dann 22 bis 26 Grad. Für Kultur, Städtereisen und Wanderungen eignen sich März bis Mai und Oktober bis November mit angenehmen 20 bis 25 Grad. Wer beides in einer Reise kombinieren will, findet im Mai, Juni und September den besten Kompromiss.
Wie warm ist es auf Malta im Sommer?
Im Sommer erreicht Malta Höchsttemperaturen zwischen 29 Grad (Juni) und 32 Grad (Juli/August). Nachts bleibt es mit 19 bis 22 Grad sehr mild. Die tatsächlich gefühlte Temperatur kann durch den heißen Scirocco-Wind aus der Sahara mehrere Tage lang über 35 Grad steigen. Die Luftfeuchtigkeit liegt konstant bei 55 bis 65 Prozent, was die Hitze schwül wirken lässt.
Wie kalt wird es auf Malta im Winter?
Malta hat keinen Winter im deutschen Sinn. Tagestemperaturen liegen zwischen 15 und 18 Grad, nachts sinken sie selten unter 9 Grad. Frost oder Schnee gibt es faktisch nie. Kälter fühlt es sich trotzdem an: Die hohe Luftfeuchtigkeit und die schlecht beheizten Häuser machen 12 Grad innen ungemütlicher, als die Zahl vermuten lässt.
Hat Malta eine Regenzeit?
Malta hat keine tropische Regenzeit, aber eine feuchte Saison von Oktober bis April. Der meiste Regen fällt im Dezember mit rund 100 Millimetern verteilt auf etwa 14 Tage. Zwischen Mai und September ist es praktisch trocken, im Juli fällt statistisch nur ein Millimeter Regen. Wolkenbrüche im Winter kommen kurz, aber heftig, dazwischen liegen sonnige Phasen.
Wann ist Hochsaison auf Malta?
Die Hochsaison auf Malta läuft von Mitte Juli bis Ende August. Die Preise für Hotels und Flüge liegen dann bei bis zu 200 Prozent des Nebensaison-Niveaus. Zusätzlich treiben die italienischen Ferragosto-Wochen um den 15. August die Nachfrage. Deutlich günstigere Alternativen sind die zweite Junihälfte oder die erste Septemberhälfte mit ähnlichem Wetter zu deutlich geringeren Kosten.
Welche Kleidung brauche ich für Malta?
Im Sommer reichen leichte Baumwoll- und Leinenkleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und eine dünne Jacke für klimatisierte Innenräume. Für den Winter braucht es einen Pullover, warme Socken und eine wasserdichte Jacke – schlecht beheizte Häuser machen 12 Grad drinnen kühler, als es klingt. Beim Kirchenbesuch sind Schultern und Knie zu bedecken. Feste Schuhe sind für Wanderungen auf den Kalksteinklippen ratsam.
In welchem Monat ist das Wetter auf Malta am schönsten?
Aus Reisesicht ist der September der ausgewogenste Monat: Tagestemperaturen um 29 Grad, ein Meer bei 25 Grad, neun Sonnenstunden pro Tag und deutlich weniger Menschenmassen als im August. Wer Frühling bevorzugt, findet im Mai die beste Balance aus warmem Wetter, blühender Landschaft und moderaten Preisen.
Was ist der Scirocco und wie wirkt er sich aus?
Der Scirocco ist ein heißer, staubbeladener Südwind aus der Sahara, der Malta vor allem zwischen Mai und Oktober treffen kann. Er hebt die gefühlte Temperatur um mehrere Grad, bringt feinen Wüstenstaub, der Balkone und Autos rotbraun färbt, und belastet Kreislauf und Atemwege. Solche Wetterlagen dauern meist zwei bis vier Tage und werden von den lokalen Medien angekündigt.
Kann man auf Malta im November oder Dezember noch baden?
Im November liegt die Wassertemperatur noch bei rund 20 Grad, was für hartgesottene Schwimmer machbar ist. Im Dezember fällt sie auf 17 Grad und ist damit deutlich zu kühl für einen normalen Badeurlaub. Die Lufttemperaturen von 15 bis 18 Grad tagsüber erlauben aber Spaziergänge am Strand oder Wanderungen entlang der Küste ohne dicke Kleidung.